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Starten DAX-Bären ihren Sommerurlaub? (Andreas Mueller, Christoph Scherbaum)


Autor:
Christoph Scherbaum

Die Börsenblogger ist das einfache und direkte Sprachrohr von Journalisten und deren Kollegen, die teils schon mit jahrzehntelanger Arbeits- und Börsenerfahrung aufwarten können. Auch als professionelle Marktteilnehmer. Letztlich sind wir alle Börsenfans. Aber wir vertreten in diesem Blog auch eine ganz simple Philosophie: Wir wollen unabhängig von irgendwelchen Analysten, Bankexperten oder Gurus schreiben, was wir zum aktuellen (Börsen-)Geschehen denken, was uns beschäftigt. Das kommt Ihnen, dem Leser, zu Gute.

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31.07.2017, 6339 Zeichen
Relativ wenig Bewegung gab es in der Vorwoche. Und dies trotz großer Datenflut. Wir befinden unsmitten in der globalen Quartals-Berichtssaison und hatten zudem mit der Notenbanksitzung der FED einen wichtigenTermin auf der Agenda. Dazu werde ich nun im Rückblick einige Worte mit entsprechenden Trading-Ideen noch einmal aufarbeiten. Die Themen dazu gab eshier im Blogals sehr gute Zusammenfassung schon. Danach folgt der gewohntecharttechnische Ausblick auf die neue Kalenderwoche zumMonatswechsel im DAX (WKN:846900/ ISIN: DE0008469008).Das GAP dominierte die Charts weiterhinWie eingangs angedeutet, wurden in der vergangenen Woche eine Vielzahl an Bilanzenveröffentlicht. Dieswaren durchausverschieden und nicht alle positiv. Auf der positiven Seite konnten Adidas , die Allianz und Volkswagen überraschen. Vom Gewinnanstieg im Vergleich zum Vorquartal auch die Deutsche Bank , doch diese leidet weiterhin unter Einsparungsdruck und den fehlenden Margen im Eigenhandel. Genau dies trifft nun auch die Deutsche Börse Group, welche sehr schlechte Zahlen vermeldete. Das Handelsblatt berichteteausführlich ->Über die Autowerte muss man nicht gesondert reden, denn diese standen in quasi allen Schlagzeilen am Pranger. Dazu gab es in dieser Wochezu Porscheauch etwas auf Trading-Treff. Hier ist noch kein Boden abzusehen und vor dem Hintergrund der politischen und rechtlichen Sachlage äußerst unklar. Das Thema sollte gesondert betrachtet werden.Im DAXstand die Frage lange Zeit im Raum: „GAP oder Bärenfalle?“. So titelte auch meineVorwochenanalysemit dem Verweis auf das Sommergewitter, was leider einige Börsianer in Deutschland massiv im eigenen Heim erreichte. Doch zurück zum entsprechenden Chartbild als Rückblick:Der Wochenstart sah im ersten Impuls nach einer Bärenfalle aus. Leichte Erholungstendenzen gaben den Bullen wieder Hoffnung und ließen den DAX am Dienstag im Fahrwasser der Wall Street im Trend leicht ansteigen. Das Ziel dieser Bewegung skizzierte ichgenau an der Abbruchkante am Dienstag:Aber erst am Mittwoch kamenwir letztlich dort an. Es wurde umgehend ein dynamischer Ausbruchsversuch gestartet. Die Oberkante des Frankreich-GAP’s aus dem April stand hier zur Disposition und im Blickfeld der Marktakteure. Doch dieser kurzfristige Ausbruchsversuch bis 12.34x Punkte wurde sehr schnell wieder eingefangen. Die Angst vor derFED-Sitzung am Abenddominierte wohl und hausgemachte Probleme, wie das Diesel-Kartell lagen schwer über den Kauforders. Am Abend wurde übrigens nicht von der FED und Janet Yellen an der Zinsschraube gedreht, was den EUR/USD noch einmal anfachte und ihn auf ein neues Mehrjahreshoch katapultierte. Somit kristallisierte sich zusehendst im DAX schon Mittagsheraus, dass es sich nur um einen Pullback an die Abrisskante handelte, wiehier im Forum von