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Warum der Weltfrauentag nicht genug ist

05.03.2021
Wien (OTS) - Wie jedes Jahr am 8. März begeht die Welt auch heuer wieder den Internationalen Frauentag. Wie jedes Jahr werden viele Männer großzügig mit Komplimenten sein – und wie jedes Jahr am 9. März wieder zur Tagesordnung übergehen. Höchste Zeit, das zu ändern, meint ein österreichischer Erfolgsunternehmer.
„In meinen sechsundzwanzig Jahren als Firmenchef habe ich miterlebt , wie viel besser Frauen mit Dauerbelastungen umgehen können als Männer. “ Robert Thum bezeichnet sich selbst als Frauenversteher. Dabei könnte der gebürtige Steirer, der heute in Wien und Kärnten lebt, durchaus als Archetyp des männlichen Wirtschafts‐Rambos durchgehen : Er ist CEO der größten Sonnenstudiokette Österreichs „Sun & Beauty‐Lounge “ sowie der Österreich‐Tochter des internationalen Kosmetikgroßhandels „NBM “. Darüber hinaus engagiert er sich als Branchensprecher und stellvertretender Obmann des WKO‐Fachverbands der Sport‐ und Freizeitbetriebe.
Das gibt seinem Urteil einen besonders hohen Stellenwert: „Frauen haben mehr Ausdauer, drängen nicht andauernd ihr Ego in den Vordergrund und sind auch noch zuvorkommend, wenn sie einmal einen schlechten Tag haben. Das erleben meine Kunden tagtäglich in jeder Sun & Beauty‐Lounge ‐ und NBM‐Filiale. Außerdem gehen sie mit Mehrfachbelastungen in einer Weise um, die ich noch bei keinem Mann gesehen habe : Neben einer Vollzeitarbeit managen sie ihre Familien, erziehen ihre Kinder , sind ihren Lebensgefährten eine tolle Partnerin, die beste Freundin, eine großartige Köchin– und bei alledem auch noch attraktiv, mitfühlend und zärtlich.“
Ein Paradebeispiel dafür hat Robert Thum im ersten Lockdown erlebt. Wie in vielen anderen Betrieben war auch in seinen Unternehmen von heute auf morgen alles anders. Routinen haben ihre Gültigkeit verloren, es galt die Kunden bei der Stange zu halten und gleichzeitig Alternativen für ein Weiterbestehen zu entwickeln. „Von meinen Mitarbeiterinnen (Robert Thum beschäftigt mittlerweile ausschließlich Frauen; Anm.) habe ich kein Murren gehört. Sie haben die Ärmel hochgekrempelt und getan, was zu tun war. Nur so haben meine Firmen bis heute überlebt.“
Viele Jahre der Zusammenarbeit mit Frauen haben Robert Thums Hochachtung vor dem weiblichen Geschlecht stetig steigen lassen. Er geht sogar so weit, Frauen als „göttliche Geschöpfe “ zu bezeichnen, denen er als Mann gar nicht genug Bewunderung entgegenbringen kann. Da schmerzt es ihn umso mehr, dass Frauen kaum die Anerkennung bekommen, die sie verdienen. „Weil Frauen bescheiden sind und sich auf das Wesentliche konzentrieren, kommen sie andauernd unter die Räder. Sie werden unterdrückt, bei Beförderungen übergangen und verdienen weniger Geld als ihre männlichen Kollegen.“ Deshalb ist es Robert Thum ein Anliegen, dass die Arbeit der Frauen in unserer Gesellschaft angemessen gewürdigt wird – und zwar nicht nur am Internationalen Frauentag.
 

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