Ich stimme der Verwendung von Cookies zu. Auch wenn ich diese Website weiter nutze, gilt dies als Zustimmung.

Bitte lesen und akzeptieren Sie die Datenschutzinformation und Cookie-Informationen, damit Sie unser Angebot weiter nutzen können. Natürlich können Sie diese Einwilligung jederzeit widerrufen.





ATX-Trends: RBI fixiert Verkauf des polnischen Leasinggeschäfts (Mario Tunkowitsch, Wiener Privatbank)

03.11.2016, 7305 Zeichen
  • Das Wahlfieber hat mittlerweile auch die europäischen Börsen voll erfasst. Noch viel zu lebhaft haben viele Anleger das Gefühl in Erinnerung, als sie durch den unerwarteten Ausgang der Brexit-Abstimmung auf dem falschen Fuß erwischt wurden und herbe Verluste hinnehmen mussten. Das möchten sie im Hinblick auf die Wahlen in den USA unbedingt vermeiden, und daher war auch gestern Risikovermeidung oberstes Gebot an den europäischen Börsen. Der deutsche DAX verlor beispielsweise bis Handelsschluss 1,4%, wobei am Nachmittag zusätzlicher Verkaufsdruck durch den starken Anstieg der Öllagerbestände in den USA auf den Märkten lastete. Auffallend war in den letzten Tagen das Phänomen, das einzelne Aktien sehr hohe Volatilität zeigten, obwohl keine neuen Unternehmensnachrichten vorlagen. So gab gestern beispielsweise Fresenius im Tagesverlauf 2,5% nach, um sich dann schnell wieder zu erholen. Das gleiche Phänomen war am Vortag beispielsweise bei RWE und Prosieben zu beobachten. Händler führen diese hohe Volatilität auf die steigende Illiquidität durch Risikoreduzierung zurück. Zu den Verlierern am gestrigen Tag zählten zyklische Sektoren wie Banken und Rohstoffe, so gab beispielsweise die Deutsche Bank 2,8% nach.
     
  • Auch die Wiener Börse schloss klar im Minus. Auch hier waren die Unsicherheit um den Ausgang der US-Präsidentschaftswahl und Zurückhaltung vor der am Abend anstehenden US-Zinsentscheidung Grund für die mangelnde Risikobereitschaft. Im Einklang mit dem schwachen Branchenumfeld gaben Finanzwerte deutlich an Terrain ab, Erste Group büßte 3,7% ein, und Raiffeisen fiel um 3,2%. Die Fed in den USA ließ wie erwartet den Leitzins unverändert, was aber kaum Auswirkungen auf die Börsenkurse hatte. Insgesamt ließ das Statement der Fed aber die Wahrscheinlichkeit für eine Zinserhöhung im Dezember auf 78% steigen. Die Fed bekräftigte, dass sich die Argumente für eine Anhebung verstärkt hätten, erklärte aber auch gleichzeitig, noch weitere Hinweise sehen zu wollen, dass es auf dem Weg zur Vollbeschäftigung und zur Preisstabilität deutlich vorangehe.
     
  • Die stark gestiegenen US-Rohöllagerbestände drückten deutlich auf die Ölpreise, Brent verbilligte sich um 2,1% und WTI war um 2,5% billiger zu haben. Die Lagerbestände stiegen gegenüber der Vorwoche in den USA um 14,4 Millionen Barrel, der stärkste Wochenanstieg seit 34 Jahren.Hinzu kamen Zweifel an einer Einigung der Ölförderer auf Drosselung der Produktion. Der Iran zum Beispiel hat seine Ölausführen kräftig gesteigert und lag deutlich über den im Mai ausgegebenen Zielen. Hauptprofiteur der allgemeinen Verunsicherung war Gold , der Preis stieg über USD 1.300.
     
  • Die europäischen Aktienmärkte sind vorbörslich unverändert indiziert. Die asiatischen Börsen schließen uneinheitlich. Von der Makroseite stehen diverse US-Konjunkturdaten auf der Agenda. Heute Früh berichteten adidas (im Rahmen der Erwartungen), Beiersdorf (leicht über Erwartungen), Credit Suisse (über Erwartungen), Swiss Re (leicht über Erwartungen) und Vonovia (leicht über Erwartungen) die Zahlen. Von der Unternehmensseite meldeten in Österreich AMAG , AT&S und Polytec die Zahlen.

