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E.ON: Endlich so etwas wie Aufbruchsstimmung (Marc Schmidt)

Bild: © www.shutterstock.com, E.ON, EON, 360b / Shutterstock.com , 360b / Shutterstock.co

Autor:
Marc Schmidt

Die Börsenblogger ist das einfache und direkte Sprachrohr von Journalisten und deren Kollegen, die teils schon mit jahrzehntelanger Arbeits- und Börsenerfahrung aufwarten können. Auch als professionelle Marktteilnehmer. Letztlich sind wir alle Börsenfans. Aber wir vertreten in diesem Blog auch eine ganz simple Philosophie: Wir wollen unabhängig von irgendwelchen Analysten, Bankexperten oder Gurus schreiben, was wir zum aktuellen (Börsen-)Geschehen denken, was uns beschäftigt. Das kommt Ihnen, dem Leser, zu Gute.

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08.06.2016, 1944 Zeichen

Obwohl sich der Gesamtmarkt am Mittwoch nicht gerade von seiner besten Seite zeigte, konnte die E.ON-Aktie (WKN ENAG99) deutliche Kurszuwächse verbuchen und sich an die DAX -Spitze setzen. Auch die Anteilsscheine des Konkurrenten RWE (WKN 703712) konnten davon profitieren.

Schließlich kam es zuletzt nicht ganz so häufig vor, dass Anleger E.ON & Co zujubelten. Doch am Tag der diesjährigen Hauptversammlung herrschte seit langer Zeit mal wieder so etwas wie Aufbruchsstimmung. Dazu fand Konzernchef Johannes Teyssen auch gleich die passenden Worte: „Mit der größten Transaktion in der jüngeren europäischen Industriegeschichte schaffen wir heute nichts weniger als eine neue E.ON, die sich mit jeder Faser der Energiezukunft verschrieben hat. Und zugleich geben wir die Uniper auf einen eigenen, guten Weg.“

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Diesen Aufspaltungsplänen wollen sich Investoren nicht in den Weg stellen. Einen Wermutstropfen gab es dann aber doch. Schließlich muss das Unternehmen aus Rücksicht auf die Politik das Atomenergie-Geschäft behalten. Die gute Nachricht ist jedoch, dass auch die Atom-Frage bald geklärt werden könnte und die Energieversorger damit nicht mehr befürchten müssten, für zukünftige Kosten des Atomausstiegs aufzukommen.

Dazu sollen E.ON, RWE, EnBW und Vattenfall zu den bereits zurückgelegten Geldern in Höhe von etwa 17 Mrd. Euro für die Kosten der Endlagerung von radioaktivem Material weitere 6,14 Mrd. Euro als Risikoaufschlag zahlen. Die gesamte Summe von etwa 23,3 Mrd. Euro für die Zwischen- und Endlagerung des Atommülls soll bis 2022 in einen öffentlich-rechtlichen Fonds eingezahlt werden. Als Gegenleistung wären sie viele Sorgen los. Allerdings längst nicht alle.

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