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Andritz beantwortet zehn IVA-Schwerpunktfragen (Wilhelm Rasinger)

Autor:
Wilhelm Rasinger

ist Präsident des IVA, Honorarprofessor für Betriebswirtschaft und Aufsichtsrat bei Wienerberger, Erste Group Bank AG und S IMMO AG.

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02.05.2016, 7942 Zeichen

Jedes Jahr arbeitet der IVA Schwerpunktfragen zur aktuellen HV-Saison aus und lädt die börsenotierten Unternehmen zur Beantwortung ein. Die Antworten der Unternehmen werden unter http://www.iva.or.at/schwerpunktfragen.php  veröffentlicht.

Heute: Antworten Andritz AG

  1. Wie viele Mitarbeiter (ohne Vorstand) hatten 2015 einen Jahresgesamtbezug von mehr als 200.000 Euro und wie viele davon einen Jahresgesamtbezug von über 500.000 Euro?

    Antwort:
    2015 hatten in der ANDRITZ -GRUPPE 55 Mitarbeiter einen Jahresgesamtbezug (Grundgehalt + variable Vergütung inklusive aktienbasierte Vergütung) von mehr als 200.000 EUR. Von diesen 55 Mitarbeitern hatten 9 Mitarbeiter einen Jahresgesamtbezug von über 500.000 EUR (Vorstände der ANDRITZ AG und Schuler AG).

  2. Wie viele Mitarbeiter hatten im Berichtsjahr einen Jahresbezug von weniger als 25.000 Euro? (Vollzeitbeschäftigung, volles Jahr, ohne Lehrlinge)

    Antwort:
    2015 hatten in der ANDRITZ-GRUPPE rund 7.500 Mitarbeiter einen Jahresbezug von umgerechnet weniger als 25.000 EUR. Dabei handelt es sich in erster Linie um Mitarbeiter von ANDRITZ-Tochtergesellschaften in den Emerging Markets.

  1. Werden 2016 die Vorteile der Steuerreform 2016 genützt?

    • - Mitarbeiter-Aktien (Freibetrag 3.000 Euro)

    • - Abschaffung der Gesellschaftssteuer (Kapitalmarkttransaktionen,

      Auflösung von „Großmutterzuschüssen“)

      Antwort:
      Ja, die Vorteile betreffend Mitarbeiter-Aktien werden 2016 - wie auch schon in den Jahren zuvor - genützt. Mitarbeitern wird wieder der Erwerb von steuerbegünstigten Aktien angeboten werden.
      Im Zusammenhang mit der Abschaffung der Gesellschaftssteuer ist aktuell kein Anlassfall vorhanden.

  2. Enforcement: Wurde im Berichtsjahr eine Prüfung der OePR (Prüfstelle für Rechnungslegung) durchgeführt? Wenn ja, Dauer, zusätzlicher Sach- und Personalaufwand, Ergebnis (veröffentlichte Beanstandungen). Antwort:

    Im Berichtsjahr 2015 wurde keine Prüfung der OePR durchgeführt.

  3. Interner Aufwand für IT, IT-Beratungsaufwand, Externer Aufwand für PR, Öffentlichkeitsarbeit und Lobbying.

    Antwort:
    Der IT-Aufwand im Jahr 2015 betrug ca. 97,1 Millionen EUR; IT-Beratungsaufwand ca. 8,2 Millionen EUR.
    Externer Aufwand für PR/Öffentlichkeitsarbeit ca. 0,4 Millionen EUR; keine Ausgaben für Lobbying.

  1. Höhe der Körperschaftssteuerzahlungen in Österreich 2015, Höhe der steuerlichen Verlustvorträge (Österreich), lohnabhängige Pflicht- beiträge an die Wirtschaftskammer, für Mitarbeiter berechnete und abgeführte Arbeiterkammerumlage, Kommunalsteuer, Grundsteuer.