wallstree-online dargestellt:Für Freitag und nach den schlecht aufgenommenenAmazon -Quartalszahlen manifestierte sich diese Ansicht mit dem Pulback an der Abrisskante. Denn ein Durchbruch war ja nicht erfolgt!Dieser Verdachterhärtete sich zum Handelsstart am Freitag noch einmal. Dabei trat für mich dasGAP in den Vordergrund, was noch zu schließen war:In der Tat gelang dies im XETRA bis auf wenige Punkte – im DAX-Future wurde esgenau geschlossen! Danach folgte eine Erholung, die jedoch mehr zögerlich als dynamisch anzusehen war. Für den Freitag hieß dies: 11 Punkte Kursgewinn im DAX und auf Wochensicht noch immer 0,6 Prozent Kursverlust. Und das vor dem Hintergrund, dass die Wall Street neue Rekorde in Form von Allzeithochs feierte! Dort überzeugten (abgesehen von Amazon) 71 Prozent der Unternehmen und übertrafen die Erwartungen im S&P 500 bisher! Stellvertretend sind hierbei Facebook und Microsoft aus dem Technologiebereich zu nennen, aber auch General Motors aus der Autobranche undBoeing.Starten DAX-Bären ihren Sommerurlaub in der neuen Woche?Das seit Wochen hier immer wieder aufgezeigte GAP könnte seine Wirkung nun vollzogen und ausgereizt haben. Zumindest im DAX-Future wurde das GAP geschlossen, auf XETRA fehlten ein paar Punkte unter der 12.100 für einen sauberen Schluss. Dort sieht das Chartbild aktuell nun auf Basis 4 Stunden-Kerzen wie folgt aus:In einem Rutsch könnte dies womöglich noch einmal sauberer vollzogen werden. Immerhin sind die Abwärtstendenzen nicht zu übersehen und nun auch im Stundenchart (Basis 1 Stunde pro Kerze XETRA) optisch als Trendlinien sichtbar:Es fällt auf, dass wir hiervom großen Abwärtstrendschon sehr weit entfernt sind und auch der kleinere, sehr steil verlaufende Abwärtstrend, nicht unbedingt so weitergehen muss. In diesem Tempo wären wir sonst schon zur Wochenmitte unter 12.000 Punkten. Sicherlich möglich, wenn der Euro-Dollar weiterhin nach oben tendiert und die US-Märkte ein wenig Schwäche einleiten. Doch wie beim Wetter kann man hier auch positiv überrascht werden. Dies wäre der Fall, wenn wir den Abwärtstrend überwinden:Was wäre hier das Ziel? Starten DAX-Bären ihren Sommerurlaub, erreichen wir vermutlich dieAbrisskante aus dem großen Chartbildbzw. die obere Kante des GAP’s. Zur Orientierung als Zahl: 12.320-12.340 ist dieser Bereich und hier im Stundenchart (noch einmal herausgezoomt) optisch skizziert:An diesen beiden Marken orientiere ich mich folglich in der kommenden Handelswoche. Nicht viel anders als in der Vorwoche, doch dafür kann ich nichts. Der Markt gibt dies vor bzw. die Marktakteure mit ihren Handlungen.Als Trader sollte mandiesen Bewegungen folgen, sie nicht versuchen vorwegzunehmen und auch einmal mit kleinen Gewinnen zufrieden sein.Herzlichen Dank für Ihr Interesse und einen erfolgreichen Wochenstart,Ihr Andreas Mueller (Bernecker1977)Ein Beitrag von Andreas MuellerAndreas Mueller ist unter dem Pseudonym „Bernecker1977“ als Trader, Referent und Coach seit 2001 aktiv. Er handelt seit rund 20 Jahren Indizes, Devisen und Rohstoffe an der Börse mit Futures, Derivaten und CFDs. Dabei basiert sein Trading auf Sentimentdaten und Charttechnik. Als studierter Diplom-Kaufmann streut Andreas Mueller seine Erfahrungen u.a. auf wallstreet-online seit dem Jahr 2005 in den „Tages-Trading-Chancen“ ein und ist dort Ansprechpartner für alle börsenrelevanten Fragen. Auf dieboersenblogger.de analysiert er den DAX mit Hilfe der Charttechnik. Weitere Informationen erhalten Sie in seinem Facebook-Kanal und auf seinem Blog www.bernecker1977.de
(31.07.2017)


