Ich stimme der Verwendung von Cookies zu. Auch wenn ich diese Website weiter nutze, gilt dies als Zustimmung.

Bitte lesen und akzeptieren Sie die Datenschutzinformation und Cookie-Informationen, damit Sie unser Angebot weiter nutzen können. Natürlich können Sie diese Einwilligung jederzeit widerrufen.





ATX-Trends: Andritz überrascht, die Erste Group nicht (Mario Tunkowitsch, Wiener Privatbank)

04.11.2016, 7250 Zeichen
  • Die Angst vor einem möglichen Wahlsieg von Donald Trump nächste Woche in den USA lässt die Anleger nach wie vor abwarten und setzte die europäischen Börsen erneut unter Druck. Zwar führt in den Umfragen nach wie vor Hillary Clinton, doch die Investoren wollen dieses Mal scheinbar besser gerüstet sein als vor der negativen Brexit-Überraschung und treten in Käuferstreik. Neben diesem Hauptthema sorgt in Europa nach wie vor die Berichtssaison für Kursausschläge bei einzelnen Titeln. So schnellten beispielsweise in Deutschland die Aktien von Beiersdorf 4,6 % nach oben, nachdem der Ausblick für das Gesamtjahr erhöht worden war. Federn lassen musste hingegen Adidas . Obwohl der im bisherigen Jahresverlauf stärkste Dax -Titel Zahlen präsentierte, die überwiegend im Rahmen der Erwartungen lagen, nahmen viele Investoren Gewinne mit und ließen die Aktie 6,2 % einbrechen da die Geschäftszahlen erstmals seit längerem die Analystenerwartungen nicht übertrafen.
     
  • Gegen den Trend im europäischen Umfeld sehr stark präsentierte sich Wien. Der ATX konnte sich deutlich erholen und 1,7% zulegen. Auf Unternehmensebene rückten am heimischen Markt Polytec , AMAG und AT&S mit präsentierten Quartalszahlen in den Fokus. Die Polytec-Aktien reagierten auf die Zahlenvorlage mit einem satten Kursplus von 8,3 %. AMAG-Anteilsscheine verbuchten ein hingegen ein kleines Minus von 0,3 %. Obwohl der Umsatz trotz gestiegenen Absatzes auf Grund des niedrigen Aluminiumpreise zurückging, wurde von Anlegern positiv bewertet, dass der Aluminiumkonzern seinen Ausblick angehoben hat. AT&S schlossen unverändert. Der steirische Leiterplattenhersteller verwies auf ein deutlich besser verlaufenes 2. Quartal, aber insgesamt hat das Unternehmen die Anlaufeffekte des Projektes Chongqing in China deutlich zu spüren bekommen. Ebenfalls ein deutliches Kursplus von 3,7% verbuchte Raiffeisen, nachdem die polnische Leasinggesellschaft Raiffeisen Leasing Polska um 200 Mio Euro, deutlich über dem Buchwert, an die PKO Leasing verkauft werden konnte.
     
  • Für zusätzliches Aufsehen in Europa sorgte die Entscheidung eines britischen Gerichtes, dass die Regierung vor einem Brexit-Antrag bei der EU zuerst das Parlament zu befragen hätte. Das britische Pfund konnte daraufhin gegen den USD mehr als 1% zulegen und handelte knapp bei 1,25. Allerdings hat die Regierung bereits angekündigt, gegen diesen Gerichtsentscheid berufen zu wollen. Auch in den USA tendierten die Börsen, getrieben vom Schreckgespenst Donald Trump, langsam aber stetig nach unten. Der S&P 500 schloss den achten Tag in Folge negativ, das ist die längste Abwärtstendenz seit Oktober 2008, allerdings waren damals die Verlusttage viel stärker ausgeprägt. Die Makrodaten zeigten ein leicht positives Bild, fielen aber doch gemischt aus. Die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe wurden über den Erwartungen (265.000, erwartet waren 256.000) gemeldet, blieben aber nach wie vor deutlich unter der Marke von 300.000 Anträgen. Der ISM-Index für das Dienstleistungsgewerbe war unter den Erwartungen, wobei aber etliche Sektoren im Index als durchaus positiv eingestuft wurden. Die Produktivität konnte hingegen mit 3,1% Zuwachs im Quartal deutlich mehr zulegen als erwartet, und auch die Auftragseingänge der Industrie wurden das dritte Monat in Folge mit Zuwächsen gemeldet. Mit Spannung wartet der Markt auf den heutigen Arbeitsmarktbericht. Ökonomen rechnen mit einem Stellenplus von 173.000 außerhalb der Landwirtschaft. Bei der Arbeitslosenquote erwarten die Volkswirte einen Rückgang von 5,0 auf 4,9%. Im September waren 156.000 Arbeitsplätze entstanden.
     