UNTERNEHMEN


AMAG

Der heimische Aluminiumkonzern legte heute Morgen Zahle für das dritte Quartal 2016 vor. Der Umsatz lag dabei mit €225,7Mio. um 3,1% unter dem Vorjahreswert. Eine leichte Steigerung der Absatzmenge durch das neue Warmwalzwerk wurde dabei durch einen niedrigeren Aluminiumpreis kompensiert. Das EBITDA könnte jedoch auf €36,3Mio. angehoben werden nach €33,2Mio. im Vorjahr, während das EBIT um 21,4% verbessert wurde auf €19,4Mio. Das Unternehmen profitiertet hierbei von niedrigeren Rohstoffkosten sowie Produktivitätssteigerungen. Auch für den Rest des Geschäftsjahres zeigt sich das Unternehmen optimistisch: Das EBITDA für das Gesamtjhr 2016 wird aufgrund der jüngsten Erholung des Aluminiumpreises nun bei €135Mio. gesehen (bisher:€120-130Mio.).

 

Ergebnisse Q3/16: Umsatz: €225,7Mio. (233,5e); EBITDA: €36,3Mio. (34,5e); EBIT: €19,4Mio. (19,4e) Nettoergebnis: €12,7Mio. (14,9e)

AT&S

Nachdem bereits im Oktober die Ergebnisprognose gesenkt wurde gab der heimische Leiterplattenhersteller heute Morgen die Zahlen für das erste Halbjahr 2016/17 bekannt. Der Umsatz lag dabei mit €386,5Mio. leicht unter dem Niveau des Vorjahres. Das EBITDA schrumpfte jedoch um 44,1% auf €52,1Mio. während das EBIT bei €-5,8Mio. lag nach €50,7Mio. im Vorjahr. Dabei schlugen vor allem Anlaufkosten für das neue Werk der Firma in Chonqing (China) zu Buche, ohne diese Aufwendungen wäre das EBIT um 6,7% zurückgegangen. Während die Kundennachfrage stark sein dürfte, leidet das Unternehmen wie sooft unter Preisdruck sowie einer flacheren Anlaufkurve im neuen Werk. Dementsprechend lag das Nettoergebnis bei €-14,8Mio. nach €42,1Mio. im Vorjahr. Aufgrund der hohen Investitionen stieg die Nettoverschuldung auf €439,2Mio. nach €263,3Mio. im Vorjahr. Aufgrund dieses Gegenwinds wurde, wie bereits vorab bekanntgegeben, die Ergebnisprognose für das Gesamtjahr reduziert: Das Unternehmen geht nun von einem Umsatzwachstum von +4-6% (ursprünglich +10-12%) aus, die EBITDA Marge soll bei 15-16% (ursprünglich 18-20%) liegen.

 

Umsatz: €386,5Mio. (384,1e); EBITDA: €52,1Mio. (51,7e); EBIT: €-5,8Mio. (-7,6e); Konzernergebnis: €-14,8Mio. (-15,4e)

Polytec

legte heute Morgen die Zahlen für die ersten 9 Monate des Geschäftsjahres 2016 vor. Der Konzernumsatz der Polytec GROUP erhöhte sich in den ersten neun Monaten 2016 um 3,5% auf EUR 481,9 Mio. Während in den Marktbereichen Personenkraftwagen bzw. Nutzfahrzeuge leichte Umsatzzuwächse (+1,1%) bzw. Umsatzrückgange (-2,8%) gegenüber der Vorjahresperiode zu verzeichnen waren entwickelte sich der Marktbereich Non-Automotive außergewöhnlich gut. Die Umsätze erhöhten sich in diesem Bereich in den neun Monaten 2016 gegenüber 2015 deutlich um 38,6% auf EUR 57,4 Mio. Treiber dieses positiven Trends waren die weiter gewachsenen Umsätze mit Transportboxen im Werk Ebensee (Österreich), wo seit Mitte 2016 die neuen Fertigungslinien im Vollbetrieb laufen.

Eine deutliche Verbesserung zeigte die Entwicklung der Ergebniszahlen, Der Konzern erzielte in den drei Quartalen 2016 ein Nettoergebnis von EUR 22,5 Mio., das um EUR 4,5 Mio. bzw. 24,7% über dem Vorjahresergebnis lag. Das Ergebnis je Aktie erhöhte sich um 25,0% und betrug EUR 1,0 (Q1-Q3 2015: EUR 0,8). Der Ausblick wurde bestätigt.
 

