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Münchener Rück: Das Schöne an niedrigen Erwartungen (Michael Vaupel, Christoph Scherbaum)

© www.shutterstock.com

Autor:
Christoph Scherbaum

Die Börsenblogger ist das einfache und direkte Sprachrohr von Journalisten und deren Kollegen, die teils schon mit jahrzehntelanger Arbeits- und Börsenerfahrung aufwarten können. Auch als professionelle Marktteilnehmer. Letztlich sind wir alle Börsenfans. Aber wir vertreten in diesem Blog auch eine ganz simple Philosophie: Wir wollen unabhängig von irgendwelchen Analysten, Bankexperten oder Gurus schreiben, was wir zum aktuellen (Börsen-)Geschehen denken, was uns beschäftigt. Das kommt Ihnen, dem Leser, zu Gute.

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Eben hat die Münchener Rück (WKN: 843002 / ISIN: DE0008430026) (auch unter dem altdeutschen Begriff „Munich Re “ bekannt) die Zahlen zum zweiten Quartal bzw. den Halbjahresbericht veröffentlicht. Diese lassen sich mit einem Satz zusammenfassen: Nicht besonders gut – aber besser als erwartet!

Hier die Eckdaten: Die Münchener Rück hat im zweiten Quartal Bruttobeiträge in Höhe von 11,8 Mrd. Euro erzielt. Das war ein leichter Rückgang gegenüber dem Vorjahresquartal (11,928 Mrd. Euro). Wenn die Effekte von Wechselkursveränderungen rausgerechnet werden, dann entspricht dies einem Rückgang von 1,6%. Und was blieb unter dem Strich hängen?

Münchener-Rück-Chart: boerse-frankfurt.de

Münchener Rück: Gewinnziel für 2017 wird bestätigt

Der Konzerngewinn lag im zweiten Quartal den Angaben zufolge bei 733 Mio. Euro und damit deutlich unter dem Wert des Vorjahresquartals (974 Mio. Euro). Hier zeigt sich aber wieder einmal, dass es an den Börsen stark auf die „Erwartungen“ ankommt. Und die waren schlecht, ein deutlicher Rückgang des Konzerngewinns der Münchener Rück waren gewissermaßen „eingepreist“. Das ist das Schöne, wenn die Erwartungen niedrig sind: Es ist leichter, diese zu übertreffen. Insofern eröffnete die Münchener Rück-Aktie heute früh im Xetra-Handel auch erstmal im Plus, trotz des Gewinnrückgangs im zweiten Quartal. Wichtig ist da, dass der Vorstandsvorsitzende ausdrücklich das Gewinnziel für das Gesamtjahr (2,0 bis 2,4 Mrd. Euro) bestätigte. Und immerhin ist es auch ein Erfolg, dass die Münchener Rück beim Kapitalanlageergebnis von 3,2% vorweisen konnte. Das ist in den heutigen Niedrigstzins-Zeiten durchaus beachtlich.

Und hier noch das Zitat zum Tag:

„Da mein einziger Charakterfehler im Hang zu Saumseligkeit und Faulenzerei bestand, war die Gefahr nicht, dass ich etwas Übles, sondern dass ich gar nichts täte.“ – Michel de Montaigne

Ein Beitrag von Michael Vaupel

Michael Vaupel, diplomierter Volkswirt und Historiker (M.A.), Vollblut-Börsianer. Nach dem Studium Volontariat und Leitender Redakteur und Analyst diverser Börsenbriefe (Emerging Markets, Internet, Derivate, Rohstoffe). Er ist gefragter Interview- und Chatpartner (N24, CortalConsors). Ethisch korrektes Investieren ist ihm wichtig.
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(09.08.2017)

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Kristallkugel, Wahrsage, Prognose http://www.shutterstock.com/de/pic-241671154/stock-photo-shining-ball-in-human-hands.html, (© www.shutterstock.com)


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Der Konzerngewinn lag im zweiten Quartal den Angaben zufolge bei 733 Mio. Euro und damit deutlich unter dem Wert des Vorjahresquartals (974 Mio. Euro). Hier zeigt sich aber wieder einmal, dass es an den Börsen stark auf die „Erwartungen“ ankommt. Und die waren schlecht, ein deutlicher Rückgang des Konzerngewinns der Münchener Rück waren gewissermaßen „eingepreist“. Das ist das Schöne, wenn die Erwartungen niedrig sind: Es ist leichter, diese zu übertreffen. Insofern eröffnete die Münchener Rück-Aktie heute früh im Xetra-Handel auch erstmal im Plus, trotz des Gewinnrückgangs im zweiten Quartal. Wichtig ist da, dass der Vorstandsvorsitzende ausdrücklich das Gewinnziel für das Gesamtjahr (2,0 bis 2,4 Mrd. Euro) bestätigte. Und immerhin ist es auch ein Erfolg, dass die Münchener Rück beim Kapitalanlageergebnis von 3,2% vorweisen konnte. Das ist in den heutigen Niedrigstzins-Zeiten durchaus beachtlich.

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