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Twitter: Geht das gut? (Christian-Hendrik Knappe)

Bild: © www.shutterstock.com, Twitter Logo vor der NYSE am 7. November 2013 in New York, Börsegang Anthony Correia / Twitter Logo vor der NYSE am 7. November 2013 in New York, Börsegang Anthony Correia /

22.10.2015, 4620 Zeichen

Mit einem neuen Konzernchef und umfassenden Stellenstreichungen will Twitter wieder für positive Schlagzeilen sorgen. Allerdings wird das nicht ganz einfach.

Dem Twitter-Verwaltungsrat wäre es angesichts der anstehenden Herausforderungen aller Voraussicht nach lieber gewesen, einen CEO zu haben, der sich voll und ganz auf seine Aufgaben beim Kurznachrichtendienst konzentrieren kann. Ende 2013 konnte Twitter noch ein gefeiertes Börsendebut hinlegen. Seitdem produziert das Unternehmen weniger erfreuliche Nachrichten. Frühe Investoren mussten angesichts starker Kursrückgänge der Twitter-Aktie teilweise deutliche Verluste hinnehmen. Und jetzt soll Mitgründer und bisheriger Interims-CEO Jack Dorsey gleichzeitig Twitter und den Bezahldienst Square führen. Während er Twitter wieder zu mehr Wachstum verhelfen muss, wird ihn der anstehende Square-Börsengang auf Trab halten.

Seit dem Rücktritt von Dick Costolo von seinem Chefposten bei Twitter im Sommer hatte Dorsey die Geschäfte kommissarisch geleitet. Am 30. September war es dann so weit. Das Unternehmen hatte bekannt gegeben, dass er dauerhaft die Führungsposition übernehmen wird. Schon rund zwei Wochen später musste er eine schmerzhafte Entscheidung verkünden. Laut einer Unternehmensmeldung vom 13. Oktober streicht Twitter rund 336 Stellen. Das entspricht rund 8 Prozent der Belegschaft. Auf diese Weise will man sich schlanker aufstellen, um bei der Suche nach Innovationen flexibler zu sein. Zudem werden die Kosten gesenkt. Im Hinblick auf die bisher fehlenden Unternehmensgewinne könnte das hilfreich sein. Allerdings wären die fehlenden Gewinne für Anleger aller Voraussicht nach kein großes Problem, wenn das Wachstum stimmen würde.

Genau dort drückt jedoch der Schuh. Während der große Konkurrent unter den sozialen Netzwerken, Facebook, mehr als 1 Milliarde Nutzer hat, stagnierte das Twitter-Nutzerwachstum zuletzt. Zudem sind groß angelegte Entlassungen für ein Wachstumsunternehmen in der US-Technologiebranche kein gutes Zeichen. In einem frühen Stadium erwartet man eher, dass Twitter noch mehr neue Mitarbeiter einstellt, um das Wachstum anzukurbeln. Die steigenden Kosten müssten daher eher zweitrangig sein.

Twitter gibt am 27. Oktober die Ergebnisse für das dritte Geschäftsquartal 2015 (Ende September) bekannt. Für erste Ergebnisse der Umstrukturierungsmaßnahmen dürfte es zu früh sein. Allerdings sollte eine positive Überraschung in Sachen Wachstum Dorsey einen guten Start in seinem Job als permanenter CEO bescheren. Analysten gehen derzeit aber davon aus, dass sich das Umsatzwachstum abgeschwächt hat. Nachdem das Umsatzplus im zweiten Quartal laut Unternehmensangaben vom 28. Juli bei 61 Prozent lag, rechnen Analysten laut Reuters-Konsens für das dritte Quartal im Schnitt mit einem Zuwachs um 55 Prozent.

Von Anlegerseite hat der neue permanente Unternehmenschef schon einmal einige Vorschusslorbeeren erhalten. Im Zuge der Ernennung Dorseys zum CEO und der Ankündigung von Sparmaßnahmen konnte sich die Twitter-Aktie etwas erholen. Es wird jedoch noch eine ganze Weile dauern, bis klar wird, ob sich Jack Dorsey erfolgreich um zwei Unternehmen kümmern und vor allem Twitter wieder zu mehr Wachstum verhelfen kann.

Spekulative Anleger, die steigende Kurse der Twitter-Aktie erwarten, könnten mit einem Wave XXL-Call der Deutschen Bank (WKN XM60G5) auf ein solches Szenario setzen. Der Hebel dieses Open-End-Papiers liegt derzeit bei 3,97, die Knock-Out-Schwelle bei 23,20 US-Dollar. Wer aber als spekulativer Anleger eher short-orientiert ist, könnte mit einem Wave XXL-Put der Deutschen Bank (WKN XM52VF, aktueller Hebel 2,62; Knock-Out-Schwelle bei 37,80 US-Dollar) auf fallende Kurse der Twitter-Aktie setzen.

Stand: 21.10.2015

© Deutsche Bank AG 2015

Bei dem vorliegenden Dokument handelt es sich um eine Werbemitteilung.

Die in diesem Dokument enthaltenen Angaben stellen keine Anlageberatung dar. Weitere, ausführlichere Angaben zu den Wertpapieren einschließlich der Risiken sind den jeweiligen Basisprospekten, nebst etwaiger Nachträge („Basisprospekte“) sowie den jeweiligen Endgültigen Bedingungen zu entnehmen. Der Basisprospekt und die Endgültigen Bedingungen stellen das allein verbindliche Verkaufsdokument der Wertpapiere dar. Anleger können die Basisprospekte nebst den jeweiligen Endgültigen Bedingungen bei der Deutsche Bank AG, Große Gallusstraße 10-14, 60311 Frankfurt am Main (Deutschland) kostenlos in Papierform und deutscher Sprache erhalten und unter www.xmarkets.de herunterladen.

Alle Meinungsäußerungen geben die aktuelle Einschätzung der Deutsche Bank AG wieder, die sich ohne vorherige Ankündigung ändern kann.


(22.10.2015)

© Deutsche Bank AG -
Bei dem vorliegenden Dokument handelt es sich um eine Werbemitteilung. Die in diesem Dokument enthaltenen Angaben stellen keine Anlageberatung dar. Weitere, ausführlichere Angaben zu den Wertpapieren einschließlich der Risiken sind den jeweiligen Basisprospekten, nebst etwaiger Nachträge („Basisprospekte“) sowie den jeweiligen Endgültigen Bedingungen zu entnehmen. Der Basisprospekt und die Endgültigen Bedingungen stellen das allein verbindliche Verkaufsdokument der Wertpapiere dar. Anleger können die Basisprospekte nebst den jeweiligen Endgültigen Bedingungen bei der Deutsche Bank AG, Mainzer Landstraße 11-17, 60329 Frankfurt am Main (Deutschland) kostenlos in Papierform und deutscher Sprache erhalten und unter www.xmarkets.de herunterladen.

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    Genau dort drückt jedoch der Schuh. Während der große Konkurrent unter den sozialen Netzwerken, Facebook, mehr als 1 Milliarde Nutzer hat, stagnierte das Twitter-Nutzerwachstum zuletzt. Zudem sind groß angelegte Entlassungen für ein Wachstumsunternehmen in der US-Technologiebranche kein gutes Zeichen. In einem frühen Stadium erwartet man eher, dass Twitter noch mehr neue Mitarbeiter einstellt, um das Wachstum anzukurbeln. Die steigenden Kosten müssten daher eher zweitrangig sein.

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