Ergebnisse Q1-Q3/16: Umsatz: €481,9 Mio.. (486,8e); Nettoergebnis: €22,5 Mio. (19,4e);



RBI

Die RBI gab den Verkauf des polnischen Leasinggeschäfts an die polnische Versicherung PKO um umgerechnet ca €200Mio. bekannt. Da der Verkauf über dem Buchwert erfolgte könnte die RBI dadurch einen positiven Effekt von €30Mio. erzielen, der im Rahmen des Closings noch im Jahr 2016 verbucht werden soll.  Die Kapitalquote soll sich durch die Transaktion um 33bps verbessern auf RBI Ebene, auf Basis einer fusionierten RBI/RZB würde der Effekt 28bps betragen. Die risikogewichteten Aktiva wurden durch die Transaktion um €1,3Mrd. reduziert. Gleichzeitig gab der bisherige Favorit auf den CEO-Posten der kombinierten RBI/RZB, der bisherige RLB-OÖ Leiter Heinrich Schaller, überraschend bekannt, dass er kein Interesse an der Position hat. Laut Zeitungsberichten wird nun der aktuelle Risikovorstand der RBI, Josef Strobl, als möglicher Kandidat gesehen.


(03.11.2016)

BSN Podcasts
Christian Drastil: Wiener Börse Plausch

Wiener Börse Party #1155: ATX unverändert, mit Wienerberger / Verbund zwei Dauer-ATXler vorne, Frequentis 18/70 und Rheinmetall/Ritschy




adidas
Akt. Indikation:  144.30 / 144.40
Uhrzeit:  14:20:52
Veränderung zu letztem SK:  0.24%
Letzter SK:  144.00 ( 1.41%)

Amag
Akt. Indikation:  27.80 / 28.20
Uhrzeit:  14:13:44
Veränderung zu letztem SK:  -0.71%
Letzter SK:  28.20 ( 0.00%)

AT&S
Akt. Indikation:  103.40 / 103.80
Uhrzeit:  14:18:40
Veränderung zu letztem SK:  1.57%
Letzter SK:  102.00 ( 4.83%)

Beiersdorf
Akt. Indikation:  70.44 / 70.46
Uhrzeit:  14:19:38
Veränderung zu letztem SK:  0.82%
Letzter SK:  69.88 ( -1.36%)

Credit Suisse
Akt. Indikation:  0.84 / 0.84
Uhrzeit:  17:11:50
Veränderung zu letztem SK:  0.02%
Letzter SK:  0.84 ( 0.00%)

DAX Letzter SK:  0.84 ( 0.76%)
Deutsche Bank
Akt. Indikation:  27.54 / 27.55
Uhrzeit:  14:20:50
Veränderung zu letztem SK:  1.40%
Letzter SK:  27.16 ( 1.51%)

Fresenius
Akt. Indikation:  38.96 / 38.98
Uhrzeit:  14:15:34
Veränderung zu letztem SK:  1.67%
Letzter SK:  38.33 ( -3.01%)

Gold Letzter SK:  38.33 ( -0.34%)
Polytec Group
Akt. Indikation:  4.48 / 4.61
Uhrzeit:  14:19:48
Veränderung zu letztem SK:  1.00%
Letzter SK:  4.50 ( 2.27%)

RBI
Akt. Indikation:  47.46 / 47.56
Uhrzeit:  14:20:02
Veränderung zu letztem SK:  0.57%
Letzter SK:  47.24 ( 0.90%)

RWE
Akt. Indikation:  56.60 / 56.62
Uhrzeit:  14:20:48
Veränderung zu letztem SK:  -0.61%
Letzter SK:  56.96 ( -2.16%)

Swiss Re
Akt. Indikation:  130.70 / 132.40
Uhrzeit:  14:19:03
Veränderung zu letztem SK:  0.34%
Letzter SK:  131.10 ( -0.29%)

Vonovia SE
Akt. Indikation:  22.27 / 22.28
Uhrzeit:  14:19:18
Veränderung zu letztem SK:  0.75%
Letzter SK:  22.11 ( -0.45%)



 

Bildnachweis

1.

