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Studieren unter Corona: ÖH Uni Wien ortet große Missstände im Distance Learning

29.10.2020
Wien (OTS) - Die ÖH Uni Wien hat im April und September zwei große Umfragen durchgeführt und präsentiert nun umfangreiche Ergebnisse. Die Studierenden waren die Ersten, die von der Krise betroffen waren und mussten von heute auf morgen in die digitale Lehre. Probleme zeigen sich dementsprechend in der Umsetzung, es mangelt an Richtlinien und Qualitätsstandards. “Wir Studierende leiden besonders unter der Krise und das zeigt sich auch in unserer Umfrage: ein Großteil ist mit der Umsetzung der digitalen Lehre einfach nicht zufrieden.”, erklärt Hannah Lea Weingartner, Vorsitzende der ÖH Uni Wien (GRAS). Sie führt aus: “Mehr als die Hälfte der Umfrageteilnehmer_innen (50,2%) beklagten einen ‘höheren’ oder ‘viel höheren’ Arbeitsaufwand durch die digitale Lehre. Das ist aus unserer Sicht inakzeptabel, der Leistungsdruck im Studium ist ohnehin schon deutlich zu hoch!”
Bemerkenswert ist die Zufriedenheit über die Möglichkeit des Distance-Learnings, hier sieht sich die ÖH Uni Wien in ihrer Forderung nach mehr Flexibilität im Studium bestätigt, wie Weingartner erläutert: “Grundsätzlich ist digitale Lehre nicht abzulehnen, ganz im Gegenteil. Online Lehrveranstaltungen schaffen mehr Flexibilität, die gerade für berufstätige Studierende und Studierende mit Betreuungspflicht eine Erleichterung sind. Leider gibt es in der Umsetzung aber viele Probleme.” Aus Sicht der ÖH Uni Wien braucht es jedenfalls auch über die Krise hinaus eine Weiterführung und den Ausbau digitaler Lehrangebote, um barriereärmeres und flexibles Studieren zu ermöglichen.
Welche Mängel es in der Umsetzung aktuell gibt, hat die Umfrage der ÖH Uni Wien jedoch deutlich gemacht: Fehlende Richtlinien führten etwa dazu, dass 49% der Teilnehmer_innen meinten sie hatten schon einmal zu wenig Zeit für eine Online-Prüfung. Außerdem sind 43,5% der Abmeldungen von Lehrveranstaltungen auf die digitale Lehre zurückzuführen.
Studierende, die einer Erwerbsarbeit in Teilzeit nachgehen, sind ebenfalls besonders stark von der Pandemie betroffen. “Im April haben uns 17% der Studierenden von Jobverlust berichtet, die Anzahl ist nun im September zurückgegangen, aber es zeigt sich, dass mehr als 44% der Kündigungen auf Studierende fielen, die 10h und weniger arbeiteten.”, so Weingartner. Für geringfügig Beschäftigte gibt es derzeit nämlich keine Kurzarbeitsregelung, einen Anspruch auf Arbeitslosengeld gibt es nur bei einem Einkommen über der Geringfügigkeitsgrenze und der Bereitschaft mindestens 20 Stunden pro Woche zu arbeiten.
Die Erwartungen der Studierenden für das aktuelle Semester sind überragend pessimistisch - mehr als 40% blicken “eher negativ” oder “negativ” voraus, obwohl für junge Menschen an tertiären Bildungseinrichtungen ein positiver Bias zu erwarten wäre. Die Auswirkungen auf die mentale Gesundheit in der Coronakrise dürfen nicht vergessen werden: 50% der Studierenden gaben an, dass ihre Konzentrationsfähigkeit schlechter als sonst ist, während sich ebenfalls auch für über 50% der Studierenden der Kontakt zu den Kolleg_innen “verschlechtert” oder “sehr verschlechtert” hat. Weingartner fordert deshalb: “Es braucht endlich Klarheit für uns Studierende: dazu gehören klare Richtlinien, auf die wir uns berufen können und mehr studentische Mitbestimmung auf der Uni Wien!”
Alle Unterlagen zur Umfrage finden Sie [hier] (https://www.ots.at/redirect/umfrage3).
 

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