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ATX-Trends: Dem Kursfeuerwerk folgt die Zurückhaltung (Mario Tunkowitsch, Wiener Privatbank)

Autor:
Mario Tunkowitsch

Research Wiener Privatbank

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  • Nach dem Kursfeuerwerk im Dezember und dem starken Jahresauftakt halten sich die Anleger scheinbar derzeit etwas zurück und sind im Moment vorsichtig. Dadurch schlossen die meisten europäischen Börsen gestern nur mit kleinen Zuwächsen oder nahezu unverändert wie der DAX und der französische CAC40. Auch gute Konjunkturdaten konnten hier nur wenige Impulse vermitteln. Die gestern veröffentlichten EU-weiten Inflationszahlen bestätigten mit 1,1%, dass die EZB anscheinend die richtigen Mittel gefunden hat, die Inflation auf das gewünschte Niveau zurückzubringen. Vor allem wenn man bedenkt, dass die Kerninflation mit einem Zuwachs von 0,9% gemeldet wurde, was den Einfluss der Energiepreise weniger signifikant als allgemein angenommen werden lässt. Weiter im Aufwind waren die Banken, der EuroStoxx Bankenindex ist seit Jahresbeginn schon 4,1% im Plus. Von Autoverkaufszahlen, die im Dezember in Deutschland 4% über dem Vorjahresergebnis waren, konnten die Autobauer nicht profitieren. Zum einen waren sie schon mit starken Konjunkturdaten aus China und den USA nach oben gelaufen, zum andern wird den Dezemberzahlen als absatzschwachem Monat wenig Bedeutung zugemessen. Der ATX , am Vortag einer der stärksten europäischen Indices, musste leicht abgeben. Lenzing , der Vorjahresgewinner im ATX, setzte den Abwärtstrend mit einem weiteren Minus von 2,9% fort. Ebenfalls abgeben, gegen den europäischen Trend, musste Raiffeisen, trotz Kurszielerhöhung durch die Erste Group . Auch OMV und voestalpine mussten rund 1% abgeben, zulegen konnte hingegen die Erste Group mit einem Plus von 0,9%.
     
  • Auch in den USA schlossen die Börsen mit leichten Zuwächsen. Das Protokoll der letzten Fed-Sitzung brachte wenig Neues, daher richtet sich jetzt die Aufmerksamkeit der Investoren auf die Arbeitsmarktzahlen am Freitag. Hier könnte es weiteren Aufschluss über die zukünftige Politik der Fed geben. Zu den Gewinnern in den USA zählten die Autowerte, GM konnte nach starken Dezember-Absatzzahlen und einer deutlichen Reduktion der Lagerbestände 5,5% zulegen, auch Ford erzielte ein Plus von 4,6%, eventuell beflügelt von der Nachricht, dass nach Kritik des designierten Präsidenten vom Bau eines Autowerkes in Mexiko abgesehen wird.
     
  • Nach drei Verlustsitzungen in Folge konnten sich die Ölpreise gestern wieder erholen, auch unterstützt von Meldungen über Lieferprobleme in Nigeria. Sowohl WTI als auch Brent konnten jeweils 1,8% zulegen. Auch Gold setzte die jüngste Erholungsbewegung fort, unterstützt durch einen leicht nachgebenden US-Dollar und von einer steigenden Nachfrage der Schmuckindustrie in China und Indien. Der US-Dollar kam von seinen Hochs etwas zurück und schloss bei 1,049 gegen den Euro gestern, der Dollarindex musste ebenfalls 0,6% abgeben.
     
  • Die europäischen Aktienmärkte sind vorbörslich leicht negativ indiziert. In Asien musste der Nikkei nach dem starken Vortageszuwachs etwas abgeben. Zum einen waren es Gewinnmitnahmen, zum anderen der leicht stärkere Yen, der zu Verkäufen führte. Hong Kong verzeichnete ein deutliches Plus von mehr als 1%, während der chinesische Index nur wenig Veränderung zeigte. Für heute stehen der ADP Beschäftigtenreport, der einen ersten Hinweis auf Arbeitsmarktzahlen am Freitag geben könnte, und die Neuanträge auf Arbeitslosenhilfe am Programm. Ebenso wird der ISM für das Dienstleistungsgewerbe veröffentlicht.  Von der Unternehmensseite ist es heute relativ ruhig.

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ATX 3279 -0.97 % 3295 0.47% 11:08:05
DAX 13104 0.27 % 13159 0.42% 11:08:05
Dow 24652 0.58 % 24674 0.09% 11:08:05
Nikkei 22553 -0.62 % 22720 0.73% 11:08:05
Gold 1256 0.34 % 1255 -0.05% 23:00:00



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  • Nach dem Kursfeuerwerk im Dezember und dem starken Jahresauftakt halten sich die Anleger scheinbar derzeit etwas zurück und sind im Moment vorsichtig. Dadurch schlossen die meisten europäischen Börsen gestern nur mit kleinen Zuwächsen oder nahezu unverändert wie der DAX und der französische CAC40. Auch gute Konjunkturdaten konnten hier nur wenige Impulse vermitteln. Die gestern veröffentlichten EU-weiten Inflationszahlen bestätigten mit 1,1%, dass die EZB anscheinend die richtigen Mittel gefunden hat, die Inflation auf das gewünschte Niveau zurückzubringen. Vor allem wenn man bedenkt, dass die Kerninflation mit einem Zuwachs von 0,9% gemeldet wurde, was den Einfluss der Energiepreise weniger signifikant als allgemein angenommen werden lässt. Weiter im Aufwind waren die Banken, der EuroStoxx Bankenindex ist seit Jahresbeginn schon 4,1% im Plus. Von Autoverkaufszahlen, die im Dezember in Deutschland 4% über dem Vorjahresergebnis waren, konnten die Autobauer nicht profitieren. Zum einen waren sie schon mit starken Konjunkturdaten aus China und den USA nach oben gelaufen, zum andern wird den Dezemberzahlen als absatzschwachem Monat wenig Bedeutung zugemessen. Der ATX , am Vortag einer der stärksten europäischen Indices, musste leicht abgeben. Lenzing , der Vorjahresgewinner im ATX, setzte den Abwärtstrend mit einem weiteren Minus von 2,9% fort. Ebenfalls abgeben, gegen den europäischen Trend, musste Raiffeisen, trotz Kurszielerhöhung durch die Erste Group . Auch OMV und voestalpine mussten rund 1% abgeben, zulegen konnte hingegen die Erste Group mit einem Plus von 0,9%.
     
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