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Ausgezwitschert: CEO von Twitter tritt überraschend zurück (Monika Rosen)

Bild: © www.shutterstock.com, Twitter Logo vor der NYSE am 7. November 2013 in New York, Börsegang Anthony Correia / Twitter Logo vor der NYSE am 7. November 2013 in New York, Börsegang Anthony Correia /
Autor:
Monika Rosen

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12.06.2015, 3791 Zeichen

"Danke für alles", sagt der neue Vorstandsvorsitzende von Twitter, Jack Dorsey, zu dem Mann, der ihm am 1. Juli Platz machen muss, nämlich Dick Costolo. Wie viel Dankbarkeit die Aktionäre für Costolo empfinden, ist hingegen sicherlich umstritten. Tatsache ist, dass viele mit der Performance von Twitter schon seit längerem nicht zufrieden sind.

Was wird moniert? Im Gegensatz zu Facebook gelingt es Twitter nicht, die Zahl der aktiven Nutzer zu steigern. Twitter ist bei 300 Millionen monatlich aktiven Nutzern de facto stecken geblieben, Facebook hält bei 1,4 Mrd. und legt immer weiter zu. Zu viele Nutzer seien zwar auf Twitter registriert, würden aber nicht aktiv mitreden. Die Werbung sei zu wenig auf den Nutzer zugeschnitten, auch das würden andere soziale Netzwerke besser machen. Der Vorwurf, der vielleicht ab schwersten wiegt, lautet aber: viele dieser Punkte sind seit langem bekannt, wurden von Costolo auch anerkannt, aber es ist nichts dagegen geschehen.

Und dann sind da natürlich noch die nackten Zahlen, die an der Wall Street ja immer am deutlichsten vernommen werden: Twitter macht nicht nur nach wie vor keine Gewinne, im 1. Quartal 2015 haben sich die Verluste sogar noch ausgeweitet, und zwar auf 162 Mio Dollar. Die Prognose für den heurigen Jahresumsatz wurde zuletzt gesenkt. Mit anderen sozialen Netzwerken wie Facebook, deren Aktie heuer um 5% zugelegt hat, kann das Papier von Twitter nicht mithalten, es ist de facto unverändert. Oder vielmehr, das war die Performance der Aktie bis zum gestrigen Handelsschluss. Nachbörslich hat Twitter deutlich zugelegt, als Reaktion auf die Ablöse von Costolo.

Dennoch, nur ein Austausch an der Unternehmensspitze wird wohl nicht reichen. Viele Analysten sind nach wie vor nicht überzeugt, dass Twitter seine Strategie ausreichend umdrehen kann, um ein Netzwerk mit echtem "Massen-Appeal" zu werden. Nicht umsonst wurde Twitter heuer von Instagram überholt, was die Zahl der aktiven Nutzer angeht. Daher gilt das Unternehmen auch als Übernahmekandidat, als Käufer wird immer wieder Google genannt. Unterm Strich bleibt übrig: Nutzerzahlen in Ertragsströme umzuwandeln, bleibt die Herausforderung für alle sozialen Netzwerke!

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Diese Publikation stellt weder eine Marketingmitteilung noch eine Finanzanalyse dar. Es handelt sich lediglich um Informationen über allgemeine Wirtschaftsdaten. Trotz sorgfältiger Recherche und der Verwendung verlässlicher Quellen kann keine Verantwortung für Vollständigkeit, Richtigkeit, Aktualität und Genauigkeit übernommen werden.
Die Publikation wurde nicht unter Einhaltung der Rechtsvorschriften zur Förderung der Unabhängigkeit von Finanzanalysen erstellt und unterliegt nicht dem Verbot des Handels im Anschluss an die Verbreitung von Finanzanalysen.
Diese Informationen sind nicht als Empfehlung zum Kauf oder Verkauf von Finanzinstrumenten oder als Aufforderung, ein solches Angebot zu stellen, zu verstehen. Diese Publikation dient lediglich der Information und ersetzt keinesfalls eine individuelle, auf die persönlichen Verhältnisse der Anlegerin bzw. des Anlegers (z. B. Risikobereitschaft, Kenntnisse und Erfahrungen, Anlageziele und finanziellen Verhältnisse) abgestimmte Beratung.
Wertentwicklungen in der Vergangenheit lassen keine Rückschlüsse auf die zukünftige Entwicklung zu. Es ist zu bedenken, dass Wert und Rendite einer Anlage steigen und fallen können und dass jede Anlage mit Risiko verbunden ist.

Die vorstehenden Inhalte enthalten kurzfristige Markteinschätzungen. Die Wertangaben und sonstigen Informationen haben wir aus Quellen bezogen, die wir für zuverlässig erachten. Unsere Informationen und Einschätzungen können sich ändern, ohne dass wir dies bekannt geben.


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Twitter
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