01.11.2017, 4778 Zeichen
Nach einer kleinen Verschnaufpause meldete sich die Amazon -Aktie nun mit einem Paukenschlag zurück. Trotzdem bleibt es fraglich, ob der Höhenflug der vergangenen Jahre unvermindert fortgesetzt werden kann.
Während die US-Börsen neue Rekordstände erklimmen konnten, erlebte die Amazon-Aktie im Sommer und Herbst dieses Jahres eine Schwächeperiode. Anleger machten sich Sorgen, dass die enormen Wachstumsinvestitionen die jüngsten Fortschritte auf der Ergebnisseite zunichtemachen würden. Zu der Verbesserung der Gewinnsituation hatte zeitweise vor allem die stark wachsende und gleichzeitig sehr profitable Cloud-Sparte (AWS, Amazon Web Services) beigetragen. Neben der Frage, ob Amazon jemals ordentliche Gewinne einfahren wird, bleibt die exorbitant hohe Bewertung der Amazon-Aktie für viele Anleger ein Grund, das Papier zu meiden. Schließlich sieht man ein dreistelliges Kurs-Gewinn-Verhältnis nicht alle Tage. Mit dem am 26. Oktober vorgelegten Bericht für das dritte Quartal 2017 könnte Amazon jedoch für eine neue Initialzündung gesorgt haben.
Anleger zeigten sich angesichts der vorgelegten Zahlen derart begeistert, dass die Amazon-Aktie am Tag nach der Bekanntgabe der Zahlen den Börsenhandel mit einem Kursplus von 13 Prozent beendete. Das Unternehmen konnte innerhalb eines Tages etwas mehr als 60 Mrd. US-Dollar an Börsenwert hinzugewinnen. Erstmals schloss die Amazon-Aktie über der Marke von 1.100 US-Dollar. Zuvor hatte das Unternehmen für die Zeit zwischen Juli und September 2017 ein Umsatzplus im Vorjahresvergleich um 34 Prozent auf 43,7 Mrd. US-Dollar gemeldet. Zu dem starken Wachstum hatten unter anderem die übernommene Bio-Supermarktkette Whole Foods, die brummenden Geschäfte auf dem Online-Marktplatz und die Cloud-Sparte beigetragen. Während die Markterwartungen auf der Umsatzseite übertroffen wurden, wurden sie auf der Gewinnseite geradezu pulverisiert. Amazon meldete einen Gewinn von 256 Mio. US-Dollar bzw. 52 Cents je Aktie. Analysten rechneten laut Reuters im Schnitt gerade einmal mit einem Wert von 3 Cents. Und nun freut man sich bei Amazon auf das für den Handel so wichtige Weihnachtsgeschäft. Daher hat sich der Konzern für das vierte Quartal ebenfalls viel vorgenommen.
Für das laufende Quartal stellt Amazon ein Umsatzwachstum um 28 bis 38 Prozent auf 56,0 bis 60,5 Mrd. US-Dollar in Aussicht. Whole Foods soll rund 10 Prozentpunkte zu diesem Wachstum beitragen. Zudem sieht das Management positive Währungseffekte von knapp 3 Prozentpunkten. Analysten hatten zuletzt laut Reuters im Schnitt ein Umsatzplus von 34,7 Prozent auf 58,94 Mrd. US-Dollar prognostiziert, während der bereinigte Gewinn je Aktie ihrer Ansicht nach von 1,54 US-Dollar im Vorjahr auf nun 1,74 US-Dollar steigen soll. Das operative Ergebnis wird wiederum vonseiten des Amazon-Managements bei 300 Mio. US-Dollar bis 1,65 Mrd. US-Dollar gesehen, nach 1,3 Mrd. US-Dollar im entsprechenden Vorjahreszeitraum.
Wieder einmal hat Amazon eine breite Spanne vorgegeben. Selbst am oberen Ende der Spanne dürfte das operative Ergebnis für einige Investoren, die gehofft hatten, dass Amazon endlich mehr auf seine Kosten achten würde, enttäuschend sein. Zudem bleibt die Aktie alles andere als günstig. Die erreichte Fallhöhe ist enorm, so dass viele Investoren der Ansicht sein könnten, den Anschluss an die Kursrallye verpasst zu haben.
Spekulative Anleger, die jedoch steigende Kurse der Amazon-Aktie erwarten, könnten mit einem klassischen Optionsschein-Call der Deutschen Bank (WKN DM4SP7, Laufzeit bis zum 19.09.2018) auf ein solches Szenario setzen. Der Hebel dieses Optionsscheins liegt derzeit bei 16,32. Wer aber als spekulativer Anleger eher short-orientiert ist, könnte mit einem klassischen Optionsschein-Put der Deutschen Bank (WKN DM7UZG, aktueller Hebel 13,72; Laufzeit bis zum 19.09.2018) auf fallende Kurse der Amazon-Aktie setzen.
Stand: 30.10.2017
© Deutsche Bank AG 2017Bei dem vorliegenden Dokument handelt es sich um eine Werbemitteilung.Die in diesem Dokument enthaltenen Angaben stellen keine Anlageberatung dar. Weitere, ausführlichere Angaben zu den Wertpapieren einschließlich der Risiken sind den jeweiligen Basisprospekten, nebst etwaiger Nachträge („Basisprospekte“) sowie den jeweiligen Endgültigen Bedingungen zu entnehmen. Der Basisprospekt und die Endgültigen Bedingungen stellen das allein verbindliche Verkaufsdokument der Wertpapiere dar. Anleger können die Basisprospekte nebst den jeweiligen Endgültigen Bedingungen bei der Deutsche Bank AG, Mainzer Landstraße 11-17, 60329 Frankfurt am Main (Deutschland) kostenlos in Papierform und deutscher Sprache erhalten und unter www.xmarkets.de herunterladen.
Alle Meinungsäußerungen geben die aktuelle Einschätzung der Deutsche Bank AG wieder, die sich ohne vorherige Ankündigung ändern kann.
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