Ich stimme der Verwendung von Cookies zu. Auch wenn ich diese Website weiter nutze, gilt dies als Zustimmung.

Bitte lesen und akzeptieren Sie die Datenschutzinformation und Cookie-Informationen, damit Sie unser Angebot weiter nutzen können. Natürlich können Sie diese Einwilligung jederzeit widerrufen.





Der Skandal als Chance (VW, FACC)? (Daniel Koinegg)

Bild: © finanzmarktfoto.at/Martina Draper, FACC

22.01.2016, 7047 Zeichen

Kann ein Skandal eine Investmentchance für Value Investoren bieten? Heute möchte ich zu diesem Themenkomplex einige Gedanken niederschreiben. Warren Buffett dient vielen auch hier als Vorbild. Einen nicht unwesentlichen Teil seines Vermögens hat er dadurch verdient, dass er Aktien von Unternehmen gekauft hat, die sich augenscheinlich in sehr großen Turbulenzen befanden. Eines der bekanntesten Beispiele ist sein Einstieg bei American Express, während dieser Konzern vom sogenannten „Salatöl-Skandal“ gebeutelt wurde. Buffetts Engagement in der Washington Post nahm zu Zeiten des Watergate-Skandals seinen Anfang. Beide Investments haben sich im Nachhinein als gewaltige Renditebringer für das Orakel aus Omaha erwiesen und müssen nicht zuletzt deshalb auch heute noch oft als Blaupause herhalten, wenn jemand in einem x-beliebigen skandalgebeutelten Unternehmen eine Einstiegsgelegenheit erkennt.

Das faszinierend einfach scheinende Credo lautet also, dass man lediglich Aktien von einem großartigen Unternehmen kaufen müsse, während es sich in temporären, überwindbaren Schwierigkeiten befindet, die den Preis nach unten drücken. Das einzig Schwierige sei – wie generell beim Value Investing – nur die Zähmung des eigenen Temperaments, die Beherrschung der eigenen Emotionen. Immer wieder liest man auch in Blogs und Büchern über Value Investing über smarte Einstiege in solche Unternehmen. An dieser Stelle muss meines Erachtens jemand rufen, dass der Kaiser keine Kleider trägt, und zwar gleich in zweierlei Hinsicht. Einfach formuliert handelt es sich hier um eine Gleichung mit zwei Unbekannten. Einerseits muss es sich um überwindbare Schwierigkeiten handeln und andererseits muss es ein großartiges Unternehmen im Buffett`schen Sinn betreffen.

Das Problem mit dem Skandal

Nehmen wir zwei aktuelle Vorfälle als Beispiele, nämlich einerseits den Abgasskandal von VW und andererseits die bemerkenswerten Vorfälle rund um den österreichischen Flugzeugbauzulieferer FACC. Für jene Leser, die nicht mit den Vorgängen dort vertraut sind, gebe ich zuerst eine kurze Zusammenfassung. Am 19.1.2016 kam zunächst eine ad-hoc-Meldung, das Unternehmen sei Opfer von „cyberkriminellen Aktivitäten“ geworden und der Schaden könne bis zu 50 Mio. Euro betragen. Später konkretisierte man die Sachlage dahingehend, dass das Ganze kein Hackerangriff im eigentlichen Sinne zu sein scheint, sondern dass einfach die genannte Geldsumme aus der Finanzbuchhaltung der Gesellschaft verschwunden sei.

