04.12.2017, 4209 Zeichen
Auch zum Wochenschluss kam keine wirkliche Kauflaune auf, die Eurostärke und die Ungewissheit über den Ausgang der Steuerreform in den USA wirkten als Belastungsfaktor. 1,9% nach unten ging es für den Automobilsektor, nach unten gezogen von PSA mit minus 2,7% nach einer Abstufung durch Citigroup und durch Volkswagen mit einem Abschlag in gleichem Ausmaß, nachdem die Umsätze in den USA einen Dämpfer erlitten hatten. Ebenfalls unter negativen Analystenkommentaren hatte Sanofi zu leiden, eine Verkaufsempfehlung von Morgan Stanley brachte einen Abschlag von 2,3%. Novo Nordisk hingegen erlebte das Gegenteil, eine Kaufempfehlung brachte ein Plus von 1,0%. Deutlich zulegen konnte Lufthansa , bei der Übernahme der Air Berlin zeichnet sich eine Zustimmung der EU-Wettbewerbshüter ab wodurch die Aktie 1,4% höher schliessen konnte. Relativ wenig neue Daten werden diese Woche in der Eurozone vermeldet, heute steht das Sentix-Investorenvertrauen auf dem Programm, morgen folgen der PMI für Dienstleistungen für Spanien und Italien, am Mittwoch der Auftragseingang der deutschen Industrie, am Donnerstag die deutsche Industrieproduktion und am Freitag noch die für Frankreich.
Leicht im negativen Bereich beendete auch der ATX die Woche. Gegen den Trend zeigte sich die Vienna Insurance Group äußerst stark und schoss gleich 3,8% nach oben. Im Sog des Konkurrenten konnte auch Uniqa einen Tagesgewinn von 0,9% verbuchen und erreichte zwischenzeitlich den höchsten Stand seit Juni 2015. Gesucht waren auch Bawag (0,8% plus) und Raiffeisen (0,3% plus), während die Erste Group deutlich abgeben musste und 1,7% verlor. OMV meldete den Abschluss eines russischen Erdgasgelds, der Titel schloss mit einem leichten Zuwachs von 0,1%. FACC kündigte Investitionen im Ausmaß von bis zu 100 Millionen Euro in den nächsten drei Jahren in neue Technologien und Produkte an, der Titel verzeichnete trotzdem ein Minus von 1,8%. Deutlich abgeben musste auch Lenzing , für das Tagesminus von 2,6% war hauptsächlich eine Kurszielsenkung durch die RCB verantwortlich. Auch in Wien findet die Berichtssaison allmählich ihren Abschluss, am Dienstag wird noch Zumtobel Ergebnisse präsentieren.
Abgeben mussten auch die Börsen in den USA, hier waren hauptsächlich politische Meldungen bestimmend. Die Nachricht, dass Donald Trumps früherer Sicherheitsberater Michael Flynn sich schuldig bekannt hat, das FBI im Zuge der Russland-Affäre belogen zu haben, belastete am Freitag die US-Börse zwischenzeitlich erheblich. Die Aussichten auf eine Zustimmung des Senats zur Steuerreform dämmten dann aber die Verluste wieder deutlich ein (zur Einigung Details im letzten Absatz). Der Kurs von Autowerten wurde durch die gemeldeten Absatzzahlen bestimmt, für GM ging es 0,7% nach unten, FiatChrysler war nahezu unverändert und Ford konnte 0,5% zulegen. Ein Minus von 1,3% verbuchte der Chipkonzern Qualcomm, Gerüchte dass Broadcom das Übernahmeangebot nicht nachbessern will führten hier zu Verkäufen. In den USA wird heute der Auftragseingang in der Industrie gemeldet, morgen folgt der ISM-Index für Dienstleistungen, am Mittwoch der private ADP-Beschäftigungsbericht, ehe dann am Freitag mit dem Arbeitsmarktbericht die wohl wichtigste Veröffentlichung der Woche kommen wird.
Die Ölpreise konnten wieder zulegen, bei Brent fiel der Zuwachs mit 0,3% relativ bescheiden aus, wesentlich deutlicher hingegen Gewann WTI dazu, hier war am Tagesende ein Plus von 1,7% zu vermelden. Gold zeigte im späteren Handelsverlauf ziemliche Bewegung, gegen Ende wurden für eine Unze des Edelmetalls rund 1.280 US-Dollar bezahlt. Auch Euro und Dollar handelten auf Grund der Meldungslage relativ volatil, schlussendlich pendelte sich der Kurs bei einer Marke von rund 1,19 ein.
Vorbörslich sind die europ. Börsen stark positiv indiziert. Die US-Steuerreform (Version des Senats) wurde nachbörslich vom Senat mit knapper Mehrheit (51 der 52 Republikaner stimmten dafür) abgesegnet, damit ist der Weg frei für eine umfassende US-Steuerreform, die Versionen des "House" und des "Senats" müssen noch zusammengeführt werden, dies sollte die nächsten Wochen passieren. Die asiatischen Börsen schließen mehrheitlich im Plus. Von der Makroseite werden diverse Daten gemeldet.