Aktien auf dem Radar:Frequentis, Agrana, Kapsch TrafficCom, Austriacard Holdings AG, Amag, EuroTeleSites AG, FACC, OMV, Wienerberger, Porr, AT&S, Fabasoft, Frauenthal, Gurktaler AG Stamm, Bajaj Mobility AG, Rath AG, Rosenbauer, Wolftank-Adisa, Polytec Group, BKS Bank Stamm, Telekom Austria, Oberbank AG Stamm, Flughafen Wien, CPI Europe AG, Österreichische Post, Semperit, UBM, Infineon, Merck KGaA, Scout24, Fresenius Medical Care.


Random Partner

Buwog
Die Buwog Group ist deutsch-österreichischer Komplettanbieter im Wohnimmobilienbereich. Insgesamt verfügt die Buwog Group über ein Portfolio mit rd. 51.000 Wohnungen. Mit einem Neubauvolumen von jährlich rund 700 Wohnungen im Großraum Wien ist die Buwog Group einer der aktivsten Wohnbauträger und Immobilienentwickler in Deutschland und Österreich.

>> Besuchen Sie 55 weitere Partner auf boerse-social.com/partner


 Latest Blogs

» PIR-News: RBI/Addiko, Flughafen Wien, AT&S, Asta Energy, Research zu Ver...

» (Christian Drastil)

» Wiener Börse Party #1155: ATX ruhig, mit Wienerberger / Verbund zwei Dau...

» Wiener Börse am Feiertag Vormittag unverändert: Wienerberger, Verbund un...

» ATX feiert 35-jähriges Jubiläum – Wiener Börse mit starkem Handelstag un...

» Von der Dotcom-Blase zur Stiftungsvorständin: Birgit Nogglers Weg durch ...

» Wiener Börse Party #1154: ATX stärker, Bajaj Mobility sehr fest, heute s...

» Österreich-Depots: Asta Energy neu im Austria 30 Private IR (Depot Komme...

» Börsegeschichte 13.5.: Extremes zu CA Immo (Börse Geschichte) (BörseGesc...

» Nachlese: Buwog-Remix, Birgit Noggler (audio cd.at)


Useletter

Die Useletter "Morning Xpresso" und "Evening Xtrakt" heben sich deutlich von den gängigen Newslettern ab. Beispiele ansehen bzw. kostenfrei anmelden. Wichtige Börse-Infos garantiert.

Newsletter abonnieren

Runplugged

Infos über neue Financial Literacy Audio Files für die Runplugged App
(kostenfrei downloaden über http://runplugged.com/spreadit)

per Newsletter erhalten


Ausgewählte Jobs von PIR-Partnern


Ausgewählte Events von BSN-Partnern


Meistgelesen
>> mehr





PIR-Zeichnungsprodukte
Newsflow
>> mehr

Börse Social Club Board
>> mehr
    Star der Stunde: Palfinger 2.3%, Rutsch der Stunde: Kapsch TrafficCom -0.36%
    wikifolio-Trades Austro-Aktien 13-14: Strabag(4), Telekom Austria(2), Uniqa(1)
    Star der Stunde: RHI Magnesita 2.55%, Rutsch der Stunde: Austriacard Holdings AG -0.73%
    wikifolio-Trades Austro-Aktien 12-13: Kontron(1)
    Star der Stunde: FACC 1.79%, Rutsch der Stunde: Porr -0.94%
    wikifolio-Trades Austro-Aktien 11-12: Porr(1), CPI Europe AG(1), Frequentis(1), FACC(1), VIG(1), Bawag(1), AT&S(1)
    Smeilinho zu Verbund
    Smeilinho zu AT&S
    Smeilinho zu Flughafen Wien

    Featured Partner Video

    D&D Research Rendezvous #21: Wir sehen gerade die schnellste Erholungsrally nach einer Korrektur seit 35 Jahren, meint Gunter Deuber

    Gunter Deuber, Head of Raiffeisen Research, gibt bei Christian Drastil erneut ein Update: Wie blickt er nach nun fast sieben Wochen auf den Iran-Konflikt und die Kapitalmärkte? Es scheint derzeit e...

