12.10.2016, 2444 Zeichen
Eine fallende Tendenz für Aktien aus Europa und den USA prophezeien die Analysten von Goldman Sachs . Wirtschaftliche und politische Risiken würden Potenzial für Schocks am Aktienmarkt beherbergen. Die Investmentprofis bevorzugen daher asiatische Aktienmärkte und eine generell defensivere Herangehensweise im Schlussquartal. Letztlich erwartet Goldman Sachs in den nächsten Wochen ein volatiles Auf und Ab und am Ende des Jahres Stände bei den Aktienindizes in den USA und Europa, die etwa 2 Prozent unter dem aktuellen Niveau liegen.
Die Gründe für die Skepsis der Analysten sind das schwache Wachstum in Europa, Zweifel an der Wirksamkeit der Geldpolitik der EZB und die kriselnden Banken des alten Kontinents. In den USA sieht Goldman Sachs die Bewertungen am Aktienmarkt auf einem hohen Niveau, was das Risiko „beträchtlicher Kursverluste“ herbeiführen könnte. Auslöser einer derartigen Korrektur könnten Quartalszahlen sein, die das Bewertungsniveau am Aktienmarkt nicht ausreichend mit Gewinnwachstum untermauern. Auch kurzfristig eine reale Gefahr, denn in den USA startet die Saison der Quartalszahlen gerade.
Risiko Politik
Trotzdem: All diese Befürchtungen sind nun wirklich nichts Neues. Warum warnt Goldman Sachs dann ausgerechnet jetzt? Hier kommt der zweite Themenkomplex ins Spiel: die Politik. In Europa sorgen der Brexit und das bevorstehende Referendum in Italien für Unsicherheit, dazu die Wahlen in Deutschland und Frankreich nächstes Jahr. In den USA hat der Präsidentschaftswahlkampf nach den Sex-Enthüllungen um Donald Trump und dem zweiten TV-Duell einen neuen Tiefpunkt erreicht. Die Märkte rechnen mit einem Clinton-Sieg. Sollte Trump dennoch gewinnen, wären die Auswirkungen auf die Märkte dramatisch. Nicht gerade eine Aussicht, die dabei hilft, die Kauflaune zu steigern.
Fazit
Normalerweise dauern Phasen politischer Börsen nicht allzu lange an. Dieses Mal könnte es jedoch anders kommen, denn sowohl in Europa als auch in den USA droht eine Politikblockade. Hauchdünne Mehrheiten, innerparteiliche Machtkämpfe und unregierbare Länder wie Spanien, wo die dritten Neuwahlen in diesem Jahr drohen, sind eine Hypothek auf die Zukunft. Es muss nicht automatisch zum großen Knall an den Börsen kommen, in Spanien z.B. halten sich die Kurse angesichts des Polit-Desasters vergleichsweise gut. Das zeigt, dass Aktien robuster gegen Polit-Theater sind als viele glauben!
Erfolgreiche Investments,
Stefan Böhm
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