    Antwort:
    Die Körperschaftssteuervorauszahlungen für 2015 betrugen insgesamt rd. 0,1 Millionen EUR. Der steuerliche Verlustvortrag beträgt – vor Veranlagung 2015 – rd. 61,2 Millionen EUR. Laut Vorschaurechnung wird im Jahr 2015 mit einem Verbrauch des Verlustvortrags in Höhe von rd. 16,8 Millionen EUR gerechnet.

     Wirtschaftskammerbeiträge: rd. 0,7 Millionen EUR
     Abgeführte AK-Beiträge der Mitarbeiter: rd. 0,4 Millionen EUR Kommunalsteuer: rd. 4,0 Millionen EUR
     Grundsteuer: rd. 0,2 Millionen EUR

  2. Aufgliederung Mitarbeiteranzahl: Österreich – EU (ohne Österreich) – übrige Welt, Anzahl der freigestellten Betriebsräte.

    Antwort:
     Mitarbeiter gesamt (per ultimo 2015, ohne Lehrlinge): 24.508  Mitarbeiter Österreich: 3.398 (13,9%)
     Mitarbeiter EU (ohne Österreich): 10.052 (41,0%)
     Mitarbeiter Russland: 25 (0,1%)
     Mitarbeiter USA: 1.683 (6,9%)
     Mitarbeiter Asien: 3.569 (14,6%)
     Mitarbeiter übrige Welt: 5.781 (23,6%) - (Nicht-EU-Länder,

    Südamerika, Mexiko, Kanada, Australien, Südafrika)

    Anzahl der freigestellten Betriebsräte: Freistellungen erfolgen entsprechend den gesetzlichen Vorgaben und Erfordernissen, diese lauten beispielsweise in Österreich oder Deutschland im Wesentlichen wie folgt:

Österreich: 1 freigestellter Betriebsrat ab 151 Mitarbeitern; 2 freigestellte Betriebsräte ab 701 Mitarbeitern; 3 freigestellte Betriebsräte ab 3.001 Mitarbeitern

Deutschland: 1 freigestellter Betriebsrat bei 200-500 Mitarbeitern; 2 freigestellte Betriebsräte bei 500-900 Mitarbeitern; 3 freigestellte Betriebsräte bei 901-1.500 Mitarbeitern

8. Beschreibung der Compliance-Aktivitäten, Anzahl der Mitarbeiter der Compliance-Organisation. Welche Compliance Aktivitäten wurden zu welchen Kosten ausgelagert? Maßnahmen gegen Cyberkriminalität ?

Antwort:
ANDRITZ befasst sich in der Compliance-Organisation mit den Themen Insiderhandel, Korruption und Bestechung, Kartellrecht, Exportkontrolle, Personal, Datenschutz und Einkauf. Die Compliance- Organisation ist in regionale und themenspezifische Bereiche untergliedert und umfasst 15 Personen. ANDRITZ hat ein globales Compliance Management System implementiert. Externe Experten werden für Spezialfragen hinzugezogen. Die Kosten an allgemeiner Compliance-Unterstützung beliefen sich im Jahr 2015 auf 66.000 EUR. ANDRITZ schult weltweit seine Mitarbeiter zu den oben angeführten Themen (Online-Schulungsprogramme, persönliche Vorort-Schulungen). In Bezug auf Cyberkriminalität ist zu erwähnen, dass ANDRITZ weltweit ein Vier-Augenprinzip bei der Freigabe von Rechnungen und Überweisungen eingeführt hat bzw. im letzten Jahr mittels Aussendungen auf die Gefahr von „Pishing“/“Social Engineering“- E-Mails hingewiesen hat.

  1. Wie viele Mitarbeiter gingen 2015 mit welchem Durchschnittsalter in Pension? Anzahl der Mitarbeiter per 31.12.2015, gegliedert in Geburtsjahrgang 1955 und älter, 1956 – 1960, 1961 – 1965 (jeweils getrennt nach Frauen und Männern), Anzahl der Lehrlinge, Behinderten-Einstellquote.

