15.09.2015, 3620 Zeichen

Mag sein, dass der Konzern dabei auch eigene Interessen im Sinn hat (so sollen zum Beispiel Praktika im Bayer-Konzern angeboten werden). Den Kindern oder Jugendlichen wird das aber egal sein. Und für die Integration dieser Menschen kann das nur von Vorteil sein. Aber auch für seine Aktionäre arbeitet Bayer an einem viel versprechenden Deal. Die Abspaltung der Kunststoffsparte Covestro (hieß bis vor kurzem noch Material Science) nimmt nämlich konkrete Formen an. Der noch in diesem Jahr geplante Börsengang soll dem Unternehmen rund 2,5 bis 3 Mrd. Euro in die Kassen spülen. Bayer bleibt zunächst Mehrheitsaktionär, will seine Anteile bis spätestens 2020 aber komplett veräußern, um sich dann als reines Life-Science-Unternehmen zu etablieren. Die Tochter wird derweil schon als potenzieller MDAX-Kandidat mit späteren Aufstiegschancen in den DAX gehandelt.
An der Börse hatte die Bayer-Aktie von den bereits im vergangenen Jahr verkündeten Plänen zunächst spürbar profitiert. Der in den vergangenen Monaten gelaufenen Konsolidierung am Gesamtmarkt konnte sich der DAX-Wert aber auch nicht komplett entziehen. Von seinem im April markierten Jahreshoch ist der Kurs rund 20 Prozent abgerutscht. Die Trader bei wikifolio.com nutzten diese Schwäche zuletzt mehrheitlich zum Einstieg bei der Aktie, die von Analysten zumeist mit „Halten“ oder „Kaufen“ eingestuft wird. Genau aus diesem Grund hat auch Christian Kißling („TopTen“) Bayer in sein wikifolio „Durchschnittliche Analystenmeinung“ aufgenommen. Der Trader sucht hier ganz konkret nach den Werten, „welche von einer großen Anzahl von Analysten zum Kauf empfohlen wurden und das höchste gewichtete Kurspotential aufweisen.“ Wie groß das Potential der aktuell bei rund 119 Euro notierenden Aktie laut Analysten ist, können Anleger dem geposteten Kommentar entnehmen: „Nachdem Bayer noch weiter gefallen ist, steigen wir nun wieder ein. Ziel 143,89 Euro“. Mit dieser Anlagestrategie hat der Trader seit November 2012 ein Kursplus von knapp 40 Prozent erzielt und den Wert des kurz danach aufgelegten wikifolio-Zertifikats um 32 Prozent gesteigert. Der größte Drawdown belief sich bislang auf überschaubare 12,3 Prozent.
Roland Zeeb („RZInvest“) hingegen hat die Bayer-Aktie am vergangenen Wochenende aus seinem wikifolio „RZ Invest HDAX-Werte Plus II“ herausgenommen. Knapp 2,5 Jahre nach dem Kauf wurde dabei ein Gewinn von 45,4 Prozent realisiert. Kommentiert hat er die Transaktion leider nicht, weshalb die Gründe offen bleiben. Bei einer „über 30-jährigen Erfahrung mit allen Arten von Wertpapieren“ wird der als Anlageberater tätige Trader aber sicher stichhaltige Argumente gehabt haben. Einfluss auf seine Entscheidung könnte zum Beispiel der Rutsch der Aktie unter ihren 200-Tages-Durchschnitt gehabt haben. Dieses Hilfsmittel verwendet der Trader laut Handelsidee nämlich bei seinen Transaktionen. Der Fokus des wikifolios soll hauptsächlich auf HDAX-Werten liegen, also allen Aktien, die im DAX, MDAX und TecDAX gelistet sind. Allerdings beinhaltet das 20 Titel umfassende Portfolio zurzeit auch zahlreiche Werte aus anderen Ländern oder Segmenten. Bei einer als Ziel ausgegebenen „mittel- bis langfristig überdurchschnittlichen Rendite bei geringen Schwankungen“ verbucht das wikifolio seit April 2013 eine Performance von rund 48 Prozent bei einem Maximalverlust von 19,7 Prozent. In den vergangenen sechs Monaten musste der Trader allerdings einen Rückgang von gut 10 Prozent hinnehmen. Das seit Februar 2014 investierbare wikifolio-Zertifikat liegt dadurch aktuell nur noch mit 19 Prozent im Plus.
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Wiener Börse Party #1147: ATX zum Mai-Start etwas leichter, AT&S flirtet mit der Dreistelligkeit, auch Polytec erneut gesucht, Semperit klug
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