04.11.2016, 4393 Zeichen
Nach Amazon , Netflix und Google /Alphabet hat nun auch Facebook als letztes der vier FANG-Unternehmen die Geschäftsergebnisse für das dritte Quartal 2016 präsentiert. Ähnlich wie im Fall des Online-Händlers Amazon waren es nicht die jüngsten Zahlen, die Anleger enttäuscht hatten, sondern vielmehr der Ausblick.
Am Abend des 2. November, nach der Bekanntgabe der neuesten Geschäftsergebnisse, hatte Facebook-CFO David Wehner davon gesprochen, dass das Umsatzwachstum des Konzerns merklich zurückgehen könnte. Ein Grund seien die nicht unbegrenzt vorhandenen Möglichkeiten, Werbung auf dem Sozialen Netzwerk zu schalten, ohne dabei das Erlebnis für die Facebook-Nutzer zu mindern. Außerdem stellte er für das Geschäftsjahr 2017 deutliche Ausgabensteigerungen in Aussicht, die die Gewinne belasten könnten. Aufgrund der Grenzen, die Facebook beim Schalten von Werbeanzeigen erreicht hätte, müsste das Unternehmen nun viel Geld aufwenden, um neue Einnahmequellen zu erschließen. Dazu gehört insbesondere der Bereich Virtual Reality mit dem von Facebook 2014 übernommenen Unternehmen Oculus VR.
Bei einem reinen Blick auf die jüngsten Quartalszahlen schien jedoch alles in Butter zu sein. Zwischen Juli und September konnte Facebook die Umsatzerlöse gegenüber dem Vorjahr um 56 Prozent auf 7,01 Mrd. US-Dollar steigern. Der Nettogewinn kletterte sogar von 896 Mio. US-Dollar im Vorjahr auf 2,38 Mrd. US-Dollar (+166 Prozent). Damit wurden die Markterwartungen übertroffen. Die Reuters-Konsensschätzungen lagen auf der Umsatzseite bei 6,92 Mrd. US-Dollar, während Analysten im Schnitt einen bereinigten Gewinn je Aktie in Höhe von 97 Cents erwartet hatten. Facebook erreichte jedoch 1,09 US-Dollar.
Wichtigster Wachstumstreiber waren erneut die Werbeeinnahmen. Diese konnten sogar um 59 Prozent gesteigert werden. Hierbei profitierte Facebook in besonderer Weise von der zunehmenden Verbreitung des mobilen Internets. Die mobilen Werbeeinnahmen stiegen um 78 Prozent und machten inzwischen rund 84 Prozent der gesamten Werbeerlöse aus. Beeindruckend fielen auch die Nutzerzahlen aus. Insgesamt sind es derzeit 1,79 Milliarden User, die sich mindestens einmal im Monat bei Facebook einloggen. Noch deutlichere Verbesserungen wurden bei den täglichen Nutzern und den mobilen Usern erzielt. Gerade diese waren zuletzt gemeinsam mit der Verbreitung weiterer Video-Inhalte für das Unternehmenswachstum wichtig.
Facebook hat für das dritte Quartal starke Ergebnisse präsentiert und die jüngste Erfolgsserie fortgesetzt. Allerdings haben die Aussichten auf höhere Kosten und ein geringeres Umsatzwachstum für eine unsichere Zukunft gesorgt. Zumal gerade das Wachstum bei den so wichtigen Werbeeinnahmen aufgrund der nicht unendlich vorhandenen Möglichkeiten Anzeigen zu schalten, begrenzt sein könnte. Außerdem bleibt die Frage, inwieweit die Facebook-Werbung wirksam ist. Es könnte die Gefahr bestehen, dass wichtige Werbekunden aufgrund mangelnder Erfolgsaussichten abspringen.
Spekulative Anleger, die steigende Kurse der Facebook-Aktie erwarten, könnten mit einem Wave XXL-Call der Deutschen Bank (WKN DL3YQZ) auf ein solches Szenario setzen. Der Hebel dieses Open-End-Papiers liegt derzeit bei 3,56, die Knock-Out-Schwelle bei 90,90 US-Dollar. Wer aber als spekulativer Anleger eher short-orientiert ist, könnte mit einem Wave XXL-Put der Deutschen Bank (WKN DL6GSA, aktueller Hebel 3,28; Knock-Out-Schwelle bei 151,95 US-Dollar) auf fallende Kurse der Facebook-Aktie setzen.
Stand: 03.11.2016
© Deutsche Bank AG 2016Bei dem vorliegenden Dokument handelt es sich um eine Werbemitteilung.Die in diesem Dokument enthaltenen Angaben stellen keine Anlageberatung dar. Weitere, ausführlichere Angaben zu den Wertpapieren einschließlich der Risiken sind den jeweiligen Basisprospekten, nebst etwaiger Nachträge („Basisprospekte“) sowie den jeweiligen Endgültigen Bedingungen zu entnehmen. Der Basisprospekt und die Endgültigen Bedingungen stellen das allein verbindliche Verkaufsdokument der Wertpapiere dar. Anleger können die Basisprospekte nebst den jeweiligen Endgültigen Bedingungen bei der Deutsche Bank AG, Große Gallusstraße 10-14, 60311 Frankfurt am Main (Deutschland) kostenlos in Papierform und deutscher Sprache erhalten und unter www.xmarkets.de herunterladen.
Alle Meinungsäußerungen geben die aktuelle Einschätzung der Deutsche Bank AG wieder, die sich ohne vorherige Ankündigung ändern kann.
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Wiener Börse Party #1089: ATX nach Rücksetzer wieder etwas erholt; Verbund und Bawag (auch nach Ende Rückkaufprogramm) gesucht
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