    Antwort:

    •   Pensionierungen 2015: Männer 240 / Frauen 75

    •   Durchschnittliches Pensionsantrittsalter 2015: Männer 63 Jahre /

      Frauen 60 Jahre

    •   MitarbeiterInnen 50 – 55 Jahre: Männer 3.936 / Frauen 736

    •   MitarbeiterInnen 55 – 60 Jahre: Männer 1.125 / Frauen 210

    •   MitarbeiterInnen über 60 Jahre: Männer 562 / Frauen 105

    •   Anzahl Lehrlinge gesamt: 795, davon in Österreich 156 Behinderten-Einstellquote: 0,5%

  2. Welchen Stellenwert hat e-Business im Bereich Verkauf / Vertrieb, Beschaffung, Personal in der Unternehmensgruppe? Welche Social Media werden wie genutzt? Kosten ?

    Antwort:

    e-Business im Bereich Verkauf/Vertrieb:

    ANDRITZ bietet in allen vier Geschäftsbereichen zum Teil sehr komplexe und maßgeschneiderte Produktionstechnologien und Systeme an. Der Verkauf dieser Industrieanlagen ist Gegenstand von Verhandlungen basierend auf individuellen prozesstechnischen Spezifikationen, kundenspezifischen Anpassungen und technologischen Auslegungen. Für diese Art von Geschäft ist der Einsatz von e-Business nicht geeignet bzw. nicht zielführend. Zum Teil kommt jedoch e-Business im Servicebereich einzelner Produkte zum Einsatz.

e-Business im Bereich Beschaffung:

e-Business bekommt im Beschaffungsumfeld der ANDRITZ-GRUPPE einen immer größer werdenden Stellenwert. Ziele, welche verfolgt werden, sind die Erhöhung der Transparenz im Bereich Lieferanteninformationen sowie Vertragsdaten, aber auch die Steigerung des Automatisierungsgrads in der operativen Abwicklung. Die Einführung des Supplier Relationship Management (SRM) hat einen wesentlichen Beitrag dazu geleistet. Innerhalb von SRM wird bei ANDRITZ zwischen strategischen und operativen Modulen unterschieden. Die strategischen Module beinhalten Supplier Life Cycle Management (Unterstützung bei der Lieferantenqualifikation, Compliance Risk Assessment, Audit- sowie Finanzberichte, Lieferantenzertifikate, generelle Informationen, Lieferantenbewertung und -klassifizierung) sowie Contract Management (Rahmenverträge, Preislisten, Geheimhaltungsvereinbarungen, Templates).

Social Media:

Seit November 2015 sind die Human-Resources-Bereiche der ANDRITZ AG in Österreich in ausgewählten Social-Media-Kanälen präsent, um das Image und den Bekanntheitsgrad als attraktiver Arbeitgeber weiter zu steigern. Es wurden drei Plattformen ausgewählt (Whatchado, karriere.at/Branding.solution, XING ), die von den Zielgruppen, die wir ansprechen wollen, stark genutzt werden. Des Weiteren ist ANDRITZ konzernweit noch über LinkedIn aktiv. Die jährlichen Kosten belaufen sich auf rd. 90.000 EUR.


(02.05.2016)

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Die Addiko Gruppe besteht aus der Addiko Bank AG, der österreichischen Mutterbank mit Sitz in Wien (Österreich), die an der Wiener Börse notiert und sechs Tochterbanken, die in fünf CSEE-Ländern registriert, konzessioniert und tätig sind: Kroatien, Slowenien, Bosnien & Herzegowina (wo die Addiko Gruppe zwei Banken betreibt), Serbien und Montenegro.

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      2015 hatten in der ANDRITZ -GRUPPE 55 Mitarbeiter einen Jahresgesamtbezug (Grundgehalt + variable Vergütung inklusive aktienbasierte Vergütung) von mehr als 200.000 EUR. Von diesen 55 Mitarbeitern hatten 9 Mitarbeiter einen Jahresgesamtbezug von über 500.000 EUR (Vorstände der ANDRITZ AG und Schuler AG).