Kann ein Investment in Unternehmen wie VW oder FACC ein Value Investment sein? Was ist überhaupt ein Value Investment? Grob gesagt ist das der Kauf eines Unternehmens, dessen derzeitiger Aktienkurs deutlich unter dem inneren Wert liegt, wobei dieser innere Wert durch Unternehmensbewertung zu ermitteln ist. Der innere Wert ist einerseits der Reproduktions- oder der Liquidationswert aller materiellen und immateriellen Vermögenswerte der Gesellschaft abzüglich aller Schulden und andererseits der Barwert der in Zukunft durch das Unternehmen erwirtschafteten Zahlungsmittelüberschüsse. Nun sollte sich der geschätzte Leser die Frage stellen, ob man angesichts der momentanen Sachlage eine solche Bewertung vornehmen kann. Man muss bei VW zumindest grob abschätzen können, wie sich die schlechten Nachrichten rund um die Marke auf deren Absatzzahlen auswirken wird. Man muss Annahmen darüber treffen, welche Straf- und Schadenersatzzahlungen auf das Unternehmen zukommen könnten. Dazu ist wenigstens ein grober Einblick in verschiedene Rechtssysteme notwendig. Bei potenziell zu hohen Zahlungsverpflichtungen ist im konkreten Fall auch eine lokale Insolvenz einer Tochter keine Option, weil man erstens die konkrete Konzernhaftungssituation nicht kennt und zweitens das Ganze ein weltweites Problem ist. Bei FACC müsste man – um überhaupt die Existenzfähigkeit der Gesellschaft sinnvoll beurteilen zu können – die covenants in den Kreditverträgen kennen. Da dem Unternehmen anscheinend der Großteil seiner Liquidität abhanden gekommen ist, könnte es durchaus sein, dass Kreditlinien vorzeitig fällig gestellt werden. Dann gehört der Konzern ruck zuck den Kreditgebern und nicht mehr den Aktionären. Ob und wie wahrscheinlich das passiert, lässt sich aber für den Außenstehenden nicht sagen. Rational betrachtet kann also ohne Insiderinformation ein Unternehmen in einer solchen prekären Lage nicht bewertet werden. Vom Totalausfall bis zur völligen Erholung ist alles möglich und keines der Szenarien kann auch nur irgendwie mit einer Eintrittswahrscheinlichkeit versehen werden. Daraus folgt, dass der Kauf solcher Unternehmen in der allgemeinen Panik bei Bekanntwerden des Skandals kein Value Investment im technischen Sinn sein kann, sondern nur eine Spekulation darauf, dass alles wieder gut wird. Außerdem folgt daraus, dass die eine Variable der Gleichung, nämlich die Überwindbarkeit der Turbulenzen, nicht bestimmbar ist.

Das Problem mit Buffett im Allgemeinen

Die Frage nach der zweiten Variable, nämlich nach der Großartigkeit eines Unternehmens, möchte ich stellvertretend für das allgemeine Problem behandeln, das ich mit dem Buffett`schen Investmentansatz habe. Ein großartiges Unternehmen laut Warren Buffett ist eines, das aufgrund eines dauerhaften Wettbewerbsvorteils in der Lage ist, deutlich mehr als seine Kapitalkosten zu verdienen. Bei den beiden oben genannten Beispielen ist für mich die Antwort relativ klar: beide sind Zykliker in sehr wettbewerbs- und kapitalintensiven Branchen, mit Margen und Rentabilitätskennzahlen, die einen keinesfalls vom Hocker reißen. Es sind Unternehmen, die man auch ohne Skandal nicht haben muss. FACC verdient eigentlich überhaupt nichts, von daher gilt das hier noch mehr. Es lässt sich zwar leicht sagen, wann ein Unternehmen definitiv nicht großartig ist, aber das bedeutet nicht, dass man in einem Umkehrschluss automatisch davon ausgehen kann, dass die Unternehmen, die nicht sofort wie VW oder FACC von der Liste zu streichen sind, schon alleine deshalb über großartige Merkmale verfügen. Die Dauerhaftigkeit eines Wettbewerbsvorteiles ist irrsinnig schwer zu bestimmen. Die Kompetenz und die Interessenslage des Managements ebenfalls. Kurzum: „Value Investing is simple, but not easy.“ Das gilt nicht nur im Hinblick auf die psychologische Seite, sondern ganz besonders auch bezogen auf das notwendige Fachwissen.

