14.12.2015, 2570 Zeichen
Adidas gehört zusammen mit Nike wohl zu den bekanntesten Sportwarenhersteller der Welt. Das DAX-30 Unternehmen schwächelte 2014, doch scheint in diesem Jahr wieder an seine Erfolgsgeschichte anknüpfen zu können.
Konzernchef Herbert Hainer erwartet für 2016 ein Rekordjahr durch einen Zuwachs der Verkäufe in den USA im zweistelligen Bereich. Er sorge sich in keinster Weise um die Zukunft. Im letzten Jahr war vor Allem das Geschäft in den USA das Sorgenkind. Nike Inc. konnte seinen Vorsprung zu dem deutschen Unternehmen immer weiter ausbauen und der Neuling UnderArmour lief Adidas den zweiten Rang ab. Zusätzlich fielen die Verkäufe in der Golf-Sparte schlechter aus als erwartet und der schwache Rubel sorgte für negative Währungseinflüsse. Deshalb mussten die Gewinnerwartungen im letzten Jahr sogar nach unten revidiert werden.
Herbert Hainer ist der am längsten amtierende Chef eines deutschen Blue-Chip Unternehmens. Den Forderungen mancher Aktionäre abzutreten kam er nicht nach, sondern betonte, dass er wie vertraglich vorgesehen erst im März 2017 abtreten werde. In den USA scheint seine aggressive Marketingstrategie Früchte zu tragen. Das Unternehmen aus Herzogenaurach erhöhte das Sponsoring von amerikanischen Athleten und Sportmannschaften und wendete 50% mehr Kosten für Marketing auf. Infolgedessen seien die Orderbücher für die USA voller als in den letzten 15 Jahren. Auch die Quartalszahlen der letzten Periode überzeugten. Die Aktie legte seit Jahresbeginn 55% zu und der Gewinn stieg im dritten Quartal um 10 Prozent. Allerdings wiesen auch die beiden größten Konkurrenten Nike und UnderArmour starke Quartalszahlen auf.
Für 2016 plant Adidas weitere Maßnahmen in den USA den Marktanteil auszubauen. In New York City soll ein neuer Flagship-Store auf der 5th Avenue eröffnet werden. Zudem sollen 600 shop-in-shops in Kooperation mit Dick's Sporting Goods Inc. eröffnet werden. Allerdings könnten steigende Löhne und Einkaufspreise den Gewinn von Adidas im nächsten Jahr verringern. Bei einer Konferenz erläuterte das Unternehmen, dass bereits Effizienzmaßnahmen geplant seien um dem entgegenzuwirken.
Analysten von Bloomberg setzen das 12-Monats-Kursziel auf 89,47 EUR. 17 Analysten setzten auf Buy, 20 auf Hold und 6 auf Sell. Da der weitere Kursverlauf der Aktie von einer Vielzahl konzernpolitischen, branchenspezifischen & ökonomischen Faktoren abhängig ist, sollten Anleger das Risiko bei ihren Investmententscheidungen berücksichtigen. Entwicklungen können jederzeit anders verlaufen als Anleger es erwarten, wodurch Verluste entstehen können.
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