16.10.2015, 2931 Zeichen
SAP konnte mit seinen heute veröffentlichten Quartalszahlen laut Reuters die Markterwartungen übertreffen. Der Konzern konnte seinen Gewinn in Q3 deutlich steigern. So stieg das bereinigte Betriebsergebnis um 19 Prozent auf 1,62 Milliarden Euro an. Allein mit seinen Cloud-Diensten konnte SAP einen Umsatz von 600 Millionen Euro erzielen, was circa doppelt so viel ist wie davor.
Im September hat SAP das neue Produkt HANA Vora eingeführt, welches Unternehmen helfen soll, digitalisierte Prozesse zu vereinfachen. Zudem kündigte das Unternehmen neue Fähigkeiten für die SAP HANA Cloud Plattform an. Beides soll dazu beitragen, die Analyse von Daten, die über breite Netzwerke verstreut sind, zu vereinfachen. HANA Vora könne zudem zum Beispiel auch Anomalitäten bei Finanztransaktionen und Kunden-Daten aufdecken und so das Risiko von Betrug verringern. Die SAP HANA Cloud Plattform solle zum Beispiel digitale Konnektivität steigern und mobile Sicherheit vergrößern.
Vor der Veröffentlichung der Quartalszahlen kündigte SAP kürzlich ein neuentwickeltes Business-Analyse Tool an. Das Projekt sei intern unter dem Namen "Orca" bekannt. Experten vermuten, dass das System die Standardsoftware Excel als Computerprogramm für Nicht-IT-Mitarbeiter in Unternehmen ersetzen könnte. Das System sucht Daten, die eine Gemeinsamkeit aufweisen, aus vielen verschiedenen Datenquellen und vereinfacht es so Analysen des Unternehmens zu erstellen und darauf basierende Entscheidungen treffen. Allerdings könnten sie damit in Konkurrenz mit ihrem Partner Amazon treten. Auch der Internetdienst Amazon Web Services (AWS) plant ein Tool zur Analyse und Auswertung von Daten. Amazon würde dieses Produkt allerdings für circa ein Zehntel des Preises anbieten. Es würde insbesondere auf die Daten zugreifen, die in der Amazon Cloud gespeichert werden. SAP's Software würde sich laut Unternehmensangaben insofern von der AWS-Software unterscheiden, dass sie weit differenziertere Quellen durchsucht und so einen größeren Bereich an Daten abdeckt.
Amazon und SAP arbeiten an einigen Systemen zusammen. Doch Steve Lucas, der für SAP im Platform Solutions-Bereich tätig ist, sagt, dass Amazon und SAP zwar an manchen Lösungssystemen zusammenarbeiten, in anderen aber konkurrieren. Zur Zeit wird zur Bedienung mancher SAP-Software zum Beispiel die AWS Cloud benötigt. Laut der Research-Plattform Seeking Alpha wolle SAP besonders den Cloud-Bereich ausbauen, denn der Markt verspreche großes Potential. SAP meldete in dieser Sparte bereits einen Umsatzwachstum im dreistelligen Bereich im ersten Halbjahr.
Da der weitere Kursverlauf der Aktien von einer Vielzahl konzernpolitischer und ökonomischer Faktoren abhängig ist, sollten Anleger das Risiko bei ihren Investmententscheidungen berücksichtigen. Entwicklungen können jederzeit anders verlaufen als Anleger es erwarten, wodurch Verluste entstehen können.
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Wiener Börse Party #1076: ATX deutlich im Minus und wieder beim Ultimo-Wert, nur UBM im Plus, PIR 2026 mit begleitendem neuem wikifolio
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