Warren Buffett hat eine unglaubliche Begabung in zweierlei Hinsicht. Erstens ist er ein Mensch mit einer unglaublichen Auffassungsgabe. Zweitens kann er komplexe Dinge einfach erklären. In Bezug auf die zweite Begabung frage ich mich allerdings immer mehr, ob er der Investorengemeinschaft dadurch nicht unfreiwillig einen Bärendienst erweist. Ein Sachverhalt wird dadurch nicht einfacher, nur weil Buffett ihn in einer Erklärung auf die wesentlichsten Dinge reduziert. Es ist nämlich zweifellos ein Trugschluss, dass man eine Sache wie Warren Buffett verstehen könne, nur weil man Warren Buffetts Erklärung dieser Sache folgen kann.

The post Der Skandal als Chance? appeared first on Bargain Magazine.


(22.01.2016)

BSN Podcasts
Christian Drastil: Wiener Börse Plausch

Wiener Börse Party #1160: AT&S, Banken oder Versicherer (die Party ist entschieden)?, Konkursverfahren gegen ein 2020er-Listing in Wien




FACC
Akt. Indikation:  14.96 / 15.22
Uhrzeit:  21:55:08
Veränderung zu letztem SK:  0.20%
Letzter SK:  15.06 ( 3.29%)

Volkswagen
Akt. Indikation:  90.85 / 91.50
Uhrzeit:  21:56:26
Veränderung zu letztem SK:  0.97%
Letzter SK:  90.30 ( 0.50%)



 

Bildnachweis

1. FACC , (© finanzmarktfoto.at/Martina Draper)   >> Öffnen auf photaq.com

Aktien auf dem Radar:AT&S, Rosenbauer, Telekom Austria, Zumtobel, Semperit, CPI Europe AG, Bawag, Mayr-Melnhof, Polytec Group, UBM, DO&CO, FACC, Linz Textil Holding, Verbund, Wolford, Bajaj Mobility AG, Warimpex, BKS Bank Stamm, Amag, EuroTeleSites AG, Österreichische Post.


Random Partner

Polytec
Die Polytec Group ist ein Entwickler und Hersteller von hochwertigen Kunststoffteilen und ist mit 26 Standorten und über 4.500 Mitarbeitern weltweit aktiv. Das österreichische Unternehmen zählt renommierte Weltmarken der Automobilindustrie zu seinen Kunden.

>> Besuchen Sie 55 weitere Partner auf boerse-social.com/partner


 Latest Blogs

» Börse Social Depot Trading Kommentar: Weiteres Verbund-Trading (Depot Ko...

» Börsegeschichte: Extremes zu Warimpex und Mayr-Melnhof (Börse Geschichte...

» Nachlese: Bernhard Haas, Anna Strigl (audio cd.at)

» Wiener Börse zwischen AT&S-Allzeithoch, Strabag-Wachstum und einem Konku...

» ATX im Aufwind: AT&S stürmt auf neues Allzeithoch vor dem Wiener Börsepr...

» Wiener Börse Party #1160: AT&S, Banken oder Versicherer (die Party ist e...

» PIR-News: Zahlen von AT&S und Strabag, Aufträge für Palfinger und Andrit...

» (Christian Drastil)

» Wiener Börse zu Mittag fester: FACC, Strabag und Verbund gesucht

» ATX-Trends: AT&S, Porr, DO & CO ...


Useletter

Die Useletter "Morning Xpresso" und "Evening Xtrakt" heben sich deutlich von den gängigen Newslettern ab. Beispiele ansehen bzw. kostenfrei anmelden. Wichtige Börse-Infos garantiert.

