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Sammelklage von Investoren: Volkswagen im Fokus (Andreas Kern)

Bild: © www.shutterstock.com, VW, Volkswagen, FotograFFF / Shutterstock.com, Fot

16.03.2016, 4620 Zeichen

Mit einem Minus von gut 3 Prozent zählt die Vorzugsaktie von Volkswagen heute Nachmittag mal wieder zu den schwächsten Werten am deutschen Aktienmarkt. Ein Grund für die Kursverluste dürfte die beim Landgericht Braunschweig eingereichte Sammelklage gegen das Unternehmen sein. Insgesamt 278 institutionelle Investoren fordern von dem Autobauer im Zusammenhang mit dem Abgasskandal einen Schadensersatz in Höhe von 3,3 Milliarden Euro. Zudem wurde bekannt, dass auch zahlreiche Privatanleger Klage gegen die Wolfsburger eingereicht haben. Die Aktie hat sich nach dem Crash im vergangenen Herbst trotz der anhaltend negativen Presse vergleichsweise robust gezeigt. Davon profitieren auch die mutigen wikifolio-Trader, bei denen der DAX -Titel seit Monaten ganz oben auf der Liste der meistgehandelten Einzelwerte steht.

Yannik Großheim („YUNO“) hat die Vorzugsaktie in der abgelaufenen Woche in zwei Schritten in sein wikifolio „Deutsche Standardwerte Invest“ aufgenommen. Der Nachkauf wurde in einem sehr ausführlichen Kommentar wie folgt begründet: „Wie vermutet ist der Kurs der Volkswagen Aktie technisch bedingt gesunken. Entgegen meiner Erwartungen kam es am heutigen Tage zu weiteren Kursverlusten. Auf der Betriebsratsversammlung der VW AG im Werk Wolfsburg wird deutlich, dass die weltweiten Konsequenzen für Konzern und Mitarbeiter weiterhin nicht absehbar sind. Zudem hat die Braunschweiger Staatsanwaltschaft ihre Ermittlungen ausgeweitet. Nach dem heutigen Tag sollten diese Informationen bereits in den Aktienkurs impliziert sein. Aus technischer Sicht befindet sich der Kurs der Vorzugsaktie leicht über der 100-Tageslinie. Meines Erachtens nach wird diese als Unterstützung halten und der Kurs auch aus fundamentaler Sicht kurzfristig wieder steigen. Die aktuellen Wachstumsängste um China besorgen einerseits, andererseits war der Januar 2016 der absatzstärkste Monat der VW-Marke in China überhaupt. Auf Grund der eben dargestellten Thematik habe ich heute meine Bestände an VW-Aktien durch günstigen Nachkauf erhöht“. Das seit dem Start im Herbst 2014 mit rund 32 Prozent im Plus liegende wikifolio wird auf Basis einer Fundamentalwertanalyse mit deutschen Aktien sowie strukturierten Produkten bestückt. Aktuell ist das Portfolio zu rund 65 Prozent in fünf Einzelaktien investiert, wobei Volkswagen mit einem Depotanteil von 17 Prozent das Schwergewicht darstellt. Der Rest des Kapitals verteilt sich auf drei Discountzertifikate auf deutsche Standardwerte. Der Trader, der durch seinen Beruf „täglich im Kontakt mit der Analyse von Unternehmen“ steht, strebt bei seinen Investments einen mittel- bis langfristigen Anlagehorizont an. Bei einem Maximalverlust von bislang gut 16 Prozent liegt das im September 2015 emittierte wikifolio-Zertifikat aktuell knapp zwei Prozent im Gewinn.

Schon wesentlich früher hat Sebastian Schulz („MUCinvest“) bei dem Automobilhersteller zugegriffen. In dem relativ breit gestreuten wikifolio „Simplex“ ist die Aktie seit Oktober des vergangenen Jahres vertreten. Der Student der Betriebswirtschaftslehre, der seinen Anlagestil als „unaufgeregt“ beschreibt, hatte die VW-Aktie kurz nach dem brutalen Absturz zu Kursen von gut 93 Euro gekauft und liegt dadurch aktuell mit 20 Prozent im Plus. Auch sonst besticht der Trader oftmals durch ein gutes Timing, was sich in einer Performance von rund 62 Prozent seit dem Start des wikifolios im November 2012 und einem Maximalverlust von nur rund 17 Prozent ausdrückt. Das seit April 2013 investierbare wikifolio-Zertifikat beschert Anlegern aktuell einen Gewinn von fast 50 Prozent. Das selbst ernannte Ziel, „bei kontrollierbarem Risiko mittel- und langfristig überdurchschnittliche Zuwächse zu erzielen“ wurde bislang also voll erreicht. Bei der Auswahl der Aktien achtet der Trader auf Werte, deren Bewertung ihm „angesichts der Fundamentaldaten, der zu erwartenden Marktentwicklung oder psychologischer Faktoren“ zu niedrig erscheint. Kommentiert werden die einzelnen Trades leider ebenso wenig wie das aktuelle Marktgeschehen.

