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smart meter-Ausbau der Netz Oberösterreich abgeschlossen

29.09.2020
Linz (OTS) - Die Netz Oberösterreich GmbH, der Strom- und Gasnetz-Betreiber der Energie AG Oberösterreich, hat den smart meter-Ausbau abgeschlossen und damit als erster und einziger Netzbetreiber eines Landesenergieversorgungsunternehmens die gesetzlichen Vorgaben fristgerecht erfüllt. Mit 650.000 intelligenten Zählern (smart meter) wurde das oberösterreichische Stromnetz digitalisiert und zum leistungsfähigsten in Österreich gemacht. Die Kunden der Netz Oberösterreich haben damit die Möglichkeit, die Energie- und Klimaziele der Bundesregierung aktiv zu unterstützen und zum Beispiel an den Photovoltaik-Ausbauprogrammen oder den neuen Energiegemeinschaften teilzunehmen.
Werner Steinecker, Generaldirektor der Energie AG Oberösterreich: „Wir haben dieses zukunftsweisende Projekt vor 15 Jahren gestartet und sind mit dem Abschluss heute österreichischer Meister! Als Unternehmen profitieren wir von größtmöglicher Effizienz.“
Stefan Stallinger, Technik-Vorstand der Energie AG Oberösterreich und Aufsichtsratsvorsitzender der Netz Oberösterreich: „Jeder intelligente Stromzähler ist ein Baustein für eine saubere Energie- und Klimazukunft. Jeder Netzkunde hat jetzt die Möglichkeit, aktiv die Energiezukunft unseres Landes mitzugestalten.“
Manfred Hofer, Geschäftsführer Netz Oberösterreich: „Wir bieten unseren Kunden nicht nur einen Komfortgewinn durch stichtagsgenaue Abrechnungen, sondern auch die Möglichkeit, „Energiefressern“ im eigenen Haushalt auf die Spur zu kommen. Jeder Kunde kann diese Möglichkeiten kostenlos in unserem e-Service-Portal nutzen.“
Als einziger Verteilnetzbetreiber hat die Netz Oberösterreich GmbH, der Verteilnetzbetreiber der Energie AG Oberösterreich, bereits Ende 2017 das 70%-Ziel des Gesetzgebers (IME-VO 2014) fristgerecht erfüllt. Die Ausbauverpflichtung wurde per Novelle auf 95% bis Ende 2022 verschoben. Das Unternehmen hat wegen der vielen Vorteile im laufenden Betrieb und für jeden einzelnen Netzkunden aber den Vollausbau mit Ende des laufenden Geschäftsjahres bereits abgeschlossen. Die Netz Oberösterreich hat mit Ende September 651.400 intelligente Stromzähler (99% Ausbaurate) das oberösterreichische Stromnetz zum intelligentesten und modernsten des Landes gemacht. Die restlichen zum Vollausbau fehlenden Zähler werden in den kommenden Jahren vor Ablauf der Eichfrist durch digitale Stromzähler ersetzt.
5.185 Kunden haben beim Wechsel zum digitalen Stromzähler auf die Funktionen eines smart meter verzichtet. Bei diesen Kunden wurden die „smarten“ Funktionen deaktiviert. Auf Wunsch können diese Funktionen aber jederzeit auch wieder aktiviert werden. In die Realisierung des Gesamtprojektes wurden in den vergangenen Jahren rund 160 Millionen Euro investiert.
Die neuen intelligenten Stromzähler ermöglichen es, verschiedene, bisher manuell ausgeführte Prozesse zu automatisieren. Während der Covid19-Gesundheitskrise kamen die Systemvorteile erstmals voll zum Tragen: „Mit den neuen Zählern haben wir die Möglichkeit stichtagsgenau abzurechnen und zum Beispiel Übersiedlungen wesentlich zu vereinfachen. In Corona-Zeiten, in denen jeder Kontakt zum Schutz unserer Kunden und unserer Mitarbeiter vermieden werden sollte, konnten wir so alle unsere Leistungen auch weiterhin uneingeschränkt erfüllen“, sagt Manfred Hofer, Vorsitzender der Geschäftsführung der Netz Oberösterreich GmbH.
„Wir wissen, dass Datenschutz unseren Kunden besonders wichtig ist“, sagt Hofer, „ohne Zustimmung des Kunden gibt es deshalb keine Weitergabe von Informationen.“ Das Heft des Handelns liege immer beim Kunden. Über das kostenlos verfügbare e-Service-Portal kann jeder Kunde seine eigenen Verbrauchsdaten einsehen und auf Wunsch die Verbrauchsdaten detailliert speichern und grafisch aufbereiten lassen. „Das sind Services, die wir vom e-Banking oder der Handyrechnung kennen und die der Kunde nutzen kann“, sagt Hofer. Datenschutz habe bei allen Anwendungen aber immer oberste Priorität.
