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Aktienresearch – bringt das überhaupt etwas? Beispiel Coloplast (Stefan Böhm)

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(mit historischen Bildtexten)
Autor:
Stefan Böhm

Mein Name ist Stefan Böhm und ich bin Börsianer mit Leib & Seele. Einer meiner größten Erfolge war die punktgenaue Warnung vor der Finanzkrise im Jahr 2007, die meinen Lesern Gewinne von rund +400% gebracht hat.

Trading ist meine Leidenschaft und ich möchte möglichst vielen Anlegern mit meinem Erfahrungsschatz weiterhelfen. Deshalb biete ich Ihnen kostenfrei die hochwertige Wissensplattform Böhms DAX-Strategie.

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21.10.2015, 2690 Zeichen

Coloplast, der dänische Konzern aus der Medizinprodukt-Branche, kann momentan nicht gerade als Liebling der Anleger bezeichnet werden. Im Raum stehen Strafzahlungen in Höhe von fast 500 Mio. US-Dollar, für die das Unternehmen bereits Rückstellungen gebildet hat. Das hat die von mir als sehr attraktiv eingeschätzte Aktie in den letzten Monaten unter Druck gesetzt. Eine mögliche weitere Korrektur bis in den Bereich von 403 Kronen (54 Euro) Euro wäre ein günstiges Einstiegsniveau.

Drei Analysten - drei Meinungen

Heute möchte ich dieses Papier aber zum Anlass nehmen, Sie erneut auf ein wichtiges Thema hinzuweisen: Dem Research der Investmenthäuser. Wenn Sie mit einem einfachen Problem an Ihrem Backenzahn zu fünf verschiedenen Zahnärzten gehen, dann dürfen Sie normalerweise davon erwarten, dass die Diagnose stets relativ ähnlich ausfällt. Bei Aktien können Sie dieses Selbstverständnis getrost vergessen. Werfen wir einen Blick auf die konkreten Einschätzungen dreier renommierter Investmenthäuser: JP Morgan Chase sieht Coloplast als Halteposition mit einem Kursziel bei 430 Dänischen Kronen. Goldman Sachs ist deutlich optimistischer (Conviction Buy) und rät zum Kauf, Kursziel 580 Dänische Kronen. Die Schweizer UBS empfiehlt, Coloplast zu verkaufen und rechnet mit Abschlägen bis zu 375 Dänischen Kronen.

Unterschiedliche Ansätze

Die Meinungen könnten also kaum weiter auseinandergehen, wir reden hier immerhin von 40 Mrd. Dänischen Kronen Marktkapitalisierung mehr oder weniger. Ein Widerspruch? Nicht unbedingt:

  1. Jede Prognose basiert auf Annahmen, die der Analyst mehr oder weniger beliebig variieren kann. UBS erwartet, dass die Dänen in den nächsten Quartalen Probleme haben werden, ihr Gewinnwachstum von rund 8 Prozent aufrecht zu erhalten und begründet dies mit ihrem üppigem Marktanteil von über 50 Prozent in vielen Schlüsselmärkten. Goldman Sachs rechnet damit, dass der Marktführer, wie bisher auch, weitere Marktanteile hinzugewinnt und zusätzliches Wachstum in Schwellenländern generieren kann. Zwei Analysten, zwei Meinungen.
  2. Sogenannte Sell-Side-Analysten erzeugen mit ihrer Arbeit bestenfalls Kauf- und Verkaufsaufträge für das Handelsdesk der Bank. Das schmälert nicht unbedingt ihre Leistung, aber der Ansatz ist meist relativ kurz und bezieht sich auf die nächsten Quartale.

Fazit

Wir sind immer auf der Suche nach qualifizierten Meinungen, allerdings ist es wichtig, sich ein eigenes Urteil zu bilden. Zu oft gewichten Analysten das aktuelle Geschehen über und verstricken sich in Details, statt das Große und Ganze im Blick zu behalten.

Erfolgreiche Investments,

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(21.10.2015)

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Kapitalmarkt-stimme.at daily voice: Der Running Gag der CIRA hat echt funktioniert (und das sogar in halber Zeit)




Goldman Sachs
Akt. Indikation:  780.40 / 781.40
Uhrzeit:  11:28:43
Veränderung zu letztem SK:  -0.45%
Letzter SK:  784.40 ( 2.88%)

JP Morgan Chase
Akt. Indikation:  262.15 / 262.45
Uhrzeit:  11:29:18
Veränderung zu letztem SK:  -1.41%
Letzter SK:  266.05 ( 0.11%)

UBS
Akt. Indikation:  36.83 / 36.86
Uhrzeit:  11:28:37
Veränderung zu letztem SK:  -0.77%
Letzter SK:  37.13 ( 2.41%)



 

Bildnachweis

1. Coloplast Chart

2. research, nachschlagen, suchen, Brille, Buch, Universität, lernen, studieren, http://www.shutterstock.com/de/pic-121465030/stock-photo-picture-of-an-open-book-with-a-glasses-on-top-of-it.html

Aktien auf dem Radar:Rosenbauer, Flughafen Wien, Österreichische Post, EuroTeleSites AG, Kapsch TrafficCom, Polytec Group, Bajaj Mobility AG, AT&S, CPI Europe AG, SBO, Andritz, DO&CO, Erste Group, FACC, Gurktaler AG Stamm, OMV, Palfinger, RBI, Verbund, voestalpine, Wienerberger, Semperit, BKS Bank Stamm, SW Umwelttechnik, BTV AG, Oberbank AG Stamm, Amag, CA Immo, Telekom Austria, RHI Magnesita, DAX.


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    21.10.2015, 2690 Zeichen

    Coloplast, der dänische Konzern aus der Medizinprodukt-Branche, kann momentan nicht gerade als Liebling der Anleger bezeichnet werden. Im Raum stehen Strafzahlungen in Höhe von fast 500 Mio. US-Dollar, für die das Unternehmen bereits Rückstellungen gebildet hat. Das hat die von mir als sehr attraktiv eingeschätzte Aktie in den letzten Monaten unter Druck gesetzt. Eine mögliche weitere Korrektur bis in den Bereich von 403 Kronen (54 Euro) Euro wäre ein günstiges Einstiegsniveau.

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    Die Meinungen könnten also kaum weiter auseinandergehen, wir reden hier immerhin von 40 Mrd. Dänischen Kronen Marktkapitalisierung mehr oder weniger. Ein Widerspruch? Nicht unbedingt:

    1. Jede Prognose basiert auf Annahmen, die der Analyst mehr oder weniger beliebig variieren kann. UBS erwartet, dass die Dänen in den nächsten Quartalen Probleme haben werden, ihr Gewinnwachstum von rund 8 Prozent aufrecht zu erhalten und begründet dies mit ihrem üppigem Marktanteil von über 50 Prozent in vielen Schlüsselmärkten. Goldman Sachs rechnet damit, dass der Marktführer, wie bisher auch, weitere Marktanteile hinzugewinnt und zusätzliches Wachstum in Schwellenländern generieren kann. Zwei Analysten, zwei Meinungen.
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