  • Öl setzte die jüngste Talfahrt fort, da nach den bärischen Meldungen des Vortages positive Impulse fehlten. Und Gold konnte nach wie vor von der allgemeinen Unsicherheit profitieren du die Marke von USD 1.300 verteidigen, auch gegen einen leicht stärkeren US-Dollar.
    Die asiatischen Börsen konnten hingegen leicht zulegen, allerdings war die Börse in Tokio feiertagsbedingt geschlossen. Die Daten aus China sind weiterhin stabil und das Land befindet sich weiterhin auf  einem soliden Wachstumskurs. Der Einkaufsmanagerindex aus China lag mit 52,4 Punkten wieder deutlich über der Wachstumsschwelle von 50 Zählern, und der Leitindex in Shanghai schloss mit 0,8 % im Plus.
     
  • Die europäischen Aktienmärkte sind vorbörslich unverändert indiziert. Die asiatischen Börsen schließen uneinheitlich. Von der Makroseite steht der US-Arbeitsmarkt für Oktober im Fokus. Heute Früh berichteten BMW (im Rahmen der Erwartungen), Commerzbank (leicht über Erwartungen), Richemont (über Erwartungen). Von der Unternehmensseite meldeten in Österreich Andritz und Erste Bank die Zahlen (Details siehe unten).

UNTERNEHMEN

Erste Group Bank AG 

Das ATX-Schwergewicht legte heute Morgen Q3/16 Zahlen vor, die im Rahmen der Analystenerwartungen ausfielen. Das Nettozinsergebnis ging ggü. dem Vorjahr leicht zurück auf €1,1Mrd., vor allem aufgrund des anhaltenden Niedrigzinsumfeldes und des Abbaus der faulen Kredite über Verkäufe. Das Kommissionsergebnis ging um 4,5% zurück ggü. dem Vorjahr auf €434,9Mio., während das Handelsergebnis angehoben werden konnte auf €84,1Mio. nach €56,4Mio. im Vorjahr. Da aufgrund höherer IT- und Personalkosten die operativen Aufwendungen anstiegen, ging das operative Ergebnis um knapp 10% zurück auf €660,4Mio. Die Rückstellungen für faule Kredite lagen mit €37,4Mio. jedoch auf einem sehr niedrigen Niveau, wodurch das Nettoergebnis deutlich gesteigert werden konnte auf €337,4Mio. nach €276,9Mio. im Vorjahr. Die NPL-Quote konnte nochmals verbessert werden auf 5,5% nach 7,4% im Vorjahr bzw. 5,8% im Q2/16, die harte Kernkapitalquote (CET1, phased-in) betrug 13,2%. Für das Gesamtjahr 2016 rechnet die Firma weiterhin mit einem Return on Tangible Equity (ROTE) von 12%, die Dividende soll verdoppelt werden auf €1/Aktie. Für 2017 geht das Unternehmen von bestenfalls stagnierenden Umsätzen aus (unter der Annahme eines soliden Kreditwachstums von +5%). Neben einer Kosteninflation von 1-2% aufgrund von Digitalisierung rechnet die Firma auch mit einem Anstieg der Risikokosten vom historisch niedrigen Niveau des Jahres 2016. Als ROTE wird dementsprechend ein Wert über 10% angepeilt.