Newsletter abonnieren

Runplugged

Infos über neue Financial Literacy Audio Files für die Runplugged App
(kostenfrei downloaden über http://runplugged.com/spreadit)

per Newsletter erhalten


Ausgewählte Jobs von PIR-Partnern


Ausgewählte Events von BSN-Partnern


Meistgelesen
>> mehr





PIR-Zeichnungsprodukte
Newsflow
>> mehr

Börse Social Club Board
>> mehr
    wikifolio-Trades Austro-Aktien 20-21: Kontron(1), Uniqa(1), Österreichische Post(1)
    wikifolio-Trades Austro-Aktien 19-20: Telekom Austria(1), Verbund(1)
    Star der Stunde: Strabag 1.66%, Rutsch der Stunde: Frequentis -2.07%
    wikifolio-Trades Austro-Aktien 17-18: Telekom Austria(1), Erste Group(1)
    Star der Stunde: AT&S 2.55%, Rutsch der Stunde: RBI -0.92%
    wikifolio-Trades Austro-Aktien 16-17: Rosenbauer(1), AT&S(1), OMV(1), Telekom Austria(1)
    Star der Stunde: SBO 1.91%, Rutsch der Stunde: Rosenbauer -3.04%
    wikifolio-Trades Austro-Aktien 15-16: Uniqa(1)
    Star der Stunde: Rosenbauer 0.97%, Rutsch der Stunde: Telekom Austria -0.66%

    Featured Partner Video

    Wiener Börse Party #1158: ATX etwas fester, Wienerberger gesucht, Emerald Horizon vor Börsegang und ein Duett zum Schluss

    Die Wiener Börse Party ist ein Podcastprojekt für Audio-CD.at von Christian Drastil Comm.. Unter dem Motto „Market & Me“ berichtet Christian Drastil über das Tagesgeschehen an der Wiener Börse....

    Books josefchladek.com

    Siri Kaur
    Sistermoon
    2025
    Void

    Olga Ignatovich
    In the Shadow of the Big Brother
    2025
    Arthur Bondar Collection WWII

    Pierre Bost
    Photographies Modernes Présentées par Pierre Bost
    1927
    Librairie des arts Décoratifs

    Lisette Model
    Lisette Model
    1979
    Aperture

    Anton Bruehl
    Mexico
    1933
    Delphic Studios


    22.01.2016, 7047 Zeichen

    Kann ein Skandal eine Investmentchance für Value Investoren bieten? Heute möchte ich zu diesem Themenkomplex einige Gedanken niederschreiben. Warren Buffett dient vielen auch hier als Vorbild. Einen nicht unwesentlichen Teil seines Vermögens hat er dadurch verdient, dass er Aktien von Unternehmen gekauft hat, die sich augenscheinlich in sehr großen Turbulenzen befanden. Eines der bekanntesten Beispiele ist sein Einstieg bei American Express, während dieser Konzern vom sogenannten „Salatöl-Skandal“ gebeutelt wurde. Buffetts Engagement in der Washington Post nahm zu Zeiten des Watergate-Skandals seinen Anfang. Beide Investments haben sich im Nachhinein als gewaltige Renditebringer für das Orakel aus Omaha erwiesen und müssen nicht zuletzt deshalb auch heute noch oft als Blaupause herhalten, wenn jemand in einem x-beliebigen skandalgebeutelten Unternehmen eine Einstiegsgelegenheit erkennt.

    Das faszinierend einfach scheinende Credo lautet also, dass man lediglich Aktien von einem großartigen Unternehmen kaufen müsse, während es sich in temporären, überwindbaren Schwierigkeiten befindet, die den Preis nach unten drücken. Das einzig Schwierige sei – wie generell beim Value Investing – nur die Zähmung des eigenen Temperaments, die Beherrschung der eigenen Emotionen. Immer wieder liest man auch in Blogs und Büchern über Value Investing über smarte Einstiege in solche Unternehmen. An dieser Stelle muss meines Erachtens jemand rufen, dass der Kaiser keine Kleider trägt, und zwar gleich in zweierlei Hinsicht. Einfach formuliert handelt es sich hier um eine Gleichung mit zwei Unbekannten. Einerseits muss es sich um überwindbare Schwierigkeiten handeln und andererseits muss es ein großartiges Unternehmen im Buffett`schen Sinn betreffen.