    Books josefchladek.com

    Olga Ignatovich
    In the Shadow of the Big Brother
    2025
    Arthur Bondar Collection WWII

    Gerhard Puhlmann
    Die Stalinallee
    1953
    Verlag der Nation

    Daido Moriyama
    A Hunter (English Version
    2019
    Getsuyosha, bookshop M

    Masahisa Fukase
    Sasuke
    2025
    Atelier EXB

    L'électrification de la ligne Paris Le Mans (photos by Roger Schall)

    1937
    Editions Perceval


    03.11.2016, 7305 Zeichen
    • Das Wahlfieber hat mittlerweile auch die europäischen Börsen voll erfasst. Noch viel zu lebhaft haben viele Anleger das Gefühl in Erinnerung, als sie durch den unerwarteten Ausgang der Brexit-Abstimmung auf dem falschen Fuß erwischt wurden und herbe Verluste hinnehmen mussten. Das möchten sie im Hinblick auf die Wahlen in den USA unbedingt vermeiden, und daher war auch gestern Risikovermeidung oberstes Gebot an den europäischen Börsen. Der deutsche DAX verlor beispielsweise bis Handelsschluss 1,4%, wobei am Nachmittag zusätzlicher Verkaufsdruck durch den starken Anstieg der Öllagerbestände in den USA auf den Märkten lastete. Auffallend war in den letzten Tagen das Phänomen, das einzelne Aktien sehr hohe Volatilität zeigten, obwohl keine neuen Unternehmensnachrichten vorlagen. So gab gestern beispielsweise Fresenius im Tagesverlauf 2,5% nach, um sich dann schnell wieder zu erholen. Das gleiche Phänomen war am Vortag beispielsweise bei RWE und Prosieben zu beobachten. Händler führen diese hohe Volatilität auf die steigende Illiquidität durch Risikoreduzierung zurück. Zu den Verlierern am gestrigen Tag zählten zyklische Sektoren wie Banken und Rohstoffe, so gab beispielsweise die Deutsche Bank 2,8% nach.
       
    • Auch die Wiener Börse schloss klar im Minus. Auch hier waren die Unsicherheit um den Ausgang der US-Präsidentschaftswahl und Zurückhaltung vor der am Abend anstehenden US-Zinsentscheidung Grund für die mangelnde Risikobereitschaft. Im Einklang mit dem schwachen Branchenumfeld gaben Finanzwerte deutlich an Terrain ab, Erste Group büßte 3,7% ein, und Raiffeisen fiel um 3,2%. Die Fed in den USA ließ wie erwartet den Leitzins unverändert, was aber kaum Auswirkungen auf die Börsenkurse hatte. Insgesamt ließ das Statement der Fed aber die Wahrscheinlichkeit für eine Zinserhöhung im Dezember auf 78% steigen. Die Fed bekräftigte, dass sich die Argumente für eine Anhebung verstärkt hätten, erklärte aber auch gleichzeitig, noch weitere Hinweise sehen zu wollen, dass es auf dem Weg zur Vollbeschäftigung und zur Preisstabilität deutlich vorangehe.
       
    • Die stark gestiegenen US-Rohöllagerbestände drückten deutlich auf die Ölpreise, Brent verbilligte sich um 2,1% und WTI war um 2,5% billiger zu haben. Die Lagerbestände stiegen gegenüber der Vorwoche in den USA um 14,4 Millionen Barrel, der stärkste Wochenanstieg seit 34 Jahren.Hinzu kamen Zweifel an einer Einigung der Ölförderer auf Drosselung der Produktion. Der Iran zum Beispiel hat seine Ölausführen kräftig gesteigert und lag deutlich über den im Mai ausgegebenen Zielen. Hauptprofiteur der allgemeinen Verunsicherung war Gold , der Preis stieg über USD 1.300.
       
    • Die europäischen Aktienmärkte sind vorbörslich unverändert indiziert. Die asiatischen Börsen schließen uneinheitlich. Von der Makroseite stehen diverse US-Konjunkturdaten auf der Agenda. Heute Früh berichteten adidas (im Rahmen der Erwartungen), Beiersdorf (leicht über Erwartungen), Credit Suisse (über Erwartungen), Swiss Re (leicht über Erwartungen) und Vonovia (leicht über Erwartungen) die Zahlen. Von der Unternehmensseite meldeten in Österreich AMAG , AT&S und Polytec die Zahlen.