Wiener Börse Party #1148: ATX macht nach schlechten Politik-Signalen wieder gut, FACC gesucht, kein Sound of Silence beim Trading Volume
Air Berlin Letzter SK: 0.00 ( 0.00%)
ATX
Uhrzeit:
Veränderung zu letztem SK: 0.03%
Letzter SK: 5800.23 ( 1.11%)
FACC
Uhrzeit: 23:00:21
Veränderung zu letztem SK: 0.46%
Letzter SK: 13.16 ( 0.30%)
Ford Motor Co.
Uhrzeit: 23:00:00
Veränderung zu letztem SK: 1.94%
Letzter SK: 9.81 ( -3.20%)
Gold Letzter SK: 9.81 ( -1.71%)
Lenzing
Uhrzeit: 23:00:21
Veränderung zu letztem SK: 0.21%
Letzter SK: 23.60 ( 0.21%)
Lufthansa
Uhrzeit: 23:00:53
Veränderung zu letztem SK: 3.28%
Letzter SK: 7.49 ( 2.21%)
Novo Nordisk
Uhrzeit: 21:57:45
Veränderung zu letztem SK: -0.01%
Letzter SK: 184.42 ( 0.00%)
OMV
Uhrzeit: 23:00:21
Veränderung zu letztem SK: -0.16%
Letzter SK: 61.75 ( 1.48%)
Sanofi
Uhrzeit: 23:00:54
Veränderung zu letztem SK: -3.96%
Letzter SK: 77.81 ( -2.52%)
Uniqa
Uhrzeit: 23:00:21
Veränderung zu letztem SK: 0.93%
Letzter SK: 16.08 ( 0.88%)
Volkswagen
Uhrzeit: 23:00:53
Veränderung zu letztem SK: 1.40%
Letzter SK: 86.00 ( -2.22%)
Zumtobel
Uhrzeit: 23:00:21
Veränderung zu letztem SK: -0.14%
Letzter SK: 3.55 ( -0.28%)
Bildnachweis
1.
Aktien auf dem Radar:Mayr-Melnhof, Flughafen Wien, AT&S, Austriacard Holdings AG, FACC, Lenzing, OMV, Telekom Austria, Marinomed Biotech, BTV AG, Bajaj Mobility AG, RBI, Strabag, voestalpine, Österreichische Post, Rosenbauer, Semperit, BKS Bank Stamm, Oberbank AG Stamm, Reploid Group AG, Amag, CA Immo, EuroTeleSites AG, CPI Europe AG, RHI Magnesita.
Random Partner
gettex
gettex ist ein Börsenplatz der Bayerischen Börse AG für alle Investorentypen – vom Retail-Anleger bis zum Vermögensverwalter und institutionellen Anleger. Auf gettex fallen grundsätzlich weder Maklercourtage noch Börsenentgelt an.
>> Besuchen Sie 55 weitere Partner auf boerse-social.com/partner
Latest Blogs
» Österreich-Depots: Etwas schwächer (Depot Kommentar)
» Börsegeschichte 5.5.: Extremes zu Agrana, Semperit, Verbund, Palfinger, ...
» Nachlese: Asta Energy Solutions AG, Markus Jordan ExtraETF, Andrea Lehwa...
» PIR-News zu zu RBI, Addiko, Andritz, Frequentis, Uniqa, Research zu Palf...
» ATX erholt sich nach politischem Gegenwind – Bankensteuer und Körperscha...
» Die Plauderläufe sind zurück (Christian Drastil)
» Wiener Börse Party #1148: ATX macht nach schlechten Politik-Signalen wie...
» Wiener Börse zu Mittag fester: FACC, Bawag und Uniqa gesucht
» LinkedIn-NL: Das Comeback der Plauderläufe
» Börse-Inputs auf Spotify zu u.a. AT&S, Polytec, Semperit
Useletter
Die Useletter "Morning Xpresso" und "Evening Xtrakt" heben sich deutlich von den gängigen Newslettern ab.
Beispiele ansehen bzw. kostenfrei anmelden. Wichtige Börse-Infos garantiert.
Newsletter abonnieren
Runplugged
Infos über neue Financial Literacy Audio Files für die Runplugged App
(kostenfrei downloaden über http://runplugged.com/spreadit)
per Newsletter erhalten
- Wiener Börse Nebenwerte-Blick: RHI Magnesita am b...
- Wiener Börse: ATX legt am Dienstag 1,11 Prozent zu
- Wie Marinomed Biotech, RHI Magnesita, Bajaj Mobil...
- Wie voestalpine, RBI, Strabag, AT&S, Österreichis...
- Österreich-Depots: Etwas schwächer (Depot Kommentar)
- Börsegeschichte 5.5.: Extremes zu Agrana, Semperi...
Featured Partner Video
Börsepeople im Podcast S24/14: Christoph Holly
Christoph Holly ist Führungskräfte-Trainer, Unternehmer und im Gründungsjahr des ATX geboren. Mir taugt, dass sich Christoph im Alter von 20 selbstständig gemacht hat und dann erst Kunden gesucht h...
Books josefchladek.com
Ryuji Miyamoto
Kobe 1995 After the Earthquake
1995
Telescope
Matteo Girola
Viewfinders
2025
Studiofaganel
Bertien van Manen
Let's Sit Down Before We Go
2011
MACK
Yusuf Sevinçli
Oculus
2018
Galerist & Galerie Filles du Calvaire