10 Aktien mit den meisten Trades (08.03-15.03.2016)

# Name ISIN TradingVolume All
1 Wirecard DE0007472060 751.438,91 801
2 VW DE0007664039 3.106.203,25 319
3 Daimler DE0007100000 791.898,09 258
4 HYPOPORT AG DE0005493365 305.749,22 256
5 Hugo Boss DE000A1PHFF7 1.065.312,06 232
6 Deutsche Bank DE0005140008 691.611,41 212
7 E.ON DE000ENAG999 41.029,56 208
8 BarrickGold CA0679011084 1.242.540,09 208
9 Allianz DE0008404005 1.032.343,14 200
10 K&S DE000KSAG888 171.041,54 188

 

Basis: alle investierbaren wikifolios

Alle wikifolios mit Volkswagen VZ (ISIN: DE0007664039) im Depot.

Im Original hier erschienen: Sammelklage von Investoren: Volkswagen im Fokus


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Allianz
Akt. Indikation:  388.50 / 389.10
Uhrzeit:  13:04:19
Veränderung zu letztem SK:  0.21%
Letzter SK:  388.00 ( -0.54%)

DAX Letzter SK:  388.00 ( -0.11%)
Deutsche Bank
Akt. Indikation:  27.07 / 27.16
Uhrzeit:  13:04:19
Veränderung zu letztem SK:  0.19%
Letzter SK:  27.06 ( -0.61%)

Volkswagen
Akt. Indikation:  89.25 / 90.25
Uhrzeit:  13:04:19
Veränderung zu letztem SK:  0.96%
Letzter SK:  88.90 ( -1.98%)



 

Bildnachweis

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    Yannik Großheim („YUNO“) hat die Vorzugsaktie in der abgelaufenen Woche in zwei Schritten in sein wikifolio „Deutsche Standardwerte Invest“ aufgenommen. Der Nachkauf wurde in einem sehr ausführlichen Kommentar wie folgt begründet: „Wie vermutet ist der Kurs der Volkswagen Aktie technisch bedingt gesunken. Entgegen meiner Erwartungen kam es am heutigen Tage zu weiteren Kursverlusten. Auf der Betriebsratsversammlung der VW AG im Werk Wolfsburg wird deutlich, dass die weltweiten Konsequenzen für Konzern und Mitarbeiter weiterhin nicht absehbar sind. Zudem hat die Braunschweiger Staatsanwaltschaft ihre Ermittlungen ausgeweitet. Nach dem heutigen Tag sollten diese Informationen bereits in den Aktienkurs impliziert sein. Aus technischer Sicht befindet sich der Kurs der Vorzugsaktie leicht über der 100-Tageslinie. Meines Erachtens nach wird diese als Unterstützung halten und der Kurs auch aus fundamentaler Sicht kurzfristig wieder steigen. Die aktuellen Wachstumsängste um China besorgen einerseits, andererseits war der Januar 2016 der absatzstärkste Monat der VW-Marke in China überhaupt. Auf Grund der eben dargestellten Thematik habe ich heute meine Bestände an VW-Aktien durch günstigen Nachkauf erhöht“. Das seit dem Start im Herbst 2014 mit rund 32 Prozent im Plus liegende wikifolio wird auf Basis einer Fundamentalwertanalyse mit deutschen Aktien sowie strukturierten Produkten bestückt. Aktuell ist das Portfolio zu rund 65 Prozent in fünf Einzelaktien investiert, wobei Volkswagen mit einem Depotanteil von 17 Prozent das Schwergewicht darstellt. Der Rest des Kapitals verteilt sich auf drei Discountzertifikate auf deutsche Standardwerte. Der Trader, der durch seinen Beruf „täglich im Kontakt mit der Analyse von Unternehmen“ steht, strebt bei seinen Investments einen mittel- bis langfristigen Anlagehorizont an. Bei einem Maximalverlust von bislang gut 16 Prozent liegt das im September 2015 emittierte wikifolio-Zertifikat aktuell knapp zwei Prozent im Gewinn.

    Schon wesentlich früher hat Sebastian Schulz („MUCinvest“) bei dem Automobilhersteller zugegriffen. In dem relativ breit gestreuten wikifolio „Simplex“ ist die Aktie seit Oktober des vergangenen Jahres vertreten. Der Student der Betriebswirtschaftslehre, der seinen Anlagestil als „unaufgeregt“ beschreibt, hatte die VW-Aktie kurz nach dem brutalen Absturz zu Kursen von gut 93 Euro gekauft und liegt dadurch aktuell mit 20 Prozent im Plus. Auch sonst besticht der Trader oftmals durch ein gutes Timing, was sich in einer Performance von rund 62 Prozent seit dem Start des wikifolios im November 2012 und einem Maximalverlust von nur rund 17 Prozent ausdrückt. Das seit April 2013 investierbare wikifolio-Zertifikat beschert Anlegern aktuell einen Gewinn von fast 50 Prozent. Das selbst ernannte Ziel, „bei kontrollierbarem Risiko mittel- und langfristig überdurchschnittliche Zuwächse zu erzielen“ wurde bislang also voll erreicht. Bei der Auswahl der Aktien achtet der Trader auf Werte, deren Bewertung ihm „angesichts der Fundamentaldaten, der zu erwartenden Marktentwicklung oder psychologischer Faktoren“ zu niedrig erscheint. Kommentiert werden die einzelnen Trades leider ebenso wenig wie das aktuelle Marktgeschehen.

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