    UNTERNEHMEN


    AMAG

    Der heimische Aluminiumkonzern legte heute Morgen Zahle für das dritte Quartal 2016 vor. Der Umsatz lag dabei mit €225,7Mio. um 3,1% unter dem Vorjahreswert. Eine leichte Steigerung der Absatzmenge durch das neue Warmwalzwerk wurde dabei durch einen niedrigeren Aluminiumpreis kompensiert. Das EBITDA könnte jedoch auf €36,3Mio. angehoben werden nach €33,2Mio. im Vorjahr, während das EBIT um 21,4% verbessert wurde auf €19,4Mio. Das Unternehmen profitiertet hierbei von niedrigeren Rohstoffkosten sowie Produktivitätssteigerungen. Auch für den Rest des Geschäftsjahres zeigt sich das Unternehmen optimistisch: Das EBITDA für das Gesamtjhr 2016 wird aufgrund der jüngsten Erholung des Aluminiumpreises nun bei €135Mio. gesehen (bisher:€120-130Mio.).

     

    Ergebnisse Q3/16: Umsatz: €225,7Mio. (233,5e); EBITDA: €36,3Mio. (34,5e); EBIT: €19,4Mio. (19,4e) Nettoergebnis: €12,7Mio. (14,9e)

    AT&S

    Nachdem bereits im Oktober die Ergebnisprognose gesenkt wurde gab der heimische Leiterplattenhersteller heute Morgen die Zahlen für das erste Halbjahr 2016/17 bekannt. Der Umsatz lag dabei mit €386,5Mio. leicht unter dem Niveau des Vorjahres. Das EBITDA schrumpfte jedoch um 44,1% auf €52,1Mio. während das EBIT bei €-5,8Mio. lag nach €50,7Mio. im Vorjahr. Dabei schlugen vor allem Anlaufkosten für das neue Werk der Firma in Chonqing (China) zu Buche, ohne diese Aufwendungen wäre das EBIT um 6,7% zurückgegangen. Während die Kundennachfrage stark sein dürfte, leidet das Unternehmen wie sooft unter Preisdruck sowie einer flacheren Anlaufkurve im neuen Werk. Dementsprechend lag das Nettoergebnis bei €-14,8Mio. nach €42,1Mio. im Vorjahr. Aufgrund der hohen Investitionen stieg die Nettoverschuldung auf €439,2Mio. nach €263,3Mio. im Vorjahr. Aufgrund dieses Gegenwinds wurde, wie bereits vorab bekanntgegeben, die Ergebnisprognose für das Gesamtjahr reduziert: Das Unternehmen geht nun von einem Umsatzwachstum von +4-6% (ursprünglich +10-12%) aus, die EBITDA Marge soll bei 15-16% (ursprünglich 18-20%) liegen.

     

    Umsatz: €386,5Mio. (384,1e); EBITDA: €52,1Mio. (51,7e); EBIT: €-5,8Mio. (-7,6e); Konzernergebnis: €-14,8Mio. (-15,4e)

    Polytec

    legte heute Morgen die Zahlen für die ersten 9 Monate des Geschäftsjahres 2016 vor. Der Konzernumsatz der Polytec GROUP erhöhte sich in den ersten neun Monaten 2016 um 3,5% auf EUR 481,9 Mio. Während in den Marktbereichen Personenkraftwagen bzw. Nutzfahrzeuge leichte Umsatzzuwächse (+1,1%) bzw. Umsatzrückgange (-2,8%) gegenüber der Vorjahresperiode zu verzeichnen waren entwickelte sich der Marktbereich Non-Automotive außergewöhnlich gut. Die Umsätze erhöhten sich in diesem Bereich in den neun Monaten 2016 gegenüber 2015 deutlich um 38,6% auf EUR 57,4 Mio. Treiber dieses positiven Trends waren die weiter gewachsenen Umsätze mit Transportboxen im Werk Ebensee (Österreich), wo seit Mitte 2016 die neuen Fertigungslinien im Vollbetrieb laufen.

    Eine deutliche Verbesserung zeigte die Entwicklung der Ergebniszahlen, Der Konzern erzielte in den drei Quartalen 2016 ein Nettoergebnis von EUR 22,5 Mio., das um EUR 4,5 Mio. bzw. 24,7% über dem Vorjahresergebnis lag. Das Ergebnis je Aktie erhöhte sich um 25,0% und betrug EUR 1,0 (Q1-Q3 2015: EUR 0,8). Der Ausblick wurde bestätigt.
     

