Twitter und die schwarzen Zahlen (Marc Schmidt)
Bild: © www.shutterstock.com, Twitter Logo vor der NYSE am 7. November 2013 in New York, Börsegang Anthony Correia /
Twitter Logo vor der NYSE am 7. November 2013 in New York, Börsegang Anthony Correia /
Autor:
Marc Schmidt
Die Börsenblogger ist das einfache und direkte Sprachrohr von Journalisten und deren Kollegen, die teils schon mit jahrzehntelanger Arbeits- und Börsenerfahrung aufwarten können. Auch als professionelle Marktteilnehmer. Letztlich sind wir alle Börsenfans. Aber wir vertreten in diesem Blog auch eine ganz simple Philosophie: Wir wollen unabhängig von irgendwelchen Analysten, Bankexperten oder Gurus schreiben, was wir zum aktuellen (Börsen-)Geschehen denken, was uns beschäftigt. Das kommt Ihnen, dem Leser, zu Gute.
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Bei Twitter (WKN A1W6XZ) herrscht weiterhin das Prinzip Hoffnung. Zwar glänzte das Unternehmen mit besser als erwartet ausgefallenen Quartalszahlen, enttäuschte jedoch mit einem schwachen Nutzerwachstum und einem demzufolge ebenfalls enttäuschenden Ausblick. Außerdem kämpft das Unternehmen weiter mit roten Zahlen. Die Achterbahnfahrt der Aktie macht das Unbehagen der Anleger.
Zu den positiven Fakten: Der Umsatz war mit 502 Mio. Dollar besser als erwartet. Dies entspricht einem Anstieg der Erlöse um 61 Prozent verglichen mit dem Vorjahreswert auf 502 Mio. Dollar. Die Erwartungen hatten bei lediglich 481 Mio. Dollar gelegen. Die Werbeeinnahmen nahmen derweil um 63 Prozent auf 452 Millionen Dollar zu. Bemerkenswert: Hiervon entfielen 88 Prozent auf das Zukunftsgeschäft mit mobilen Anzeigen auf Smartphones oder Tablets.
Kommen wir zu den negativen Fakten: Twitter verliert weiterhin Geld und schreibt rote Zahlen. Ein Verlust von 137 Mio. Dollar nach 145 Mio. Dollar im Vorjahresquartal. Pro Aktie entspricht dies einem Minus von 21 Cents, gegenüber einem Minus von 24 Cents im Vorjahr. Das bereinigte EPS lag immerhin bei +7 Cents und übertraf damit die Erwartungen von +4 Cents. Allerdings wurde dieser kleine Lichtblick vom Nutzerwachstum getrübt. Das gerät ins Stocken. Ein mickriger Anstieg von nicht einmal 10 Prozent. Twitter-Mitgründer Jack Dorsey sagte zu Recht bei der Bilanz-Veröffentlichung: „Wir sind mit unserem Wachstum nicht zufrieden“. Wenn man die nachbörsliche Kursbewegung anschaut, ist er mit dieser Einschätzung nicht allein.
Kurz zusammengefasst: Der Chart ist ein Graus. Fundamental: Während Twitter immer noch Verluste macht, kommt das Nutzerwachstum in den Augen vieler Investoren zu langsam voran. Gleichzeitig zeigen Google (WKN A0B7FY) und Facebook (WKN A1JWVX) wie man im Bereich Internetwerbung geradezu Geld scheffeln kann. Wer gehebelt auf steigende Kurse der Twitter-Aktie setzen möchte, könnte das Produkt mit der WKN DG1L6E ins Auge fassen. Shorties könnten wiederum einen Blick auf das Hebelprodukt mit der WKN DG5KNS werfen.
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Bildquelle: Pressefoto Twitter

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