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      Antwort:
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      Antwort:
      Die Körperschaftssteuervorauszahlungen für 2015 betrugen insgesamt rd. 0,1 Millionen EUR. Der steuerliche Verlustvortrag beträgt – vor Veranlagung 2015 – rd. 61,2 Millionen EUR. Laut Vorschaurechnung wird im Jahr 2015 mit einem Verbrauch des Verlustvortrags in Höhe von rd. 16,8 Millionen EUR gerechnet.

       Wirtschaftskammerbeiträge: rd. 0,7 Millionen EUR
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      Antwort:
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       Mitarbeiter Russland: 25 (0,1%)
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    Österreich: 1 freigestellter Betriebsrat ab 151 Mitarbeitern; 2 freigestellte Betriebsräte ab 701 Mitarbeitern; 3 freigestellte Betriebsräte ab 3.001 Mitarbeitern

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    1. Wie viele Mitarbeiter gingen 2015 mit welchem Durchschnittsalter in Pension? Anzahl der Mitarbeiter per 31.12.2015, gegliedert in Geburtsjahrgang 1955 und älter, 1956 – 1960, 1961 – 1965 (jeweils getrennt nach Frauen und Männern), Anzahl der Lehrlinge, Behinderten-Einstellquote.

      Antwort:

      •   Pensionierungen 2015: Männer 240 / Frauen 75

      •   Durchschnittliches Pensionsantrittsalter 2015: Männer 63 Jahre /

        Frauen 60 Jahre

      •   MitarbeiterInnen 50 – 55 Jahre: Männer 3.936 / Frauen 736

      •   MitarbeiterInnen 55 – 60 Jahre: Männer 1.125 / Frauen 210

      •   MitarbeiterInnen über 60 Jahre: Männer 562 / Frauen 105

      •   Anzahl Lehrlinge gesamt: 795, davon in Österreich 156 Behinderten-Einstellquote: 0,5%

    2. Welchen Stellenwert hat e-Business im Bereich Verkauf / Vertrieb, Beschaffung, Personal in der Unternehmensgruppe? Welche Social Media werden wie genutzt? Kosten ?

      Antwort:

      e-Business im Bereich Verkauf/Vertrieb:

      ANDRITZ bietet in allen vier Geschäftsbereichen zum Teil sehr komplexe und maßgeschneiderte Produktionstechnologien und Systeme an. Der Verkauf dieser Industrieanlagen ist Gegenstand von Verhandlungen basierend auf individuellen prozesstechnischen Spezifikationen, kundenspezifischen Anpassungen und technologischen Auslegungen. Für diese Art von Geschäft ist der Einsatz von e-Business nicht geeignet bzw. nicht zielführend. Zum Teil kommt jedoch e-Business im Servicebereich einzelner Produkte zum Einsatz.

    e-Business im Bereich Beschaffung:

    e-Business bekommt im Beschaffungsumfeld der ANDRITZ-GRUPPE einen immer größer werdenden Stellenwert. Ziele, welche verfolgt werden, sind die Erhöhung der Transparenz im Bereich Lieferanteninformationen sowie Vertragsdaten, aber auch die Steigerung des Automatisierungsgrads in der operativen Abwicklung. Die Einführung des Supplier Relationship Management (SRM) hat einen wesentlichen Beitrag dazu geleistet. Innerhalb von SRM wird bei ANDRITZ zwischen strategischen und operativen Modulen unterschieden. Die strategischen Module beinhalten Supplier Life Cycle Management (Unterstützung bei der Lieferantenqualifikation, Compliance Risk Assessment, Audit- sowie Finanzberichte, Lieferantenzertifikate, generelle Informationen, Lieferantenbewertung und -klassifizierung) sowie Contract Management (Rahmenverträge, Preislisten, Geheimhaltungsvereinbarungen, Templates).

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    Letzter SK:  70.20 ( 3.39%)

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