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Hält der Höhenflug bei Netflix an? (Heiko Geiger)

Bild: © Netflix Inc. (Homepage), Streaming devices, Netflix Inc.

Autor:
Heiko Geiger

Head of Public Distribution, Bank Vontobel Europe AG

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24.04.2015, 2828 Zeichen

Der weltgrößte Streaminganbieter Netflix konnte in den letzten 3 Monaten fast 5 Millionen neue User hinzugewinnen und lag damit um knapp eine Million über den eigenen Erwartungen. Vorteilhaft wirkt sich dabei der Trend des "Cord-cutting" aus, was bedeutet, dass immer mehr US Bürger ihre TV Verträge bei Kabelanbieter kündigen und auf Onlinealternativen umsteigen. Laut einer aktuellen Studie des Analysehauses Nielsen krempeln "Video-on-Demand-Plattformen" die Medienlandschaft um. Anbieter wie Netflix, Amazon Prime oder Hulu, die schon für eine geringe monatliche Abogebühr Zugang zu Mediatheken im Internet bieten, könnten die Nutznießer dieser Entwicklung sein. Im letzten Jahr stieg der Anteil der US-Haushalte, die solche Services nutzen, von 36 auf 40 Prozent.

In den Vereinigten Staaten, in denen PayTV Firmen traditionell stark vertreten sind, beginnen Onlinedienste das Bezahlfernsehen abzulösen. Vor allem jüngere Kunden, die vom Fernseher auf Laptops, Smartphones und Tablets umsteigen scheinen das Onlineangebot dem traditionellen Fernsehen vorzuziehen. Während für Kabelfernsehverträge im Schnitt 80 Dollar im Monat bezahlt werden müssen, kosten Onlinedienste nur einen Bruchteil. Zudem werden bei Kabelanbietern nur Pakete mit einer Vielzahl an oftmals unnötigen Programmen angeboten, hingegen offerieren Streaminganbieter ein auf den Kunden zugeschnittenes Programm, welches orts- und zeitunabhängig konsumiert werden kann.

Netflix generierte in den USA im Vergleich zum Vorjahr einen um 50% höheren Umsatz. Während der Gesamtumsatz weltweit auf 1,57 Mrd USD anstieg, sank der Gewinn auf 25 Mio USD. Der international ausgerichtete US Konzern litt vor allem unter dem starken Dollar, möchte aber seinen Expansionskurs im Ausland weiter fortsetzen und rechnet dafür mit Verlusten in Höhe von 100 Mio USD im Auslandsgeschäft.

Zugute kam dem Onlineanbieter zuletzt vor allem die Produktion von Eigenserien, wie House of Cards. Eigenserien generieren mehr Kunden, da die Produktionen nur über das Portal bezogen werden können und sorgen für höhere Umsätze, da sie von Kunden im Ausland, wie Sky Deutschland gekauft werden. Diesen Kurs möchte der Konzern in Zukunft fortsetzen und sich somit gegen neue Konkurrenz, wie HBO now behaupten. HBO, einer der klassischen Kabelanbieter wartet mit beliebten Eigenproduktionen, wie True Detective oder Game of Thrones auf und könnte sich nun mit einem erweiterten Onlineangebot zum Konkurrenten aufschwingen. Hiervon gehen Risiken für die weitere Entwicklung von Netflix aus.

Da der weitere Kursverlauf von Netflix von einer Vielzahl konzernpolitischer und ökonomischer Faktoren abhängig ist, sollten Anleger das Risiko bei ihren Investmententscheidungen berücksichtigen. Entwicklungen können jederzeit anders verlaufen als Anleger es erwarten, wodurch Verluste entstehen können.


(24.04.2015)

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Um ausführliche Informationen, insbesondere zur Struktur und zu den mit einer Investition in die derivativen Finanzinstrumente verbundenen Risiken, zu erhalten, sollten potentielle Anleger den Basisprospekt lesen, der nebst den Endgültigen Angebotsbedingungen und etwaigen Nachträgen zu dem Basisprospekt auf der Internetseite des Emittenten www.vontobel-zertifikate.de veröffentlicht ist. Darüber hinaus werden der Basisprospekt, etwaige Nachträge zu dem Basisprospekt sowie die Endgültigen Angebotsbedingungen beim Emittenten, Vontobel Financial Products GmbH, Bockenheimer Landstraße 24, 60323 Frankfurt am Main, zur kostenlosen Ausgabe bereitgehalten.Anleger werden gebeten, die bestehenden Verkaufsbeschränkungen zu beachten.
Näheres über Chancen und Risiken einer Anlage in derivative Finanzinstrumente erfahren Sie in der Broschüre "Basisinformationen über Vermögensanlagen in Wertpapieren", welche Ihr Anlageberater Ihnen auf Wunsch gerne zur Verfügung stellt. Im Zusammenhang mit dem öffentlichen Angebot und dem Verkauf der derivativen Finanzinstrumente können Gesellschaften der Vontobel-Gruppe direkt oder indirekt Provisionen in unterschiedlicher Höhe an Dritte (z.B. Anlageberater) zahlen. Solche Provisionen sind im Finanzinstrumentspreis enthalten. Weitere Informationen erhalten Sie auf Nachfrage bei Ihrer Vertriebsstelle. Ohne Genehmigung darf diese Produktwerbung nicht vervielfältigt bzw. weiterverbreitet werden.

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Niederlassung Frankfurt am Main
Bockenheimer Landstrasse 24
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Fax: +49 (0)69 69 59 96-290
E-mail: zertifikate@vontobel.de
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DE-80331 München
Aufsichtsrat: Dr. Martin Sieg Castagnola (Vorsitz)
Vorstand: Dr. Bernhard Heye (Sprecher), Dr. Wolfgang Gerhardt, Andreas Heinrichs, Dr. Joachim Storck
Eingetragen im Handelsregister beim Amtsgericht München unter HRB 133419
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