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„Wir bleiben dabei: Wir wollen einen fairen Wettbewerb!“

14.10.2021
Klingenbach (OTS) - Heute gab es im Burgenland eine gemeinsame Schwerpunktaktion von Wirtschaftskammer, Arbeiterkammer, Polizei und Finanzpolizei an den Grenzübergängen Heiligenkreuz, Schachendorf, Nickelsdorf und Klingenbach.
Wirtschaftskammerpräsident Peter Nemeth, Arbeiterkammerpräsident Gerhard Michalitsch, Landespolizeidirektor Martin Huber und Wilfried Lehner, Bereichsleiter der Finanzpolizei, machten heute einen Lokalaugenschein im Rahmen einer landesweiten Schwerpunktaktion an der Grenze in Klingenbach. Kontrolliert wurde auch in Heiligenkreuz, Schachendorf und Nickelsdorf.
„Nach wie vor klagen viele burgenländische Betriebe über ungleiche Wettbewerbsbedingungen durch Missbrauch im grenzüberschreitenden Dienstleistungsverkehr“, erklärt dazu Wirtschaftskammerpräsident Peter Nemeth bei einer neuerlichen Schwerpunktaktion. „Hier werden Millionen an Steuergeldern am Fiskus vorbei erwirtschaftet“, betont Nemeth.
Zwtl.: Corona beflügelte den Pfusch
Ob Elektroarbeiten, Autoreparaturen, Hausbau oder Nachhilfe – die Corona-Krise beflügelt den Pfusch in Österreich massiv. Es wurde und wird ganz massiv versucht, Einkommensverluste durch zusätzlichen Pfusch zu kompensieren. Nemeth: „Gerade deshalb müssen wir kontrollieren, dass die Spielregeln eingehalten werden und es für unsere Unternehmer und deren Mitarbeiter fair bleibt!“
Zwtl.: AK: Es geht um fairen Wettbewerb
Der Kampf gegen Lohn- und Sozialdumping nütze sowohl den heimischen Unternehmen und ihren MitarbeiterInnen als auch dem Staat und den Sozialversicherungen, formuliert AK-Präsident Gerhard Michalitsch das gemeinsame Interesse: „Es geht uns, gemeinsam mit der Wirtschaftskammer, um fairen Wettbewerb und um den Schutz unseres Lohnniveaus und unserer Arbeitsplätze." Um fairen Wettbewerb zu schaffen, müssen ArbeitnehmerInnen über ihre Rechte Bescheid wissen. Dazu trage die "Aktion Scharf an der Grenze" bei, meint Michalitsch.
Zwtl.: Kooperation mit Polizei und Finanz
Die Wirtschaftskammer Burgenland kooperiert bei den Kontrollen mit Polizei und Finanzpolizei. „Wie auch in den vergangenen Jahren sind die gemeinsamen Schwerpunktaktionen mit der Finanzpolizei für die Polizei wichtig im Bereich der Bekämpfung des Sozialleistungsbetrugs. Die Polizei ist auch täglich an den Grenzübergängen des Burgenlandes aktiv, wenn es um die Bekämpfung grenzüberschreitender Kriminalität geht“, erklärt Landespolizeidirektor Martin Huber.
Wilfried Lehner, Leiter der Finanzpolizei: „Lohndumping ist und bleibt ein massives Problem bei entsendeten Dienstnehmern. Jährlich kontrollieren wir rund 25.000 Unternehmer. Sowohl für den heimischen Arbeitsmarkt, aber auch für die redlichen Unternehmer führen unlautere Praktiken zu Problemen und Benachteiligungen. Wir werden daher auch weiter die Schwerpunktkontrollen zum Schutz der Wirtschaft aufrecht erhalten!“
 

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