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Taxibranche sieht wichtigen Schritt zur Modernisierung der Ausbildung

24.09.2020
Wien (OTS) - „Nach 15 Jahren findet die erste Modernisierung der Taxilenkerausbildung statt“, freut sich Erwin Leitner, Obmann des Fachverbandes für das Personenbeförderungsgewerbe mit PKW in der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ). „Die Sicherheit der Fahrgäste ist uns sehr wichtig, deshalb ist eine zeitgemäße Ausbildung notwendig“, so Leitner. Letztes Jahr wurde im Zuge der Novellierung des Gelegenheitsverkehrsgesetzes das bis dato getrennte Taxi- und Mietwagengewerbe, zu einem „Personenbeförderungsgewerbe mit PKW“ zusammengelegt. Durch die Vereinheitlichung des Taxi- und Mietwagengewerbes wurden unter anderem unnötige bürokratische Hürden auf dem Weg zur Selbständigkeit abgebaut. Davor hatten Taxi- und Mietwagenunternehmen, obwohl sie die gleiche Dienstleistung anbieten, unterschiedliche Voraussetzungen.
„Die Modernisierung der Taxiausbildung, mit der wir ein hohes Sicherheitsniveau für die Fahrgäste, schaffen, sei der logische nächste Schritt“, hält der Obmann der Branche fest. Diese wird durch die Prüfung der Zuverlässigkeit bei der nun im Fünf-Jahreszyklus notwendigen Verlängerung des Ausweises und eine strenge Alkoholgrenze erreicht. „Wichtig war für uns, dass wir eine akzeptable Übergangsregelung für bestehende Mietwagenlenker finden. Diese Lenker müssen lediglich eine Prüfung absolvieren, der Nachweis des Mindestalters ist ebenfalls entfallen“, betont Leitner.
Zwtl.: Schon jetzt genügend Kapazitäten vorhanden, Ausweitung jederzeit möglich
„Wir schätzen die Arbeit der Bundeswettbewerbsbehörde in unserem Land. Bezüglich der nun vorliegenden Studie ist es jedoch unsere Pflicht, Falschinformationen aus dem Weg zu räumen. Laut Studie gibt es für angehende Taxilenker nicht genügend Prüfungskapazitäten. Das entspricht nicht der Wahrheit. Es stehen in allen neun Bundesländern nicht nur jetzt schon genügend Kapazitäten zur Verfügung – falls notwendig, können diese auch jederzeit kurzfristig ausgeweitet werden“, so Leitner. Selbstverständlich werden bei den Prüfungen alle möglichen Hygienevorschriften eingehalten. „Es ist sogar möglich, Prüfungen digital durchzuführen“, so Leitner zum Vorwurf, dass die Lenker die Prüfung nicht zeitgerecht absolvieren könnten.
Zwtl.: Kunden sollen sich auf Preisstrukturen verlassen können
Aber auch andere Ergebnisse der Branchenuntersuchung sieht der Branchensprecher kritisch: Surge-Pricing-Modelle sind auf keinen Fall transparent. Kunden wissen im Vorfeld nie, ob sie für eine Fahrt den gleichen Preis zahlen werden, wie am Vortag. Zudem zeigen internationale Beispiele, dass Surge Pricing Modelle auf lange Frist gesehen immer zu Preissteigerungen und Monopolisierungstendenzen führen. „Im Sinne des Konsumentenschutzes ist es uns wichtig, dass Kunden sich auf festgelegte Preisstrukturen verlassen können. Sollte die BWB ihre Studie nochmals überarbeiten wollen, stehen wir der Behörde jederzeit gerne für Auskünfte zur Verfügung“, sagt Leitner.
Dass die Taxibranche die Digitalisierung als Chance sieht und auch nutzt, beweist der neue Taxilenker-Ausweis im Scheckkartenformat, der über ein elektronisches Bestellsystem ausgestellt wird, hält der Obmann der Branche abschließend fest. (PWK429/DFS)
 

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