Q3/16: Nettozinsergebnis €1,1Mrd. (1,1e); Operatives Ergebnis: €660,4Mio. (671,5e); Risikovorsorgen: €37,4Mio. (74,8e); Nettoergebnis: €337,4Mio. (334,9e) 

Andritz AG

legte heute Morgen die Ergebnisse für das Q3/16 vor. Der Umsatz sank dabei erwartungsgemäß ggü. dem Vorjahr auf €1,5Mrd. (Vj.: €1,6Mrd.), was vor allem auf niedrigere Umsätze im Bereich Hydro zurückzuführen ist. Gleichzeitig konnte jedoch der Austragseingang deutlich gesteigert werden auf €1,5Mrd. nach €1,2Mrd. im Vorjahr, wodurch der Auftragsstand angehoben werden konnte auf €7Mrd. Das EBITDA lag mit €133,9Mio. in etwa auf dem Niveau des Vorjahres, während das EBIT mit €98,8Mio. leicht zurückging. Aufgrund eines besseren Finanzergebnisses konnte das Nettoergebnis um 9,6% verbessert werden auf €73,9Mio. Der Ausblick für das Gesamtjahr blieb unverändert: Die Firma geht weiterhin von einem Umsatzrückgang aus, die Profitabilität soll sich jedoch zufriedenstellend entwickeln.

 

Umsatz: €1,5Mrd. (1,5e); EBITDA: €133,9Mio. (128,7e); EBIT: €109,1Mio. (100,4e); Konzernergebnis: €73,9Mio. (72,4e)


(04.11.2016)

BSN Podcasts
Christian Drastil: Wiener Börse Plausch

Wiener Börse Party #1090: ATX stark, RBI vorne, Vorstandsangelegenheiten bei der Oberbank, Real Money von 10k auf 150k




adidas
Akt. Indikation:  153.65 / 154.25
Uhrzeit:  23:00:17
Veränderung zu letztem SK:  0.72%
Letzter SK:  152.85 ( 0.66%)

Amag
Akt. Indikation:  25.70 / 26.70
Uhrzeit:  23:00:17
Veränderung zu letztem SK:  0.77%
Letzter SK:  26.00 ( -1.14%)

Andritz
Akt. Indikation:  72.40 / 72.95
Uhrzeit:  23:00:01
Veränderung zu letztem SK:  0.10%
Letzter SK:  72.60 ( 2.69%)

ATX
Akt. Indikation:  5753.40 / 5753.40
Uhrzeit: 
Veränderung zu letztem SK:  -0.00%
Letzter SK:  5753.52 ( 1.55%)

Beiersdorf
Akt. Indikation:  102.70 / 103.20
Uhrzeit:  23:00:17
Veränderung zu letztem SK:  -0.34%
Letzter SK:  103.30 ( -1.29%)

BMW
Akt. Indikation:  88.12 / 88.54
Uhrzeit:  23:00:17
Veränderung zu letztem SK:  -0.12%
Letzter SK:  88.44 ( -0.56%)

Commerzbank
Akt. Indikation:  35.37 / 35.49
Uhrzeit:  23:00:17
Veränderung zu letztem SK:  4.18%
Letzter SK:  34.01 ( 0.65%)

DAX Letzter SK:  34.01 ( 0.94%)
Gold Letzter SK:  34.01 ( 2.11%)
Polytec Group
Akt. Indikation:  4.02 / 4.12
Uhrzeit:  23:00:03
Veränderung zu letztem SK:  0.00%
Letzter SK:  4.07 ( -3.10%)

S&P 500 Letzter SK:  4.07 ( 1.97%)


 

Bildnachweis

1.

