31.07.2017, 3050 Zeichen
In den vergangenen Tagen gab es ja eine regelrechte „Zahlenflut“ von Unternehmensseite – diverse Aktiengesellschaften veröffentlichten ihre Quartalszahlen (bzw. Halbjahreszahlen). Darunter auch der Chemie-Riese BASF (WKN: BASF11 / ISIN: DE000BASF111). Und hier der Blick auf die Eckdaten:
Halbjahreszahlen BASF
- Der Umsatz kletterte im ersten Halbjahr 2017 gegenüber dem Vorjahreswert um 15% auf 33,121 Mrd. Euro
- Das Ebit vor Sondereinflüssen stieg gar um 30% auf 4,708 Mrd. Euro (Ebit = Ergebnis vor Zinsen und Steuern)
- Die Forschungs- und Entwicklungskosten gingen um 1% (oder rund 6 Mio. Euro) auf 892 Mio. Euro zurück
Quelle: Wichtige Kennzahlen BASF-Gruppe 1. Halbjahr 2017
BASF: Bereinigter Gewinn pro Aktie von 3,75 Euro
Was ich hingegen nicht so prickelnd finde: Die Netto-Finanzschulden sind bei BASF gegenüber dem Stand Ende 2016 (= 14,401 Mrd. Euro) auf 15,569 Mrd. Euro per 30.6.2017 gestiegen. Für das Gesamtjahr 2017 prognostiziert BASF nun einen Umsatzanstieg von mindestens 6%, und das Ebit vor Sondereinflüssen soll um mindestens 11% steigen. Nun gut, nach dem starken Anstieg im ersten Halbjahr lehnt man sich damit wohl nicht besonders weit aus dem Fenster (nicht falsch verstehen, finde ich gut, besser kaufmännische Vorsicht walten zu lassen).
Insgesamt also gute Zahlen, allerdings reagierte der Kurs der Aktie verschnupft. Wieso? Da waren wohl wieder einmal „hohe Erwartungen“ der Grund. Denn wenn schon im Vorfeld als ausgemacht gilt, dass es sehr gute Zahlen und eine Anhebung der Prognose geben wird, dann wird eben manchmal die angelsächsische Devise „sell on good news“ befolgt.
Und hier noch das Zitat zum Tag:
„Derjenige, der den biologischen Begriff des Wachstums so von Grund auf verfälscht in die Volkswirtschaft eingeführt hat, wusste nicht, was er hat. Er verwechselte die Unersättlichkeit menschlichen Besitzstrebens mit einem natürlichen Wachstum. Zum echten Wachstum gehört die Reife, das Alter, das Vergehen. Die Schöpfung hat dafür gesorgt, dass die Bäume nicht in den Himmel wachsen. Überall dort, wo in der Natur Lebenserscheinungen dicht an die Grenze der Unermesslichkeit stoßen, etwa bei den Milliardenschwärmen der Wanderheuschrecken, endet die Entwicklung im ebenso unermesslichen Massentod. Das Wachstum der Walfangflotten führte zum Massentod und zur weitgehenden Selbstvernichtung der Walindustrie. “ – Vitus B. Dröscher
Ein Beitrag von Michael Vaupel
Michael Vaupel, diplomierter Volkswirt und Historiker (M.A.), Vollblut-Börsianer. Nach dem Studium Volontariat und Leitender Redakteur und Analyst diverser Börsenbriefe (Emerging Markets, Internet, Derivate, Rohstoffe). Er ist gefragter Interview- und Chatpartner (N24, CortalConsors). Ethisch korrektes Investieren ist ihm wichtig.
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