    Das Problem mit dem Skandal

    Nehmen wir zwei aktuelle Vorfälle als Beispiele, nämlich einerseits den Abgasskandal von VW und andererseits die bemerkenswerten Vorfälle rund um den österreichischen Flugzeugbauzulieferer FACC. Für jene Leser, die nicht mit den Vorgängen dort vertraut sind, gebe ich zuerst eine kurze Zusammenfassung. Am 19.1.2016 kam zunächst eine ad-hoc-Meldung, das Unternehmen sei Opfer von „cyberkriminellen Aktivitäten“ geworden und der Schaden könne bis zu 50 Mio. Euro betragen. Später konkretisierte man die Sachlage dahingehend, dass das Ganze kein Hackerangriff im eigentlichen Sinne zu sein scheint, sondern dass einfach die genannte Geldsumme aus der Finanzbuchhaltung der Gesellschaft verschwunden sei.

    Kann ein Investment in Unternehmen wie VW oder FACC ein Value Investment sein? Was ist überhaupt ein Value Investment? Grob gesagt ist das der Kauf eines Unternehmens, dessen derzeitiger Aktienkurs deutlich unter dem inneren Wert liegt, wobei dieser innere Wert durch Unternehmensbewertung zu ermitteln ist. Der innere Wert ist einerseits der Reproduktions- oder der Liquidationswert aller materiellen und immateriellen Vermögenswerte der Gesellschaft abzüglich aller Schulden und andererseits der Barwert der in Zukunft durch das Unternehmen erwirtschafteten Zahlungsmittelüberschüsse. Nun sollte sich der geschätzte Leser die Frage stellen, ob man angesichts der momentanen Sachlage eine solche Bewertung vornehmen kann. Man muss bei VW zumindest grob abschätzen können, wie sich die schlechten Nachrichten rund um die Marke auf deren Absatzzahlen auswirken wird. Man muss Annahmen darüber treffen, welche Straf- und Schadenersatzzahlungen auf das Unternehmen zukommen könnten. Dazu ist wenigstens ein grober Einblick in verschiedene Rechtssysteme notwendig. Bei potenziell zu hohen Zahlungsverpflichtungen ist im konkreten Fall auch eine lokale Insolvenz einer Tochter keine Option, weil man erstens die konkrete Konzernhaftungssituation nicht kennt und zweitens das Ganze ein weltweites Problem ist. Bei FACC müsste man – um überhaupt die Existenzfähigkeit der Gesellschaft sinnvoll beurteilen zu können – die covenants in den Kreditverträgen kennen. Da dem Unternehmen anscheinend der Großteil seiner Liquidität abhanden gekommen ist, könnte es durchaus sein, dass Kreditlinien vorzeitig fällig gestellt werden. Dann gehört der Konzern ruck zuck den Kreditgebern und nicht mehr den Aktionären. Ob und wie wahrscheinlich das passiert, lässt sich aber für den Außenstehenden nicht sagen. Rational betrachtet kann also ohne Insiderinformation ein Unternehmen in einer solchen prekären Lage nicht bewertet werden. Vom Totalausfall bis zur völligen Erholung ist alles möglich und keines der Szenarien kann auch nur irgendwie mit einer Eintrittswahrscheinlichkeit versehen werden. Daraus folgt, dass der Kauf solcher Unternehmen in der allgemeinen Panik bei Bekanntwerden des Skandals kein Value Investment im technischen Sinn sein kann, sondern nur eine Spekulation darauf, dass alles wieder gut wird. Außerdem folgt daraus, dass die eine Variable der Gleichung, nämlich die Überwindbarkeit der Turbulenzen, nicht bestimmbar ist.