Aktien auf dem Radar:AT&S, Andritz, Lenzing, EuroTeleSites AG, Austriacard Holdings AG, Addiko Bank, Österreichische Post, Telekom Austria, voestalpine, Porr, Kapsch TrafficCom, Rosgix, Polytec Group, Josef Manner & Comp. AG, Rath AG, Rosenbauer, VIG, Wolftank-Adisa, Zumtobel, Wienerberger, Palfinger, RHI Magnesita, BKS Bank Stamm, Oberbank AG Stamm, SW Umwelttechnik, Reploid Group AG, Athos Immobilien, Marinomed Biotech, Agrana, Amag, CA Immo.


Random Partner

Palfinger
Palfinger zählt zu den international führenden Herstellern innovativer Hebe-Lösungen, die auf Nutzfahrzeugen und im maritimen Bereich zum Einsatz kommen. Der Konzern verfügt über 5.000 Vertriebs- und Servicestützpunkte in über 130 Ländern in Europa, Nord- und Südamerika sowie Asien.

>> Besuchen Sie 59 weitere Partner auf boerse-social.com/partner


 Latest Blogs

» Österreich-Depots: Starker Wochenstart mit Rekorden (Depot Kommentar)

» Börsegeschichte 9.2.: Extremes zu UBM (Börse Geschichte) (BörseGeschichte)

» Nachlese: Gunter Deuber, Matteo Rosoli, mumak.me, win2day (audio cd.at)

» PIR-News: Strabag, RBI (Christine Petzwinkler)

» Diashow bisherige Number One Award Übergaben (Christian Drastil)

» Wiener Börse Party #1090: ATX stark, RBI vorne, Vorstandsangelegenheiten...

» Wiener Börse zu Mittag fester: Austriacard, RBI und Flughafen Wien gesucht

» ATX-Trends: DO & CO, Porr, RBI, Andritz, Mayr-Melnhof ...

» Börse-Inputs auf Spotify zu u.a. Gunter Deuber Raiffeisen Research

» Börsepeople im Podcast S23/12: Matteo Rosoli


Useletter

Die Useletter "Morning Xpresso" und "Evening Xtrakt" heben sich deutlich von den gängigen Newslettern ab. Beispiele ansehen bzw. kostenfrei anmelden. Wichtige Börse-Infos garantiert.

Newsletter abonnieren

Runplugged

Infos über neue Financial Literacy Audio Files für die Runplugged App
(kostenfrei downloaden über http://runplugged.com/spreadit)

per Newsletter erhalten


Meistgelesen
>> mehr





PIR-Zeichnungsprodukte
Newsflow
>> mehr

Börse Social Club Board
>> mehr
    wikifolio-Trades Austro-Aktien 22-23: Kontron(2), VIG(1)
    wikifolio-Trades Austro-Aktien 21-22: Kontron(1)
    Smeilinho zu Strabag
    Smeilinho zu RBI
    Smeilinho zu RBI
    Smeilinho zu Strabag
    wikifolio-Trades Austro-Aktien 20-21: Palfinger(1)
    wikifolio-Trades Austro-Aktien 19-20: Frequentis(1), Kontron(1)
    wikifolio-Trades Austro-Aktien 18-19: voestalpine(1)

    Featured Partner Video

    Wiener Börse Party #1090: ATX stark, RBI vorne, Vorstandsangelegenheiten bei der Oberbank, Real Money von 10k auf 150k

    Die Wiener Börse Party ist ein Podcastprojekt für Audio-CD.at von Christian Drastil Comm.. Unter dem Motto „Market & Me“ berichtet Christian Drastil über das Tagesgeschehen an der Wiener Börse. Inh...

    Books josefchladek.com

    Tenmei Kanoh
    New York 1969
    2014
    Ishi Inc.

