08.02.2017, 4636 Zeichen
Facebook hat erneut einen Quartalsbericht voller Rekorde abgeliefert. Anleger zeigten sich geradezu begeistert. Es ist jedoch nicht in Stein gemeißelt, dass das Soziale Netzwerk dieses Tempo lange beibehalten kann.
Aufgrund der großen Verbreitung (Ende 2016 waren es weltweit 1,86 Milliarden Nutzer) steht Facebook im Mittelpunkt, wenn es derzeit um „Fake News“ oder den Kampf gegen Hetznachrichten im Internet geht. Wesentlich erfreulicher ist jedoch der Blick auf die anhaltenden Geschäftserfolge, die Konzernchef und Gründer Markt Zuckerberg Quartal für Quartal der präsentieren darf. Auch das am 1. Februar 2017 vorgelegte Zahlenwerk für das Schlussquartal und das Gesamtjahr 2016 fiel beeindruckend aus.
Zwischen Oktober und Dezember schossen die Umsatzerlöse um 51 Prozent auf 8,81 Mrd. US-Dollar. Der Nettogewinn stieg von 1,56 Mrd. US-Dollar im Vorjahreszeitraum auf 3,57 Mrd. US-Dollar. Sowohl auf der Umsatzseite als auch bei den Ergebnissen wurden die Markterwartungen klar geschlagen. Während Analysten laut Reuters-Konsens mit Umsätzen in Höhe von 8,51 Mrd. US-Dollar gerechnet hatten, trauten sie Facebook im Schnitt lediglich einen bereinigten Gewinn je Aktie von 1,31 US-Dollar zu. Der Konzern wies jedoch ein bereinigtes EPS von 1,41 US-Dollar aus.
Auf Gesamtjahressicht sehen die Ergebnisse noch beeindruckender aus. Während die 2016er-Umsätze um 54 Prozent auf 27,64 Mrd. US-Dollar gesteigert wurden, schoss der Nettogewinn um 177 Prozent auf 10,22 Mrd. US-Dollar nach oben. Facebook profitierte erneut von den hohen Werbeeinnahmen. Diese wurden durch die wachsenden Nutzerzahlen, den Boom des mobilen Internets oder neue Angebote wie Videoinhalte angekurbelt. In einer ersten Reaktion zeigten sich Börsianer begeistert.
2016 war Facebook auch in anderer Hinsicht sehr erfolgreich: In der am 1. Februar veröffentlichten Studie „Brand Finance Global 500“, die den Markenwert misst, konnte Facebook den größten Sprung nach vorne machen. Während Google erstmals seit 2011 Apple die Spitzenposition abnehmen konnte, verbesserte sich das Soziale Netzwerk mit einem Markenwert von 61,9 Mrd. US-Dollar von Platz 17 auf Rang 9. Dieser Sprung gelang dank eines Anstiegs des Markenwerts gegenüber der Vorjahresuntersuchung um 82 Prozent. Dabei bastelt Facebook längst auch an der Zukunft. Themen wie Virtual Reality werden immer wichtiger, so dass eines Tages die Abhängigkeit von der Internetwerbung zurückgehen könnte.
So lange die Internetwerbung für den Unternehmenserfolg unerlässlich bleibt, werden Anleger diese jedoch im Auge behalten müssen. Dabei ergeben sich einige natürliche Grenzen des Wachstums, die letztlich auch den Facebook-Aktienkurs negativ beeinflussen könnten. Facebook muss darauf achten, nicht zu viel Werbung zu schalten, um das Erlebnis für die Nutzer des Sozialen Netzwerks nicht zu verschlechtern. Darüber hinaus hat Facebook zuletzt ein enormes Wachstumstempo an den Tag gelegt. Dieses dürfte allein schon aufgrund der erreichten Größe abnehmen, so dass Anleger anfangs enttäuscht auf diese Verlangsamung reagieren könnten. Gleichzeitig investiert Facebook Milliardensummen in neue Geschäftsfelder. Einige von ihnen könnten sich später als teure Fehlschläge erweisen.
Spekulative Anleger, die steigende Kurse der Facebook-Aktie erwarten, könnten mit einem klassischen Optionsschein Call der Deutschen Bank (WKN DL9F6D, Laufzeit bis zum 13.06.2018) auf ein solches Szenario setzen. Der Hebel dieses Optionsscheins liegt derzeit bei 8,59. Wer aber als spekulativer Anleger eher short-orientiert ist, könnte mit einem klassischen Optionsschein Put der Deutschen Bank (WKN DL7GVL, aktueller Hebel 9,23; Laufzeit bis zum 13.12.2017) auf fallende Kurse der Facebook-Aktie setzen.
Stand: 07.02.2017
© Deutsche Bank AG 2017Bei dem vorliegenden Dokument handelt es sich um eine Werbemitteilung.Die in diesem Dokument enthaltenen Angaben stellen keine Anlageberatung dar. Weitere, ausführlichere Angaben zu den Wertpapieren einschließlich der Risiken sind den jeweiligen Basisprospekten, nebst etwaiger Nachträge („Basisprospekte“) sowie den jeweiligen Endgültigen Bedingungen zu entnehmen. Der Basisprospekt und die Endgültigen Bedingungen stellen das allein verbindliche Verkaufsdokument der Wertpapiere dar. Anleger können die Basisprospekte nebst den jeweiligen Endgültigen Bedingungen bei der Deutsche Bank AG, Große Gallusstraße 10-14, 60311 Frankfurt am Main (Deutschland) kostenlos in Papierform und deutscher Sprache erhalten und unter www.xmarkets.de herunterladen.
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