    Das Problem mit Buffett im Allgemeinen

    Die Frage nach der zweiten Variable, nämlich nach der Großartigkeit eines Unternehmens, möchte ich stellvertretend für das allgemeine Problem behandeln, das ich mit dem Buffett`schen Investmentansatz habe. Ein großartiges Unternehmen laut Warren Buffett ist eines, das aufgrund eines dauerhaften Wettbewerbsvorteils in der Lage ist, deutlich mehr als seine Kapitalkosten zu verdienen. Bei den beiden oben genannten Beispielen ist für mich die Antwort relativ klar: beide sind Zykliker in sehr wettbewerbs- und kapitalintensiven Branchen, mit Margen und Rentabilitätskennzahlen, die einen keinesfalls vom Hocker reißen. Es sind Unternehmen, die man auch ohne Skandal nicht haben muss. FACC verdient eigentlich überhaupt nichts, von daher gilt das hier noch mehr. Es lässt sich zwar leicht sagen, wann ein Unternehmen definitiv nicht großartig ist, aber das bedeutet nicht, dass man in einem Umkehrschluss automatisch davon ausgehen kann, dass die Unternehmen, die nicht sofort wie VW oder FACC von der Liste zu streichen sind, schon alleine deshalb über großartige Merkmale verfügen. Die Dauerhaftigkeit eines Wettbewerbsvorteiles ist irrsinnig schwer zu bestimmen. Die Kompetenz und die Interessenslage des Managements ebenfalls. Kurzum: „Value Investing is simple, but not easy.“ Das gilt nicht nur im Hinblick auf die psychologische Seite, sondern ganz besonders auch bezogen auf das notwendige Fachwissen.

    Warren Buffett hat eine unglaubliche Begabung in zweierlei Hinsicht. Erstens ist er ein Mensch mit einer unglaublichen Auffassungsgabe. Zweitens kann er komplexe Dinge einfach erklären. In Bezug auf die zweite Begabung frage ich mich allerdings immer mehr, ob er der Investorengemeinschaft dadurch nicht unfreiwillig einen Bärendienst erweist. Ein Sachverhalt wird dadurch nicht einfacher, nur weil Buffett ihn in einer Erklärung auf die wesentlichsten Dinge reduziert. Es ist nämlich zweifellos ein Trugschluss, dass man eine Sache wie Warren Buffett verstehen könne, nur weil man Warren Buffetts Erklärung dieser Sache folgen kann.

    The post Der Skandal als Chance? appeared first on Bargain Magazine.


    (22.01.2016)

    BSN Podcasts
    Christian Drastil: Wiener Börse Plausch

    Wiener Börse Party #1160: AT&S, Banken oder Versicherer (die Party ist entschieden)?, Konkursverfahren gegen ein 2020er-Listing in Wien




    FACC
    Akt. Indikation:  14.96 / 15.22
    Uhrzeit:  21:55:08
    Veränderung zu letztem SK:  0.20%
    Letzter SK:  15.06 ( 3.29%)

    Volkswagen
    Akt. Indikation:  90.85 / 91.50
    Uhrzeit:  21:56:26
    Veränderung zu letztem SK:  0.97%
    Letzter SK:  90.30 ( 0.50%)



     

    Bildnachweis

    1. FACC , (© finanzmarktfoto.at/Martina Draper)   >> Öffnen auf photaq.com

    Aktien auf dem Radar:AT&S, Rosenbauer, Telekom Austria, Zumtobel, Semperit, CPI Europe AG, Bawag, Mayr-Melnhof, Polytec Group, UBM, DO&CO, FACC, Linz Textil Holding, Verbund, Wolford, Bajaj Mobility AG, Warimpex, BKS Bank Stamm, Amag, EuroTeleSites AG, Österreichische Post.