    Ergebnisse Q1-Q3/16: Umsatz: €481,9 Mio.. (486,8e); Nettoergebnis: €22,5 Mio. (19,4e);



    RBI

    Die RBI gab den Verkauf des polnischen Leasinggeschäfts an die polnische Versicherung PKO um umgerechnet ca €200Mio. bekannt. Da der Verkauf über dem Buchwert erfolgte könnte die RBI dadurch einen positiven Effekt von €30Mio. erzielen, der im Rahmen des Closings noch im Jahr 2016 verbucht werden soll.  Die Kapitalquote soll sich durch die Transaktion um 33bps verbessern auf RBI Ebene, auf Basis einer fusionierten RBI/RZB würde der Effekt 28bps betragen. Die risikogewichteten Aktiva wurden durch die Transaktion um €1,3Mrd. reduziert. Gleichzeitig gab der bisherige Favorit auf den CEO-Posten der kombinierten RBI/RZB, der bisherige RLB-OÖ Leiter Heinrich Schaller, überraschend bekannt, dass er kein Interesse an der Position hat. Laut Zeitungsberichten wird nun der aktuelle Risikovorstand der RBI, Josef Strobl, als möglicher Kandidat gesehen.


    (03.11.2016)

    BSN Podcasts
    Christian Drastil: Wiener Börse Plausch

    Wiener Börse Party #1155: ATX unverändert, mit Wienerberger / Verbund zwei Dauer-ATXler vorne, Frequentis 18/70 und Rheinmetall/Ritschy




    adidas
    Akt. Indikation:  144.30 / 144.40
    Uhrzeit:  14:20:52
    Veränderung zu letztem SK:  0.24%
    Letzter SK:  144.00 ( 1.41%)

    Amag
    Akt. Indikation:  27.80 / 28.20
    Uhrzeit:  14:13:44
    Veränderung zu letztem SK:  -0.71%
    Letzter SK:  28.20 ( 0.00%)

    AT&S
    Akt. Indikation:  103.40 / 103.80
    Uhrzeit:  14:18:40
    Veränderung zu letztem SK:  1.57%
    Letzter SK:  102.00 ( 4.83%)

    Beiersdorf
    Akt. Indikation:  70.44 / 70.46
    Uhrzeit:  14:19:38
    Veränderung zu letztem SK:  0.82%
    Letzter SK:  69.88 ( -1.36%)

    Credit Suisse
    Akt. Indikation:  0.84 / 0.84
    Uhrzeit:  17:11:50
    Veränderung zu letztem SK:  0.02%
    Letzter SK:  0.84 ( 0.00%)

    DAX Letzter SK:  0.84 ( 0.76%)
    Deutsche Bank
    Akt. Indikation:  27.54 / 27.55
    Uhrzeit:  14:20:50
    Veränderung zu letztem SK:  1.40%
    Letzter SK:  27.16 ( 1.51%)

    Fresenius
    Akt. Indikation:  38.96 / 38.98
    Uhrzeit:  14:15:34
    Veränderung zu letztem SK:  1.67%
    Letzter SK:  38.33 ( -3.01%)

    Gold Letzter SK:  38.33 ( -0.34%)
    Polytec Group
    Akt. Indikation:  4.48 / 4.61
    Uhrzeit:  14:19:48
    Veränderung zu letztem SK:  1.00%
    Letzter SK:  4.50 ( 2.27%)

    RBI
    Akt. Indikation:  47.46 / 47.56
    Uhrzeit:  14:20:02
    Veränderung zu letztem SK:  0.57%
    Letzter SK:  47.24 ( 0.90%)

    RWE
    Akt. Indikation:  56.60 / 56.62
    Uhrzeit:  14:20:48
    Veränderung zu letztem SK:  -0.61%
    Letzter SK:  56.96 ( -2.16%)

    Swiss Re
    Akt. Indikation:  130.70 / 132.40
    Uhrzeit:  14:19:03
    Veränderung zu letztem SK:  0.34%
    Letzter SK:  131.10 ( -0.29%)

    Vonovia SE
    Akt. Indikation:  22.27 / 22.28
    Uhrzeit:  14:19:18
    Veränderung zu letztem SK:  0.75%
    Letzter SK:  22.11 ( -0.45%)



     

    Bildnachweis

    1.

