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Lufthansa: Alles gut? (Michael Vaupel, Marc Schmidt)

Bild: © Dirk Herrmann, Lufthansa

Autor:
Marc Schmidt

Die Börsenblogger ist das einfache und direkte Sprachrohr von Journalisten und deren Kollegen, die teils schon mit jahrzehntelanger Arbeits- und Börsenerfahrung aufwarten können. Auch als professionelle Marktteilnehmer. Letztlich sind wir alle Börsenfans. Aber wir vertreten in diesem Blog auch eine ganz simple Philosophie: Wir wollen unabhängig von irgendwelchen Analysten, Bankexperten oder Gurus schreiben, was wir zum aktuellen (Börsen-)Geschehen denken, was uns beschäftigt. Das kommt Ihnen, dem Leser, zu Gute.

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16.12.2016, 2270 Zeichen

Interessante Zahlen zu den jüngsten Piloten-Streiks bei der Lufthansa (WKN: 823212 / ISIN: DE0008232125): Denn die Lufthansa hat inzwischen die Passagier-Zahlen für November veröffentlicht. In dem Monat hatte die Vereinigung Cockpit e.V. (VC) laut Lufthansa an sechs Tagen zum Streik aufgerufen, rund. 4.500 Flüge waren demnach bei der Lufthansa ausgefallen.

Lufthansa-Chart: finanztreff.de

Bei den Passagierzahlen für November war davon aber auf den ersten Blick gar nichts zu sehen: Denn die Lufthansa Group konnte eigenen Angaben zufolge im November mit ca. 7,6 Mio. Passagieren 5,9% mehr als im entsprechenden Vorjahresmonat befördern. Hier wirkte es sich positiv auf, dass einige der bestreikten Lufthansa-Flüge durch Ersatzflüge von Austrian Airlines und SWISS ersetzt werden konnten. Entsprechend vermeldete Austrian Airlines ein Plus für die Zahl der im November beförderten Passagiere von satten 10,9%.

Austrian Airlines konnte viele bestreikte Lufthansa-Flüge ersetzen

Mit anderen Worten: Austrian konnte davon profitieren, dass Lufthansa-Flüge bestreikt wurden. Aber da sowohl Lufthansa als auch SWISS als auch Austrian Airlines zum selben Konzern gehören, ist das mehr oder weniger eine „interne“ Verrechnung. Insgesamt gut sieht die Auslastung der Lufthansa Group aus: Diese soll um 0,5 Prozentpunkte auf 75,8% gestiegen sein. Also alles gut? Nicht ganz. Denn so ganz spurlos gingen die Streiks dann doch nicht an der Lufthansa Group vorbei. Die Lufthansa spricht von Kosten im Bereich 100 Mio. Euro für die Streiks, was das Ergebnis im vierten Quartal entsprechend belasten dürfte. Da es aber operativ (Passagierzahlen, Auslastung…) recht gut lief, ist dies für den Konzern verkraftbar.

Und hier noch das Zitat zum Tag:

„Nicht, wer wenig hat, sondern wer viel wünscht, ist arm.“ – Seneca

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Michael Vaupel, diplomierter Volkswirt und Historiker (M.A.), Vollblut-Börsianer. Nach dem Studium Volontariat und Leitender Redakteur und Analyst diverser Börsenbriefe (Emerging Markets, Internet, Derivate, Rohstoffe). Er ist gefragter Interview- und Chatpartner (N24, CortalConsors). Ethisch korrektes Investieren ist ihm wichtig.
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