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adidas
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Uhrzeit:  19:02:21
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Letzter SK:  143.75 ( -5.71%)

Allianz
Akt. Indikation:  365.00 / 365.70
Uhrzeit:  19:02:21
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Letzter SK:  363.90 ( -1.65%)

Amazon
Akt. Indikation:  201.85 / 202.05
Uhrzeit:  19:04:51
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Letzter SK:  202.30 ( 2.06%)

Boeing
Akt. Indikation:  212.65 / 212.95
Uhrzeit:  19:04:37
Veränderung zu letztem SK:  -1.00%
Letzter SK:  214.95 ( 0.29%)

DAX Letzter SK:  214.95 ( 0.18%)
Deutsche Bank
Akt. Indikation:  32.94 / 33.05
Uhrzeit:  19:02:21
Veränderung zu letztem SK:  0.33%
Letzter SK:  32.89 ( -1.54%)

General Motors Company
Akt. Indikation:  67.22 / 67.36
Uhrzeit:  19:03:55
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Meta
Akt. Indikation:  556.10 / 556.70
Uhrzeit:  19:04:08
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Letzter SK:  557.50 ( 1.72%)

Microsoft
Akt. Indikation:  394.45 / 394.85
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Letzter SK:  394.70 ( 3.28%)

S&P 500 Letzter SK:  394.70 ( 0.03%)
Volkswagen
Akt. Indikation:  105.00 / 105.80
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Genau dies trifft nun auch die Deutsche Börse Group, welche sehr schlechte Zahlen vermeldete. Das Handelsblatt berichteteausführlich ->Über die Autowerte muss man nicht gesondert reden, denn diese standen in quasi allen Schlagzeilen am Pranger. Dazu gab es in dieser Wochezu Porscheauch etwas auf Trading-Treff. Hier ist noch kein Boden abzusehen und vor dem Hintergrund der politischen und rechtlichen Sachlage äußerst unklar. Das Thema sollte gesondert betrachtet werden.Im DAXstand die Frage lange Zeit im Raum: „GAP oder Bärenfalle?“. So titelte auch meineVorwochenanalysemit dem Verweis auf das Sommergewitter, was leider einige Börsianer in Deutschland massiv im eigenen Heim erreichte. Doch zurück zum entsprechenden Chartbild als Rückblick:Der Wochenstart sah im ersten Impuls nach einer Bärenfalle aus. Leichte Erholungstendenzen gaben den Bullen wieder Hoffnung und ließen den DAX am Dienstag im Fahrwasser der Wall Street im Trend leicht ansteigen. Das Ziel dieser Bewegung skizzierte ichgenau an der Abbruchkante am Dienstag:Aber erst am Mittwoch kamenwir letztlich dort an. Es wurde umgehend ein dynamischer Ausbruchsversuch gestartet. Die Oberkante des Frankreich-GAP’s aus dem April stand hier zur Disposition und im Blickfeld der Marktakteure. Doch dieser kurzfristige Ausbruchsversuch bis 12.34x Punkte wurde sehr schnell wieder eingefangen. Die Angst vor derFED-Sitzung am Abenddominierte wohl und hausgemachte Probleme, wie das Diesel-Kartell lagen schwer über den Kauforders. Am Abend wurde übrigens nicht von der FED und Janet Yellen an der Zinsschraube gedreht, was den EUR/USD noch einmal anfachte und ihn auf ein neues Mehrjahreshoch katapultierte. 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Immerhin sind die Abwärtstendenzen nicht zu übersehen und nun auch im Stundenchart (Basis 1 Stunde pro Kerze XETRA) optisch als Trendlinien sichtbar:Es fällt auf, dass wir hiervom großen Abwärtstrendschon sehr weit entfernt sind und auch der kleinere, sehr steil verlaufende Abwärtstrend, nicht unbedingt so weitergehen muss. In diesem Tempo wären wir sonst schon zur Wochenmitte unter 12.000 Punkten. Sicherlich möglich, wenn der Euro-Dollar weiterhin nach oben tendiert und die US-Märkte ein wenig Schwäche einleiten. Doch wie beim Wetter kann man hier auch positiv überrascht werden. Dies wäre der Fall, wenn wir den Abwärtstrend überwinden:Was wäre hier das Ziel? Starten DAX-Bären ihren Sommerurlaub, erreichen wir vermutlich dieAbrisskante aus dem großen Chartbildbzw. die obere Kante des GAP’s. Zur Orientierung als Zahl: 12.320-12.340 ist dieser Bereich und hier im Stundenchart (noch einmal herausgezoomt) optisch skizziert:An diesen beiden Marken orientiere ich mich folglich in der kommenden Handelswoche. Nicht viel anders als in der Vorwoche, doch dafür kann ich nichts. Der Markt gibt dies vor bzw. die Marktakteure mit ihren Handlungen.Als Trader sollte mandiesen Bewegungen folgen, sie nicht versuchen vorwegzunehmen und auch einmal mit kleinen Gewinnen zufrieden sein.Herzlichen Dank für Ihr Interesse und einen erfolgreichen Wochenstart,Ihr Andreas Mueller (Bernecker1977)Ein Beitrag von Andreas MuellerAndreas Mueller ist unter dem Pseudonym „Bernecker1977“ als Trader, Referent und Coach seit 2001 aktiv. Er handelt seit rund 20 Jahren Indizes, Devisen und Rohstoffe an der Börse mit Futures, Derivaten und CFDs. Dabei basiert sein Trading auf Sentimentdaten und Charttechnik. 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