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Smart-Region Wien-Niederösterreich:

12.07.2019
St. Pölten (OTS/NLK) - Die dynamische Region Wien-Niederösterreich mit der Bundeshauptstadt Wien ist das pulsierende Zentrum im Osten Österreichs. Beide Bundesländer bilden einen eng vernetzten Wirtschaftsraum mit mehr als 3,5 Millionen Einwohner. Mehr als ein Drittel des gesamten österreichischen Bruttoinlandsprodukts wird hier erwirtschaftet. Die Metropole und die umliegenden Regionen bereichern einander in vielen Aspekten.
Im Rahmen des Besuchs einer Wirtschaftsdelegation in Nordrhein-Westfalen präsentierten der Wiener Wirtschaftsstadtrat Peter Hanke und Niederösterreichs Wirtschafts-Landesrätin Petra Bohuslav gemeinsam mit den Geschäftsführern der Wirtschaftsagenturen von Wien und Niederösterreich (ecoplus), Gerhard Hirczi und Helmut Miernicki, das Erfolgsmodell der gemeinsamen Smart-Region.
„Wien positioniert sich als innovativer Headquarterstandort insbesondere für den wissensintensiven Bereich, das Flächenbundesland Niederösterreich bringt sich vor allem als Standort für innovative Betriebe im produzierenden Bereich in Stellung. Damit hat die Region für Unternehmen jeder Größe und Branche das richtige Angebot. Unser Ziel ist es, mehr internationale Betriebe in unseren Wirtschaftsraum zu locken, die hier Arbeitsplätze schaffen und so zum Wohlstand unserer Bundesländer beitragen“, betonen Hanke und Bohuslav.
Wien und Niederösterreich sind eng verbunden. „Beide Bundesländer legen einen starken Fokus auf hochqualitative Arbeitsplätze in Zukunftsbranchen. Damit sind wir als gemeinsame Wirtschaftsregion sehr attraktiv für internationale Betriebe, vor allem die Lage unserer Regionen im Herzen Europas wird von zahlreichen exportorientierten Betrieben geschätzt“, unterstreicht Bohuslav.
Beide Wirtschaftsagenturen zusammen konnten im Vorjahr 253 internationale Betriebsansiedlungen und -erweiterungen betreuen, was über 3.200 neue Arbeitsplätze geschaffen hat. Im Umfeld dieser Unternehmen ergeben sich zahlreiche Möglichkeiten für Kooperationen und auch für Neugründungen. Pro Jahr werden in Niederösterreich und Wien etwa 16.000 Unternehmen gegründet, das sind mehr als 40 Prozent aller Unternehmensgründungen in ganz Österreich.
„In unserer Region haben wir ganz entscheidende Vorteile: Wir verfügen über viele sehr gut ausgebildete Fachkräfte, hohe Lebensqualität und Investitionssicherheit sowie ein breit aufgestelltes Ökosystem an Wirtschaft, Wissenschaft und verlässlicher Verwaltung“, sagt Hanke. Wien ist mit knapp 195.000 Studierenden der größte Universitätsstandort im deutschsprachigen Raum. Insgesamt verfügen die beiden Bundesländer über 29 Universitäten und Fachhochschulen. Im Studienjahr 2017/2018 gab es insgesamt 215.804 Studierende in der Region. Auch deshalb ist die Metropole ein Magnet für internationale Ansiedlungen.
Wien und Niederösterreich bieten eine einmalige Kombination von Lebens- und Standortqualität. Wien führt die Rankings als lebenswerteste Stadt der Welt an und punktet als Smart City im Wettbewerb mit den großen Metropolen. In der wirtschaftlichen Struktur der Bundeshauptstadt weisen wissensintensive Dienstleistungen mit 5,8 Prozent ein besonders starkes Wachstum auf. Auch Niederösterreich ist ein sehr attraktiver Lebensraum und bietet vielfältige Freizeitangebote vor eindrucksvoller Naturkulisse, unter anderem in der Wachau. Mit einem starken produzierenden Bereich – etwa 30 Prozent der Wirtschaft des Bundeslandes zählen dazu – kann Niederösterreich viele Unternehmen versorgen, die nach Ost- und Mitteleuropa exportieren.
Täglich pendeln etwa 190.000 Menschen nach Wien in die Arbeit. Aber auch in die andere Richtung ist mit 90.000 Pendler ein starker Austausch zu verbuchen. Die Verkehrsinfrastruktur ist dafür und auch als internationale Drehscheibe sehr gut ausgebaut. Das beginnt beim Flughafen Wien-Schwechat mit 27 Millionen Passagieren pro Jahr, geht über die Wasserstraße Donau und reicht bis zu einem engmaschigen Nahverkehrsangebot wie Straßenbahn, Bus und U-Bahn.
