Ich stimme der Verwendung von Cookies zu. Auch wenn ich diese Website weiter nutze, gilt dies als Zustimmung.

Bitte lesen und akzeptieren Sie die Datenschutzinformation und Cookie-Informationen, damit Sie unser Angebot weiter nutzen können. Natürlich können Sie diese Einwilligung jederzeit widerrufen.





WIFO: Regionale Konjunktur schwächt sich weiter ab

27.02.2024, 3654 Zeichen
Wien (OTS) - Der regionale Konjunkturbericht des WIFO für den Herbst 2023 zeichnet ein gemischtes Bild der Wirtschaftslage in den österreichischen Bundesländern. Insbesondere die Sachgütererzeugung verzeichnete in fast allen Bundesländern deutliche Rückgänge, während der Tourismus in Wien und Niederösterreich weiterhin von Nachholeffekten profitiert.
Zwtl.: Schwache Entwicklung der Sachgüterproduktion prägt regionale Konjunktur
Im III. Quartal 2023 ist der nominelle abgesetzte Produktionswert laut Konjunkturerhebung in Österreich neuerlich um 4,2% gegenüber der Vorjahresperiode gesunken. Alle Bundesländer weisen negative Wachstumsraten auf, wobei die Bandbreite zwischen ‑9,6% in Kärnten und ‑0,3% in Salzburg liegt. Auf sektoraler Ebene kommen die stärksten negativen Impulse aus der Holz- und Papierindustrie sowie der Metallerzeugung und ‑bearbeitung. Der WIFO-Konjunkturtest, der auch die Einschätzungen der Unternehmen der Sachgütererzeugung zur Geschäftslage abfragt, zeigt noch keine Erholungstendenzen: Einige Indikatoren verharren in der Nähe der pessimistischen Werte, die auch auf dem Höhepunkt der COVID-19-Pandemie beobachtet wurden.
Zwtl.: Weitere Eintrübung in der Baukonjunktur
Nach bereits spürbaren Einbußen im 1. Halbjahr 2023 trübte sich die Baukonjunktur in Österreich im III. Quartal mit einem Rückgang der Bauinvestitionen um 5,2% gegenüber dem Vorjahr weiter ein. Besonders deutlich zeigt sich dies im Wohnbau, der maßgeblich zur aktuellen Wachstumsschwäche beiträgt. Für das Gesamtjahr 2023 ist damit eine markante Rezession in der österreichischen Bauwirtschaft praktisch unausweichlich.
Zwtl.: Tourismusnachfrage in der Sommersaison 2023 so hoch wie nie zuvor
Trotz der aktuellen Eintrübung der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen in Österreich sowie diverser geopolitischer Unsicherheiten bleibt die touristische Nachfrage robust. In den Sommermonaten Mai bis Oktober 2023 erreicht die touristische Nachfrage sowohl bei den Ankünften (25,7 Mio.) als auch bei den Nächtigungen (80,9 Mio.) neue Rekordwerte. Steigende Preise für touristische Produkte und Dienstleistungen wirken sich jedoch auf das Urlaubsverhalten aus. Wie bereits im Sommer 2023 zu beobachten, könnte es auch im Winter 2023/24 zu einer stärkeren Verlagerung der Nachfrage in die (günstigere) Nebensaison sowie zu einer Reduktion der Reisedauer und der Nebenausgaben kommen.
Zwtl.: Lage auf den regionalen Arbeitsmärkten wird angespannter
Die angespannte Konjunkturlage spiegelt sich auch in den aktuellen Daten zu den regionalen Arbeitsmärkten wider (regionale Arbeitsmarktdaten liegen bereits für das IV. Quartal 2023 vor). Die Wachstumsrate der unselbständig aktiven Beschäftigung schwächte sich im Jahresverlauf sukzessive ab, lag aber im IV. Quartal 2023 noch bei +0,7% (+1,2% im Gesamtjahr 2023). Die stärksten Wachstumsimpulse gingen im IV. Quartal 2023 von den öffentlichen Dienstleistungen aus. Unter den Bundesländern verzeichnete Wien – wie bereits seit dem II. Quartal 2023 – das stärkste Wachstum der unselbständig Beschäftigten (+1,4%). Auch in Tirol und Salzburg waren die Zuwachsraten überdurchschnittlich. Dies verdeutlicht die Resilienz des Arbeitsmarktes, der jedoch nicht vor einem Anstieg der Arbeitslosigkeit in allen Bundesländern (außer Kärnten) und allen demografischen Gruppen verschont bleibt. Besonders auffällig ist der Rückgang der offenen Stellen. Die höchste Nachfrage (Arbeitslose je offene Stelle) ist in Wien zu verzeichnen, die Westregion (Oberösterreich, Salzburg, Tirol und Vorarlberg) bleibt hier im Vergleich zum Rest Österreichs begünstigt.
Abbildung 1: Regionale Konjunkturindikatoren – auf der [WIFO-Website] (https://www.wifo.ac.at/wwa/pubid/71432)

BSN Podcasts
Christian Drastil: Wiener Börse Plausch

Börsenradio Live-Blick, Fr. 19.4.24: DAX eröffnet zum April-Verfall deutlich schwächer, Beiersdorf und adidas stark, Gold auch


 

Aktien auf dem Radar:Amag, Palfinger, SBO, Addiko Bank, Flughafen Wien, Austriacard Holdings AG, EVN, EuroTeleSites AG, Pierer Mobility, Semperit, Bawag, Kostad, Wolford, Oberbank AG Stamm, Polytec Group, ams-Osram, Agrana, CA Immo, Erste Group, Immofinanz, Kapsch TrafficCom, Mayr-Melnhof, OMV, Österreichische Post, Strabag, Telekom Austria, Uniqa, VIG, Wienerberger, Covestro, Sartorius.


Random Partner

Vienna International Airport
Die Flughafen Wien AG positioniert sich durch die geografische Lage im Zentrum Europas als eine der wichtigsten Drehscheiben zu den florierenden Destinationen Mittel- und Osteuropas. Der Flughafen Wien war 2016 Ausgangs- oder Endpunkt für über 23 Millionen Passagiere.

>> Besuchen Sie 68 weitere Partner auf boerse-social.com/partner


Mehr aktuelle OTS-Meldungen HIER