Die Vorreiterrolle beim smart meter-Ausbau ist einer der Faktoren, deretwegen die Netz Oberösterreich GmbH Spitzenreiter im Effizienzranking der österreichischen Netzbetreiber ist. Ein weiterer Erfolgsfaktor sind gezielte Netzausbau- und Optimierungsmaßnahmen, wodurch im Stromnetz der Netz Oberösterreich die geringsten Netzverluste zwischen Bodensee und Neusiedlersee entstehen. Im kommenden Geschäftsjahr 2021/22 investiert die Netz Oberösterreich in Versorgungssicherheit und Netzausbau die Rekordsumme von 105 Millionen Euro.
Zwtl.: Netz Oberösterreich ist Vorreiter in Österreich
Bereits 2005 wurde unter dem heutigen Generaldirektor Werner Steinecker das Projekt „smart metering“ gestartet. Steinecker erkannte früh das hohe Automatisierungspotenzial, das mit der Digitalisierung des Stromnetzes einherging. Vor allem in den Kundenprozessen Stromablesung, Rechnungslegung sowie den An- und Abschaltungen sah er erhebliche Effizienz- und Qualitätssteigerungen.
2008 wurden die ersten Zähler installiert und Integrationstests durchgeführt. Bereits zwei Jahre später startete der Probebetrieb mit rund 10.000 Zählern und den ersten Prozessautomatisierungen. In dieser Zeit konnten Kinderkrankheiten des Systems beseitigt und die Pläne und Prozesse für den Vollausbau festgelegt werden. Die Netz Oberösterreich ist mit dem abgeschlossenen Ausbau der erste und einzige Netzbetreiber eines Landesenergieversorgungsunternehmens, der die gesetzlichen Vorgaben fristgerecht erfüllt hat.
Steinecker sah vor allem auch die betrieblichen Vorteile für das Netz. Die Transformation des Energiesystems als Ganzes und die sich grundlegend ändernde Funktion des Stromnetzes haben im Nachhinein die frühzeitige Entscheidung zur Digitalisierung mehr als gerechtfertigt. „Das Stromnetz der Zukunft muss so intelligent sein, dass es die schon heute extrem schwankenden Transportaufgaben von elektrischer Energie meistern kann“, sagt Steinecker. Die smart meter werden dafür die wichtigsten Sensoren sein, damit die sichere Versorgung der Netzkunden auch in Zukunft möglich sein wird.
Zwtl.: Intelligentes Stromnetz ist zentraler Baustein für die Klima- und Energiezukunft
„Wir investieren seit Jahren konsequent in den Ausbau und die Modernisierung des Stromnetzes“, sagt Energie AG-Technikvorstand und Netz Oberösterreich-Aufsichtsratsvorsitzender Stefan Stallinger, „die jährlichen Millioneninvestitionen sorgen für eine nachhaltige Verbesserung der Netz-Infrastruktur“. Zentrales Projekt war in den vergangenen Jahren die Digitalisierung des Stromnetzes, das jeder Netzkunde mit der Installation der neuen digitalen Stromzähler selbst miterlebt hat.
„Die neuen Zähler sind unscheinbar, aber sie sind für die Energiezukunft umso wichtiger, weil sie neben dem Kundennutzen auch einen großen Systemnutzen haben“, erklärt Stallinger. Will Österreich die ambitionierten Energie- und Klimaziele erreichen, ist das ohne smart meter nicht möglich: der massive Ausbau der dezentralen erneuerbaren Stromerzeugung z.B. in Photovolatik-Anlagen ist nur mit den erweiterten Datenaufzeichnungen der intelligenten Stromzähler möglich. Sie sorgen dafür, dass jede selbst erzeugte, aber nicht selbst verbrauchte Kilowattstunde Strom korrekt aufgezeichnet, abgerechnet und vergütet wird. Das ambitionierte 1-Million-Dächer-Programm der Bundesregierung kann nur dann seine volle Wirkung entfalten, wenn die Digitalisierungsmöglichkeiten der Stromzähler zur Verfügung stehen. Gleiches gilt auch für die Bildung von Energiegemeinschaften, mit denen die erneuerbare Stromerzeugung weiter optimiert werden soll: Auch hier ist eine korrekte Zuteilung der Erzeugungsanteile unumgänglich.
Zwtl.: Daten für eine sichere Versorgung und den gezielten Netzausbau
„Die exakte Datenerfassung ist auch die Basis, die den intelligenten Stromnetzen zugrunde liegt und ohne die die Einführung nachhaltiger, erneuerbarer Energiesysteme oder Elektromobilität bis hin zum gezielten Netzausbau nicht sinnvoll möglich ist“, sagt Stallinger. Mit der Transformierung der Energiesysteme, weg von großen zentralen Erzeugungseinheiten hin zu einer Vielzahl kleiner und mittelgroßer, dezentraler Erzeugungsanlagen, kommen zusätzliche Herausforderungen auf das Stromnetz zu. Wichtig sind hier nicht die Daten des einzelnen Kunden, sondern die in den Trafostationen ebenfalls mittels smart meter ermittelten Datensummen. Aufbauend auf diesen Datengrundlagen lassen sich ohne zusätzliche Messungen in kürzester Zeit fundierte Entscheidungen für gezielte Netzausbaumaßnahmen treffen und als Planungsgrundlage verwenden.