    Random Partner

    Polytec
    Die Polytec Group ist ein Entwickler und Hersteller von hochwertigen Kunststoffteilen und ist mit 26 Standorten und über 4.500 Mitarbeitern weltweit aktiv. Das österreichische Unternehmen zählt renommierte Weltmarken der Automobilindustrie zu seinen Kunden.

    >> Besuchen Sie 55 weitere Partner auf boerse-social.com/partner


     Latest Blogs

    » Börse Social Depot Trading Kommentar: Weiteres Verbund-Trading (Depot Ko...

    » Börsegeschichte: Extremes zu Warimpex und Mayr-Melnhof (Börse Geschichte...

    » Nachlese: Bernhard Haas, Anna Strigl (audio cd.at)

    » Wiener Börse zwischen AT&S-Allzeithoch, Strabag-Wachstum und einem Konku...

    » ATX im Aufwind: AT&S stürmt auf neues Allzeithoch vor dem Wiener Börsepr...

    » Wiener Börse Party #1160: AT&S, Banken oder Versicherer (die Party ist e...

    » PIR-News: Zahlen von AT&S und Strabag, Aufträge für Palfinger und Andrit...

    » (Christian Drastil)

    » Wiener Börse zu Mittag fester: FACC, Strabag und Verbund gesucht

    » ATX-Trends: AT&S, Porr, DO & CO ...


    Useletter

    Die Useletter "Morning Xpresso" und "Evening Xtrakt" heben sich deutlich von den gängigen Newslettern ab. Beispiele ansehen bzw. kostenfrei anmelden. Wichtige Börse-Infos garantiert.

    Newsletter abonnieren

    Runplugged

    Infos über neue Financial Literacy Audio Files für die Runplugged App
    (kostenfrei downloaden über http://runplugged.com/spreadit)

    per Newsletter erhalten


    Ausgewählte Jobs von PIR-Partnern


    Ausgewählte Events von BSN-Partnern


    Meistgelesen
    >> mehr





    PIR-Zeichnungsprodukte
    Newsflow
    >> mehr

    Börse Social Club Board
    >> mehr
      wikifolio-Trades Austro-Aktien 20-21: Kontron(1), Uniqa(1), Österreichische Post(1)
      wikifolio-Trades Austro-Aktien 19-20: Telekom Austria(1), Verbund(1)
      Star der Stunde: Strabag 1.66%, Rutsch der Stunde: Frequentis -2.07%
      wikifolio-Trades Austro-Aktien 17-18: Telekom Austria(1), Erste Group(1)
      Star der Stunde: AT&S 2.55%, Rutsch der Stunde: RBI -0.92%
      wikifolio-Trades Austro-Aktien 16-17: Rosenbauer(1), AT&S(1), OMV(1), Telekom Austria(1)
      Star der Stunde: SBO 1.91%, Rutsch der Stunde: Rosenbauer -3.04%
      wikifolio-Trades Austro-Aktien 15-16: Uniqa(1)
      Star der Stunde: Rosenbauer 0.97%, Rutsch der Stunde: Telekom Austria -0.66%

      Featured Partner Video

      Wiener Börse Party #1158: ATX etwas fester, Wienerberger gesucht, Emerald Horizon vor Börsegang und ein Duett zum Schluss

      Die Wiener Börse Party ist ein Podcastprojekt für Audio-CD.at von Christian Drastil Comm.. Unter dem Motto „Market & Me“ berichtet Christian Drastil über das Tagesgeschehen an der Wiener Börse....

      Books josefchladek.com

      Machiel Botman
      Heartbeat
      1994
      Volute

      Daido Moriyama
      Ligh and Shadow (English Version
      2019
      Getsuyosha, bookshop M

      Stephen Gill
      The Pillar
      2019
      Nobody

      L'électrification de la ligne Paris Le Mans (photos by Roger Schall)

      1937
      Editions Perceval

      John Gossage
      LAMF (Special Edition)
      2026
      Magic Hour Press