    JH Engström
    Dimma Brume Mist
    2025
    Void

    Henrik Spohler
    Flatlands
    2023
    Hartmann Projects

    Livio Piatti
    Schtetl Zürich
    2001
    Offizin Verlag

    Jeff Mermelstein
    What if Jeff were a Butterfly?
    2025
    Void


    04.11.2016, 7250 Zeichen
    • Die Angst vor einem möglichen Wahlsieg von Donald Trump nächste Woche in den USA lässt die Anleger nach wie vor abwarten und setzte die europäischen Börsen erneut unter Druck. Zwar führt in den Umfragen nach wie vor Hillary Clinton, doch die Investoren wollen dieses Mal scheinbar besser gerüstet sein als vor der negativen Brexit-Überraschung und treten in Käuferstreik. Neben diesem Hauptthema sorgt in Europa nach wie vor die Berichtssaison für Kursausschläge bei einzelnen Titeln. So schnellten beispielsweise in Deutschland die Aktien von Beiersdorf 4,6 % nach oben, nachdem der Ausblick für das Gesamtjahr erhöht worden war. Federn lassen musste hingegen Adidas . Obwohl der im bisherigen Jahresverlauf stärkste Dax -Titel Zahlen präsentierte, die überwiegend im Rahmen der Erwartungen lagen, nahmen viele Investoren Gewinne mit und ließen die Aktie 6,2 % einbrechen da die Geschäftszahlen erstmals seit längerem die Analystenerwartungen nicht übertrafen.
       
    • Gegen den Trend im europäischen Umfeld sehr stark präsentierte sich Wien. Der ATX konnte sich deutlich erholen und 1,7% zulegen. Auf Unternehmensebene rückten am heimischen Markt Polytec , AMAG und AT&S mit präsentierten Quartalszahlen in den Fokus. Die Polytec-Aktien reagierten auf die Zahlenvorlage mit einem satten Kursplus von 8,3 %. AMAG-Anteilsscheine verbuchten ein hingegen ein kleines Minus von 0,3 %. Obwohl der Umsatz trotz gestiegenen Absatzes auf Grund des niedrigen Aluminiumpreise zurückging, wurde von Anlegern positiv bewertet, dass der Aluminiumkonzern seinen Ausblick angehoben hat. AT&S schlossen unverändert. Der steirische Leiterplattenhersteller verwies auf ein deutlich besser verlaufenes 2. Quartal, aber insgesamt hat das Unternehmen die Anlaufeffekte des Projektes Chongqing in China deutlich zu spüren bekommen. Ebenfalls ein deutliches Kursplus von 3,7% verbuchte Raiffeisen, nachdem die polnische Leasinggesellschaft Raiffeisen Leasing Polska um 200 Mio Euro, deutlich über dem Buchwert, an die PKO Leasing verkauft werden konnte.
       
    • Für zusätzliches Aufsehen in Europa sorgte die Entscheidung eines britischen Gerichtes, dass die Regierung vor einem Brexit-Antrag bei der EU zuerst das Parlament zu befragen hätte. Das britische Pfund konnte daraufhin gegen den USD mehr als 1% zulegen und handelte knapp bei 1,25. Allerdings hat die Regierung bereits angekündigt, gegen diesen Gerichtsentscheid berufen zu wollen. Auch in den USA tendierten die Börsen, getrieben vom Schreckgespenst Donald Trump, langsam aber stetig nach unten. Der S&P 500 schloss den achten Tag in Folge negativ, das ist die längste Abwärtstendenz seit Oktober 2008, allerdings waren damals die Verlusttage viel stärker ausgeprägt. Die Makrodaten zeigten ein leicht positives Bild, fielen aber doch gemischt aus. Die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe wurden über den Erwartungen (265.000, erwartet waren 256.000) gemeldet, blieben aber nach wie vor deutlich unter der Marke von 300.000 Anträgen. Der ISM-Index für das Dienstleistungsgewerbe war unter den Erwartungen, wobei aber etliche Sektoren im Index als durchaus positiv eingestuft wurden. Die Produktivität konnte hingegen mit 3,1% Zuwachs im Quartal deutlich mehr zulegen als erwartet, und auch die Auftragseingänge der Industrie wurden das dritte Monat in Folge mit Zuwächsen gemeldet. Mit Spannung wartet der Markt auf den heutigen Arbeitsmarktbericht. Ökonomen rechnen mit einem Stellenplus von 173.000 außerhalb der Landwirtschaft. Bei der Arbeitslosenquote erwarten die Volkswirte einen Rückgang von 5,0 auf 4,9%. Im September waren 156.000 Arbeitsplätze entstanden.
       