Zwtl.: Historie des smart meter-Ausbaus
2002: Erste Überlegungenzur Optimierung bzw. Automatisierung der personalintensiven Kundenprozesse (Ablesung, Wohnungs- bzw. Tarifwechsel)\n2005: Projektstart mit VATECH SAT – Erneuerung Tonfrequenzrundsteueranlage mit gleichzeitiger Einführung von Smart Metering: AMIS gewinnt EU-Ausschreibung mit bester Lösung\n2008: Integrationstest mit 1.000 Geräten mit Proof of Concept der PLC-Technologie und der Prozessautomatisierung\n2010: Probebetrieb mit 10.000 Geräten im Versorgungsgebiet des Umspannwerks Regau mit dem Beginn der Prozessautomatisierungen wie z.B. Ablesung und Wohnungswechsel inklusive Monitoring sowie der Entwicklung der Montage- und Betriebsprozesse für einen flächendeckenden Zähleraustausch\n2012: Erfolgreicher Abschluss des Pilotprojekts mit 100.000 Zählern\n2013: Vereinbarung mit Siemens für die Lieferung von weiteren 300.000 AMIS-Zählern mit einem System, das alle gesetzlichen Vorgaben (inkl. Datenschutz) erfüllt\n2016 und 2017: Vereinbarungen mit Siemens für die Lieferung der für den Vollausbau der ca. 660.000 Zählpunkte im Netz Oberösterreich benötigten AMIS-Zähler\n2020: Erreichen des Vollausbaus mit 651.400 Zählern und weiteren 103.000 intelligenten Lastschaltgeräten.\nZwtl.: Die drei wichtigsten Fragen
Macht mich der digitaler Stromzähler zum „gläsernen Kunden“? Nein. In der Standardkonfiguration wird einmal täglich der Zählerstand des Vortages ausgelesen. Im Vergleich mit dem des Vor-Vortages kann der Tagesverbrauch ermittelt werden. Ein Rückschluss, wann, wie oft, wie lange oder wozu welche elektrischen Geräte eingesetzt worden sind, ist nicht möglich. Auch in der erweiterten Konfiguration, bei der die 15 Minuten-Werte einmal täglich ausgelessen werden, ist kein Rückschluss auf die verwendeten elektrischen Geräte oder wozu diese eingesetzt werden möglich. Die Nutzung der erweiterten Konfiguration ist für jeden Netzkunden notwendig, wenn man an einer Energiegemeinschaft teilnehmen möchte. Nur so kann eine korrekte Abrechnung von Strombezug und Stromeinspeisung sichergestellt werden.\nSind meine Daten sicher und wer kann diese nutzen? Das Gesamtsystem der digitalen Stromzähler ist verschlüsselt und erfüllt alle gesetzlichen Datenschutzvorgaben. Die Daten werden ausschließlich für Abrechnungszwecke verwendet. Jeder Kunde kann auf Wunsch seine Daten an Dritte weitergeben. Die Netz Oberösterreich muss dazu aber beauftragt werden. Weiters hat jeder Kunde die Möglichkeit über eine Schnittstelle am Stromzähler auf die Echtzeit-Daten zuzugreifen und diese z.B. in Steuerungsanlagen weiter zu verwenden.\nIst die Strahlung für die Datenübertragung gefährlich? Das Zählersystem der Netz Oberösterreich verwendet für die Datenübertragung das Stromnetz selbst. Prüfungen am Austrian Institute of Technology AIT in Seibersdorf haben bestätigt, dass die elektromagnetische Strahlung nur 1 Zehntausendstel (0,01%) des empfohlenen Grenzwertes der Weltgesundheitsorganisation WHO sowie der österreichischen Normen erreicht. Weiters kommen keine Funk-Technologien zur Datenübertragung zum Einsatz, eine gesundheitliche Beeinflussung ist durch den Stromzähler nicht möglich.\n
 

Aktien auf dem Radar:Marinomed Biotech, Lenzing, Semperit, Amag, Addiko Bank, FACC, VIG, CA Immo, Zumtobel, Strabag, Kapsch TrafficCom, Rosenbauer, Warimpex, Rosgix, Österreichische Post, Agrana, AMS, AT&S, Erste Group, Flughafen Wien, Frequentis, Heid AG, Immofinanz, OMV, Porr, Polytec Group, RBI, Verbund, voestalpine, Wienerberger, Wolford.


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