    Aktien auf dem Radar:Frequentis, Agrana, Kapsch TrafficCom, Austriacard Holdings AG, Amag, EuroTeleSites AG, FACC, OMV, Wienerberger, Porr, AT&S, Fabasoft, Frauenthal, Gurktaler AG Stamm, Bajaj Mobility AG, Rath AG, Rosenbauer, Wolftank-Adisa, Polytec Group, BKS Bank Stamm, Telekom Austria, Oberbank AG Stamm, Flughafen Wien, CPI Europe AG, Österreichische Post, Semperit, UBM, Infineon, Merck KGaA, Scout24, Fresenius Medical Care.


    Random Partner

    Buwog
    Die Buwog Group ist deutsch-österreichischer Komplettanbieter im Wohnimmobilienbereich. Insgesamt verfügt die Buwog Group über ein Portfolio mit rd. 51.000 Wohnungen. Mit einem Neubauvolumen von jährlich rund 700 Wohnungen im Großraum Wien ist die Buwog Group einer der aktivsten Wohnbauträger und Immobilienentwickler in Deutschland und Österreich.

    >> Besuchen Sie 55 weitere Partner auf boerse-social.com/partner


     Latest Blogs

    » PIR-News: RBI/Addiko, Flughafen Wien, AT&S, Asta Energy, Research zu Ver...

    » (Christian Drastil)

    » Wiener Börse Party #1155: ATX ruhig, mit Wienerberger / Verbund zwei Dau...

    » Wiener Börse am Feiertag Vormittag unverändert: Wienerberger, Verbund un...

    » ATX feiert 35-jähriges Jubiläum – Wiener Börse mit starkem Handelstag un...

    » Von der Dotcom-Blase zur Stiftungsvorständin: Birgit Nogglers Weg durch ...

    » Wiener Börse Party #1154: ATX stärker, Bajaj Mobility sehr fest, heute s...

    » Österreich-Depots: Asta Energy neu im Austria 30 Private IR (Depot Komme...

    » Börsegeschichte 13.5.: Extremes zu CA Immo (Börse Geschichte) (BörseGesc...

    » Nachlese: Buwog-Remix, Birgit Noggler (audio cd.at)


    Useletter

    Die Useletter "Morning Xpresso" und "Evening Xtrakt" heben sich deutlich von den gängigen Newslettern ab. Beispiele ansehen bzw. kostenfrei anmelden. Wichtige Börse-Infos garantiert.

    Newsletter abonnieren

    Runplugged

    Infos über neue Financial Literacy Audio Files für die Runplugged App
    (kostenfrei downloaden über http://runplugged.com/spreadit)

    per Newsletter erhalten


    Ausgewählte Jobs von PIR-Partnern


    Ausgewählte Events von BSN-Partnern


    Meistgelesen
    >> mehr





    PIR-Zeichnungsprodukte
    Newsflow
    >> mehr

    Börse Social Club Board
    >> mehr
      Star der Stunde: Palfinger 2.3%, Rutsch der Stunde: Kapsch TrafficCom -0.36%
      wikifolio-Trades Austro-Aktien 13-14: Strabag(4), Telekom Austria(2), Uniqa(1)
      Star der Stunde: RHI Magnesita 2.55%, Rutsch der Stunde: Austriacard Holdings AG -0.73%
      wikifolio-Trades Austro-Aktien 12-13: Kontron(1)
      Star der Stunde: FACC 1.79%, Rutsch der Stunde: Porr -0.94%
      wikifolio-Trades Austro-Aktien 11-12: Porr(1), CPI Europe AG(1), Frequentis(1), FACC(1), VIG(1), Bawag(1), AT&S(1)
      Smeilinho zu Verbund
      Smeilinho zu AT&S
      Smeilinho zu Flughafen Wien

      Featured Partner Video

      D&D Research Rendezvous #21: Wir sehen gerade die schnellste Erholungsrally nach einer Korrektur seit 35 Jahren, meint Gunter Deuber

      Gunter Deuber, Head of Raiffeisen Research, gibt bei Christian Drastil erneut ein Update: Wie blickt er nach nun fast sieben Wochen auf den Iran-Konflikt und die Kapitalmärkte? Es scheint derzeit e...

      Books josefchladek.com

      Mark Mahaney
      Polar Night
      2019/2021
      Trespasser

      Bertien van Manen
      Let's Sit Down Before We Go
      2011
      MACK

      Fabrizio Strada
      Strada
      2025
      89books

      Joan van der Keuken
      Achter Glas
      1957
      C. de Boer jr.

      Ralph Gibson
      The Somnambulist
      1970
      Lustrum Press