Im Raum Wien-Niederösterreich arbeiten zusammen rund 50.000 Personen in Forschung und Entwicklung. Das Spektrum reicht dabei von der Grundlagenforschung bis hin zu stark anwendungsorientierten Aktivitäten. Inhaltlich ist die Palette ebenfalls sehr breit: Life Sciences, Umwelt und Energie, Informations- und Kommunikationstechnologien, Mobilität, Stadtforschung & Stadttechnologien, Wirtschaftswissenschaften oder auch Creative Industries sind nur einige der Themen.
Kooperation ist dabei gelebte Praxis: Einrichtungen wie das Austrian Institute of Technology (AIT), die Technische Universität und die Universität für Bodenkultur sind übergreifend in der gesamten Region tätig. Unternehmen, Ausbildungs- und Forschungseinrichtungen der Smart-Region arbeiten in verschiedenen Clustern eng zusammen. In diesen Netzwerken werden konkrete Anwendungen für 3D-Drucken, nachwachsende Rohstoffe oder Industrie 4.0 entwickelt.
Die Wirtschaftsagenturen von Wien und Niederösterreich unterstützen Unternehmen und Initiativen in vielen Belangen. Gerhard Hirczi, der Geschäftsführer der Wirtschaftsagentur Wien sagt: „2018 haben sich 221 internationale Betriebe in Wien angesiedelt. Das ist ein neuer Rekord. Dadurch wurden alleine im Vorjahr 232 Millionen Euro Investitionen in Wien ausgelöst. Wir unterstützen Unternehmen sehr gerne bei der Suche nach dem geeigneten Standort sowie der passenden Förderung und haben zusätzlich mit unserem Expat Center auch eine eigene Anlaufstelle für alle weiteren Fragen geschaffen.“
Auch Helmut Miernicki, Geschäftsführer der ecoplus, unterstreicht: „Wir wollen in Nordrhein-Westfalen ein Kontaktnetzwerk aufbauen, um Leads für unsere Standorte zu generieren. Das geht bei einem Bundesland mit knapp 18 Millionen Einwohnern aber nur, wenn man Schwerpunkte setzt. Darüber hinaus wollen wir aber auch unsere Services als Wirtschaftsagentur ecoplus interessierten Betrieben anbieten, so bieten wir Mietobjekte und Grundstücke nach Maß in unseren 18 Wirtschaftsparks im ganzen Bundesland oder mit unseren Clustern branchenspezifische Wirtschaftsnetzwerke mit über 550 Mitgliedern an.“
Als „Standortbotschafter“ für Wien und Niederösterreich fungieren zwei Wissenschafter und ein Unternehmer einer Zukunftsbranche, welche die Teilnehmer bei der Reise begleiten. Markus Schermann, Geschäftsführer von Great Wall Motors Austria, ist für eine der größten internationalen Betriebsansiedlungen der letzten Jahre in Niederösterreich verantwortlich. Der chinesische Automobilriese Great Wall Motors errichtet in Kottingbrunn seinen ersten Forschungs- und Entwicklungsstandort in Europa für Elektromotoren, in Summe sollen so 150 Arbeitsplätze entstehen. „Das Gebiet hier in Niederösterreich nahe Wien ist ideal für unsere Entwicklungspläne. Vor allem profitieren wir vom gut entwickelten Fachkräftemarkt, vom naheliegenden Flughafen sowie der ausgezeichneten Anbindung an das Autobahnnetz“, so Schermann. „Whisky ist ein Getränk mit internationalem Charakter, das wir mit enormen Erfolg - auch über die Landesgrenzen hinaus - im Waldviertel produzieren. In den letzten fast 25 Jahren konnten wir unsere Whiskylager stetig ausbauen, was uns jetzt erlaubt, verstärkt in den Export zu gehen. Der mit Abstand wichtigste Markt ist dabei Deutschland, der gleichzeitig auch ein Sprungbrett in die restliche Welt ist“, betont Jasmin Haider-Stadler, Geschäftsführerin in der Whisky-Erlebniswelt.
Niklas Grimm vom neuen „Vienna Cybersecurity and Privacy Research Center“ erläutert, dass das neue Forschungszentrum nicht nur die wissenschaftliche Exzellenz am Standort noch weiter stärken wird, sondern ein Magnet für dynamische Start-ups und für internationale Firmen sein wird: „Die Partnerorganisationen TU Wien, Universität Wien und IST Austria werden ihre Ausbildungsangebote, ihre Forschungsprogramme und ihre internationalen Marketingaktivitäten bündeln und die Innovationkraft der Vienna Region im Bereich Cybersecurity international noch besser sichtbar machen, um die besten Talente zu begeistern.“
Nähere Informationen: Andreas Csar, ecoplus, Telefon 02742/9000-19616, E-Mail a.csar@ecoplus.at, Uschi Kainz, Wirtschaftsagentur Wien, 01/4000-86583, E-Mail kainz@wirtschaftsagentur.at, Büro LR Bohuslav, Telefon 02742/9005-12253, Markus Burgstaller, markus.burgstaller@noel.gv.at, Berenike Lettmayer, Büro Stadtrat Peter Hanke, 01/4000-81219, E-Mail berenike.lettmayer@wien.gv.at.
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