    • Öl setzte die jüngste Talfahrt fort, da nach den bärischen Meldungen des Vortages positive Impulse fehlten. Und Gold konnte nach wie vor von der allgemeinen Unsicherheit profitieren du die Marke von USD 1.300 verteidigen, auch gegen einen leicht stärkeren US-Dollar.
      Die asiatischen Börsen konnten hingegen leicht zulegen, allerdings war die Börse in Tokio feiertagsbedingt geschlossen. Die Daten aus China sind weiterhin stabil und das Land befindet sich weiterhin auf  einem soliden Wachstumskurs. Der Einkaufsmanagerindex aus China lag mit 52,4 Punkten wieder deutlich über der Wachstumsschwelle von 50 Zählern, und der Leitindex in Shanghai schloss mit 0,8 % im Plus.
       
    • Die europäischen Aktienmärkte sind vorbörslich unverändert indiziert. Die asiatischen Börsen schließen uneinheitlich. Von der Makroseite steht der US-Arbeitsmarkt für Oktober im Fokus. Heute Früh berichteten BMW (im Rahmen der Erwartungen), Commerzbank (leicht über Erwartungen), Richemont (über Erwartungen). Von der Unternehmensseite meldeten in Österreich Andritz und Erste Bank die Zahlen (Details siehe unten).

    UNTERNEHMEN

    Erste Group Bank AG 

    Das ATX-Schwergewicht legte heute Morgen Q3/16 Zahlen vor, die im Rahmen der Analystenerwartungen ausfielen. Das Nettozinsergebnis ging ggü. dem Vorjahr leicht zurück auf €1,1Mrd., vor allem aufgrund des anhaltenden Niedrigzinsumfeldes und des Abbaus der faulen Kredite über Verkäufe. Das Kommissionsergebnis ging um 4,5% zurück ggü. dem Vorjahr auf €434,9Mio., während das Handelsergebnis angehoben werden konnte auf €84,1Mio. nach €56,4Mio. im Vorjahr. Da aufgrund höherer IT- und Personalkosten die operativen Aufwendungen anstiegen, ging das operative Ergebnis um knapp 10% zurück auf €660,4Mio. Die Rückstellungen für faule Kredite lagen mit €37,4Mio. jedoch auf einem sehr niedrigen Niveau, wodurch das Nettoergebnis deutlich gesteigert werden konnte auf €337,4Mio. nach €276,9Mio. im Vorjahr. Die NPL-Quote konnte nochmals verbessert werden auf 5,5% nach 7,4% im Vorjahr bzw. 5,8% im Q2/16, die harte Kernkapitalquote (CET1, phased-in) betrug 13,2%. Für das Gesamtjahr 2016 rechnet die Firma weiterhin mit einem Return on Tangible Equity (ROTE) von 12%, die Dividende soll verdoppelt werden auf €1/Aktie. Für 2017 geht das Unternehmen von bestenfalls stagnierenden Umsätzen aus (unter der Annahme eines soliden Kreditwachstums von +5%). Neben einer Kosteninflation von 1-2% aufgrund von Digitalisierung rechnet die Firma auch mit einem Anstieg der Risikokosten vom historisch niedrigen Niveau des Jahres 2016. Als ROTE wird dementsprechend ein Wert über 10% angepeilt.

