27.07.2016, 2661 Zeichen
Der iPhone-Konzern Apple (WKN: 865985 / ISIN: US0378331005) hat gestern Zahlen gemeldet. Zum Thema Apple Pay, dem seit 2014 in den USA eingeführten Bezahldienst des Konzerns und dessen Einführung in Deutschland gab es nichts Neues. Vielleicht gar nicht verkehrt – der Service könnte bei uns floppen. Das hat Gründe.
Bezahlen per Smartphone? Nicht in Deutschland. Das sagen zumindest die jüngsten Daten einer Umfrage der ING-DiBa. Deutsche Verbraucher bleiben skeptisch, wenn es um mobiles Bezahlen geht. So wollen 66 % der Deutschen auch in Zukunft auf ihr Smartphone an der Kasse verzichten. Das ist eine der Erkenntnisse aus einer repräsentativen Befragung der ING-DiBa, bei der Konsumenten in 13 europäischen Ländern sowie Australien und den USA zum Thema Mobile Banking und zu ihren Zahlungsgewohnheiten befragt wurden.
Lediglich 31 Prozent der hierzulande Befragten gaben an, dass ihre Bargeldnutzung in den vergangenen zwölf Monaten abgenommen hat. Einen niedrigeren Wert gab es mit 28 Prozent nur in Österreich. Zum Vergleich:
Durchschnittlich 53 Prozent der europäischen Verbraucher nutzen weniger Bargeld als noch ein Jahr zuvor. Spitzenreiter sind hier Italien und die Türkei, wo rund zwei Drittel der Befragten angaben, ihre Bargeldnutzung während des vergangenen Jahres verringert zu haben, so die Umfrage weiter. Für Apple Pay und andere Dienste sieht es auch künftig nicht so dolle aus. Denn:
Nur 34 Prozent der Deutschen erwarten, in Zukunft verstärkt ihr Smartphone
für Zahlungen zu verwenden – der europäische Durchschnitt liegt hier
bei 52 Prozent. Auch haben 68 Prozent Sicherheitsbedenken gegen die Nutzung
kontaktloser Zahlungen; europaweit sind dies lediglich 54 Prozent. Übrigens – auch interessant:
Digitale Währungen wie Bitcoins halten Deutsche für keinen nachhaltigen Trend bei Online-Zahlungen. Während nur 23 % der hierzulande Befragten bei digitalen Währungen Potenzial für den Zahlungsverkehr der Zukunft erkennen, sind es europaweit gut ein Drittel. Kurz um:
Man darf gespannt sein, ob Apple mit seinem Pay-Dienst speziell in Deutschland wirklich die Erfolge feiern wird, wie bisher angedacht. Auf der anderen Seite:
Die gute alte EC-Karte oder das Plastikgeld von Mastercard, Visa & Co. sind auch eine durchaus weiterhin gute Möglichkeit sein Geld unter die Leute zu bringen.
In diesem Sinne,
weiterhin viel Erfolg bei der Geldanlage
Ihre dieboersenblogger.de-Gründer
Christoph A. Scherbaum & Marc O. Schmidt
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Wiener Börse Party #1148: ATX macht nach schlechten Politik-Signalen wieder gut, FACC gesucht, kein Sound of Silence beim Trading Volume
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