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Siemens: Margenziel erreicht (Christian Scheid, Marc Schmidt)

Autor:
Marc Schmidt

Die Börsenblogger ist das einfache und direkte Sprachrohr von Journalisten und deren Kollegen, die teils schon mit jahrzehntelanger Arbeits- und Börsenerfahrung aufwarten können. Auch als professionelle Marktteilnehmer. Letztlich sind wir alle Börsenfans. Aber wir vertreten in diesem Blog auch eine ganz simple Philosophie: Wir wollen unabhängig von irgendwelchen Analysten, Bankexperten oder Gurus schreiben, was wir zum aktuellen (Börsen-)Geschehen denken, was uns beschäftigt. Das kommt Ihnen, dem Leser, zu Gute.

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01.12.2015, 2476 Zeichen

Der Industriekonzern Siemens (WKN 723610) hat sein Renditeziel knapp erreicht. Bei der Aktie zeichnet sich ein Seitwärtstrend ab. Daher sollten sich Anleger stattdessen eine Aktienanleihe ansehen.

Mit großer Spannung waren die Geschäftszahlen von Siemens erwartet worden. Denn Analysten hatten Sorgen, ob der Industriekonzern sein Renditeziel von 10 bis 11 Prozent erreichen würde. Dank eines ordentlichen Schlussquartals hat es Siemens dann doch noch geschafft. Mit 10,1 Prozent lag die Marge im industriellen Geschäft gerade noch so in der anvisierten Spanne.

Auch der Ausblick kann sich sehen lassen. Der Umsatz soll im laufenden Geschäftsjahr um maximal fünf Prozent steigen. Zudem soll die Marge im industriellen Geschäft erneut zwischen zehn und elf Prozent liegen. Die Aktie konnte im Anschluss an die Meldung deutlich zulegen. Allmählich verliert die seit Anfang Oktober laufende Aufwärtsbewegung aber an Schwung. Kein Wunder: In diesem Zeitraum ging es um knapp 20 Prozent nach oben.

Sollte, wie sich aktuell im Chart andeutet, eine längere Seitwärtsphase anstehen, ist eine Protect Aktienanleihe (ISIN AT0000A1HE35) von der Erste Group Bank die bessere Wahl. Das Papier ist mit einem Kupon von 6,2 Prozent p.a. ausgestattet. Die Aktienanleihe wird zum Nennwert getilgt, wenn der Kurs von Siemens während der Laufzeit niemals die Barriere von 80 Prozent des Startwerts berührt. Sollte der Titel die Barriere verletzen und am Ende nicht wieder über dem Startpreis stehen, erfolgt die physische Lieferung der Aktien.

Quelle: Guidants

Quelle: Guidants

Tendenziell auf steigende Kurse der Siemens-Aktie ist die klassische Aktienanleihe (ISIN AT0000A1HE27) ausgerichtet. Sie ist ohne Protect-Level ausgestattet. Zur Rückzahlung zum Nennwert kommt es also nur dann, wenn die Aktie am Laufzeitende über ihrem Startwert notiert. Das etwas größere Risiko wird mit einem höheren Kupon von 8,2 Prozent p.a. ausgeglichen. Die konservativste Variante ist die Protect Pro Aktienanleihe (ISIN AT0000A1H1Y4), da hier die Barriere von 80 Prozent nur am letzten Tag der Laufzeit aktiv ist. Der erhöhte Schutz geht mit einem niedrigeren Kupon von 4,2 Prozent p.a. einher.

Ein Beitrag von Christian Scheid. Er ist Chefredakteur von Zertifikate // Austria und freier Wirtschafts- und Finanzjournalist. Er schreibt für mehrere österreichische und deutsche Fachmagazine und -zeitungen. Sein Gratis-Newsletter ZERTIFIKATE // AUSTRIA ist mehr als lesenswert. Hier geht es zur Anmeldung.

Bildquelle: Pressebild Siemens


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