09.06.2026, 1433 Zeichen
Strabag steigt bei der Ökologischen Klärschlammtrocknung Offenhausen GmbH (ÖKT) ein und stärkt damit ihre Aktivitäten im Bereich technischer Kohlenstoff. Die Beteiligung der Strabag-Gruppe an der ÖKT GmbH beträgt 50,65 Prozent. Über den Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart, wie Strabag mitteilt. Die ÖKT betreibt im bayerischen Offenhausen eine integrierte Anlage zur Pyrolyse und Klärschlammtrocknung. Dabei werden Biomasse und biogene Reststoffe aus Forst- und Agrarwirtschaft (z. B. Waldhackgut und Maisspindeln) verwertet und nach höchsten Qualitätsstandards zu zertifizierter EBC-Biokohle (European Biochar Certificate), also technischem Kohlenstoff, umgewandelt. Diese Technologie ermöglicht eine aktive Netto-CO₂-Entnahme aus dem Kohlenstoffkreislauf bei zusätzlicher Energiegewinnung.
Ziel ist die langfristige Bindung von CO₂ in Baustoffen wie Beton und Asphalt. Dabei dient Biokohle als dauerhafter CO2-Speicher „Biokohle ist ein konkreter Umsetzungshebel unserer Nachhaltigkeitsstrategie und der Strategie 2030. Sie trägt dazu bei, CO₂-Emissionen in Baustoffen zu reduzieren und gleichzeitig die Eigenproduktion nachhaltiger Materialien auszubauen. Die gebündelten Ressourcen und Kompetenzen ermöglichen es uns, das Potenzial von Biokohle gezielt weiterzuentwickeln und operativ entlang unserer Wertschöpfungskette zu skalieren", so Herwig Sumetzberger, Technischer Direktionsleiter Nachhaltige Baustoffe bei Strabag.
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STRABAG beteiligt sich mit 50,65 % an der Ökologischen Klärschlammtrocknung Offenhausen GmbH; Bildquelle: STRABAG/Jakob Strzalowski
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