21.06.2017, 2073 Zeichen
Die Maschinenfabrik Berthold Hermle AG verfügt nicht nur über einen langen Namen, sondern auch über eine saubere Dividenden-Historie. In über zwei Jahrzehnten haben die Aktionäre keinen einzigen Ausfall erlebt.
Das hat allerdings auch damit zu tun, dass es sich bei den börslich gehandelten Hermle-Anteilen um stimmrechtslose Vorzugsaktien handelt, auf die auch in ganz miesen Zeiten wie während der Finanzkrise eine Basis-Dividende von 0,85 Euro gezahlt wird. Dazu kommt ein vom aktuellen Geschäftsverlauf abhängiger Bonus – der um ein Vielfaches höher ist. Nur 2010 gab’s keinen Nachschlag.
Für 2016 schüttet Hermle Anfang Juli 12,85 Euro aus. Daraus errechnet sich auch nach dem jüngsten Kursanstieg auf über 300 Euro je Aktie eine Rendite von 4%. Diese resultiert primär aus der Ausschüttungsquote, die traditionell bei 80-90% und damit außerhalb des DividendenAdel-Korridors liegt. Aber die Aktie dieses typisch deutschen Unternehmens – Maschinenbauer, familiengeführt, grundsolide – kommt aufgrund der marginalen Börsenumsätze ohnehin nur für Spezialwerte-Fans in Betracht. Wer die Aktie hat (wie der Verfasser dieser Zeilen), gibt sie eben kaum wieder her.

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