    Q3/16: Nettozinsergebnis €1,1Mrd. (1,1e); Operatives Ergebnis: €660,4Mio. (671,5e); Risikovorsorgen: €37,4Mio. (74,8e); Nettoergebnis: €337,4Mio. (334,9e) 

    Andritz AG

    legte heute Morgen die Ergebnisse für das Q3/16 vor. Der Umsatz sank dabei erwartungsgemäß ggü. dem Vorjahr auf €1,5Mrd. (Vj.: €1,6Mrd.), was vor allem auf niedrigere Umsätze im Bereich Hydro zurückzuführen ist. Gleichzeitig konnte jedoch der Austragseingang deutlich gesteigert werden auf €1,5Mrd. nach €1,2Mrd. im Vorjahr, wodurch der Auftragsstand angehoben werden konnte auf €7Mrd. Das EBITDA lag mit €133,9Mio. in etwa auf dem Niveau des Vorjahres, während das EBIT mit €98,8Mio. leicht zurückging. Aufgrund eines besseren Finanzergebnisses konnte das Nettoergebnis um 9,6% verbessert werden auf €73,9Mio. Der Ausblick für das Gesamtjahr blieb unverändert: Die Firma geht weiterhin von einem Umsatzrückgang aus, die Profitabilität soll sich jedoch zufriedenstellend entwickeln.

     

    Umsatz: €1,5Mrd. (1,5e); EBITDA: €133,9Mio. (128,7e); EBIT: €109,1Mio. (100,4e); Konzernergebnis: €73,9Mio. (72,4e)


    (04.11.2016)

    BSN Podcasts
    Christian Drastil: Wiener Börse Plausch

    Wiener Börse Party #1090: ATX stark, RBI vorne, Vorstandsangelegenheiten bei der Oberbank, Real Money von 10k auf 150k




    adidas
    Akt. Indikation:  153.65 / 154.25
    Uhrzeit:  23:00:17
    Veränderung zu letztem SK:  0.72%
    Letzter SK:  152.85 ( 0.66%)

    Amag
    Akt. Indikation:  25.70 / 26.70
    Uhrzeit:  23:00:17
    Veränderung zu letztem SK:  0.77%
    Letzter SK:  26.00 ( -1.14%)

    Andritz
    Akt. Indikation:  72.40 / 72.95
    Uhrzeit:  23:00:01
    Veränderung zu letztem SK:  0.10%
    Letzter SK:  72.60 ( 2.69%)

    ATX
    Akt. Indikation:  5753.40 / 5753.40
    Uhrzeit: 
    Veränderung zu letztem SK:  -0.00%
    Letzter SK:  5753.52 ( 1.55%)

    Beiersdorf
    Akt. Indikation:  102.70 / 103.20
    Uhrzeit:  23:00:17
    Veränderung zu letztem SK:  -0.34%
    Letzter SK:  103.30 ( -1.29%)

    BMW
    Akt. Indikation:  88.12 / 88.54
    Uhrzeit:  23:00:17
    Veränderung zu letztem SK:  -0.12%
    Letzter SK:  88.44 ( -0.56%)

    Commerzbank
    Akt. Indikation:  35.37 / 35.49
    Uhrzeit:  23:00:17
    Veränderung zu letztem SK:  4.18%
    Letzter SK:  34.01 ( 0.65%)

    DAX Letzter SK:  34.01 ( 0.94%)
    Gold Letzter SK:  34.01 ( 2.11%)
    Polytec Group
    Akt. Indikation:  4.02 / 4.12
    Uhrzeit:  23:00:03
    Veränderung zu letztem SK:  0.00%
    Letzter SK:  4.07 ( -3.10%)

    S&P 500 Letzter SK:  4.07 ( 1.97%)


     

    Bildnachweis

    1.

