13.08.2015, 2853 Zeichen
Der österreichische Mineralölkonzern OMV hat unlängst seine Zahlen zum Halbjahr 2015 veröffentlicht. In aller Kürze möchte ich in diesem Artikel jene Aspekte auflisten, die einem bei der Durchsicht des Berichtes ins Auge springen und auf die man als Investor achten sollte:
- Chefwechsel: Rainer Seele folgte vor kurzem auf Gerhard Roiss
- Im Ergebnis ist ein negativer Sondereffekt von 205 MEUR wegen einer Wertminderung auf das Kraftwerk Samsun in der Türkei beinhaltet
- Die Beteiligung der OMV, die Borealis ist in Finnland in Steuerstreitigkeiten verwickelt. Herabgebrochen auf den Anteil der OMV droht hier im Worst Case ein Risiko im untersten Bereich eines niedrigen dreistelligen Millionenbetrages.
- Das verbesserte Downstreamgeschäft federt wie erwartet Schwächen im Upstream ab und zeigt, dass das Geschäftsmodell der OMV belastbar ist.
- Es ist die Begebung einer neuerlichen Hybridanleihe geplant. Hier ist zu beobachten, was mit den Erlösen gemacht wird und wo die Verzinsung liegt. Ich möchte noch recherchieren, ob die bisherige Hybride abgelöst werden kann und so die Zinsbelastung sinkt.
- Das Gearing ist leicht gestiegen (auf ca. 40%), die Konzerneigenkapitalquote inklusive Hybrider liegt bei 44%. Angesichts der stillen Reserven in Bezug auf die Reproduktionskosten der Raffinerien, des Gasnetzes und der bilanziellen Bewertung der Borealis sowie des offenkundig belastbaren integrierten Geschäftsmodelles sehe ich die finanzielle Stabilität als gegeben an
- Der Cashflow vor Veränderung des Working Capital im ersten Halbjahr 2015 zeigt meiner Meinung nach, dass ähnlich wie die Apache Corporation auch die OMV „Fit for 50“ ist. Im Falle weiterer Ölpreiseinbrüche könnte man die CAPEX, die hauptsächlich Entwicklungskosten im Upstream-Bereich betreffen, wahrscheinlich noch deutlich kürzen.
- Teile der Produktionsvolumina im Upstream werden derzeit gehedgt. Über Sinn und Unsinn von solchen Manövern lässt sich wahrscheinlich streiten.
Zu guter Letzt möchte ich noch meine Skepsis in Puncto Dividendenhöhe aussprechen: ich denke nicht, dass das derzeitige Niveau von 1,25 Euro je Aktie gehalten werden kann, zumindest wenn man die derzeitig geplanten Investitionsvolumina im Zeitraum 2015-2017 durchziehen möchte. Das wird zwar die Republik nicht freuen, aber es wäre gesünder für das Unternehmen. Wenn man schon was für die Aktionäre tun möchte, wäre eine Transaktion in Bezug auf die Borealis in Form eines Spin Offs, eines IPOs oder eines Verkaufs und der Verwendung der daraus generierten Mittel für einen Aktienrückkauf überhaupt die bessere Alternative, als eine Dividendenausschüttung.
Sinnverwandte Beiträge im Bargain Magazine:
Verwendete Quellen:
http://www.wienerborse.at/marketsearch/?SEARCHVALUE=omv (Halbjahresbericht der OMV zum Download)
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SportWoche ÖTV-Spitzentennis Podcast: Es geht weiter nach oben, Anastasia Potapowa und Lukas Neumayer holen wichtige Punkte
Apache Corp.
Uhrzeit: 09:06:14
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OMV
Uhrzeit: 13:02:57
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