    Aktien auf dem Radar:AT&S, Andritz, Lenzing, EuroTeleSites AG, Austriacard Holdings AG, Addiko Bank, Österreichische Post, Telekom Austria, voestalpine, Porr, Kapsch TrafficCom, Rosgix, Polytec Group, Josef Manner & Comp. AG, Rath AG, Rosenbauer, VIG, Wolftank-Adisa, Zumtobel, Wienerberger, Palfinger, RHI Magnesita, BKS Bank Stamm, Oberbank AG Stamm, SW Umwelttechnik, Reploid Group AG, Athos Immobilien, Marinomed Biotech, Agrana, Amag, CA Immo.


    Random Partner

    Palfinger
    Palfinger zählt zu den international führenden Herstellern innovativer Hebe-Lösungen, die auf Nutzfahrzeugen und im maritimen Bereich zum Einsatz kommen. Der Konzern verfügt über 5.000 Vertriebs- und Servicestützpunkte in über 130 Ländern in Europa, Nord- und Südamerika sowie Asien.

    >> Besuchen Sie 59 weitere Partner auf boerse-social.com/partner


     Latest Blogs

    » Österreich-Depots: Starker Wochenstart mit Rekorden (Depot Kommentar)

    » Börsegeschichte 9.2.: Extremes zu UBM (Börse Geschichte) (BörseGeschichte)

    » Nachlese: Gunter Deuber, Matteo Rosoli, mumak.me, win2day (audio cd.at)

    » PIR-News: Strabag, RBI (Christine Petzwinkler)

    » Diashow bisherige Number One Award Übergaben (Christian Drastil)

    » Wiener Börse Party #1090: ATX stark, RBI vorne, Vorstandsangelegenheiten...

    » Wiener Börse zu Mittag fester: Austriacard, RBI und Flughafen Wien gesucht

    » ATX-Trends: DO & CO, Porr, RBI, Andritz, Mayr-Melnhof ...

    » Börse-Inputs auf Spotify zu u.a. Gunter Deuber Raiffeisen Research

    » Börsepeople im Podcast S23/12: Matteo Rosoli


    Useletter

    Die Useletter "Morning Xpresso" und "Evening Xtrakt" heben sich deutlich von den gängigen Newslettern ab. Beispiele ansehen bzw. kostenfrei anmelden. Wichtige Börse-Infos garantiert.

    Newsletter abonnieren

    Runplugged

    Infos über neue Financial Literacy Audio Files für die Runplugged App
    (kostenfrei downloaden über http://runplugged.com/spreadit)

    per Newsletter erhalten


    Meistgelesen
    >> mehr





    PIR-Zeichnungsprodukte
    Newsflow
    >> mehr

    Börse Social Club Board
    >> mehr
      wikifolio-Trades Austro-Aktien 22-23: Kontron(2), VIG(1)
      wikifolio-Trades Austro-Aktien 21-22: Kontron(1)
      Smeilinho zu Strabag
      Smeilinho zu RBI
      Smeilinho zu RBI
      Smeilinho zu Strabag
      wikifolio-Trades Austro-Aktien 20-21: Palfinger(1)
      wikifolio-Trades Austro-Aktien 19-20: Frequentis(1), Kontron(1)
      wikifolio-Trades Austro-Aktien 18-19: voestalpine(1)

      Featured Partner Video

      Wiener Börse Party #1090: ATX stark, RBI vorne, Vorstandsangelegenheiten bei der Oberbank, Real Money von 10k auf 150k

      Die Wiener Börse Party ist ein Podcastprojekt für Audio-CD.at von Christian Drastil Comm.. Unter dem Motto „Market & Me“ berichtet Christian Drastil über das Tagesgeschehen an der Wiener Börse. Inh...

      Books josefchladek.com

      JH Engström
      Dimma Brume Mist
      2025
      Void

      Pia Paulina Guilmoth & Jesse Bull Saffire
      Fishworm
      2025
      Void

      Jan Tschichold
      Typografische Entwurfstechnik
      1932
      Akadem. Verlag Dr. Fr. Wedekind & Co

      Alessandra Calò
      Ctonio
      2024
      Studiofaganel

      Livio Piatti
      zooreal
      2003
      Kontrast Verlag