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Nocker-Schwarzenbacher: Lassen uns erfolgreiche Branche nicht anschwärzen

18.09.2019
Wien (OTS) - „Jedes Jahr wird aufs Neue mit einer undurchsichtigen Befragung, die mit wesentlichen Parametern - wie beispielsweise der Anzahl der Befragten - hinter dem Berg hält, eine ganze Branche und deren Leistungen angeschwärzt. Beschädigung statt Beschäftigung - ist das das Motto der Gewerkschaft?“ kommentiert die Tourismussprecherin in der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ), Petra Nocker-Schwarzenbacher den heute veröffentlichten Arbeitsklimaindex der AK Oberösterreich zur Zufriedenheit von Beschäftigten in der Tourismusbranche und die damit einhergehenden Kommentare der Gewerkschaft VIDA.
„Erstaunlicherweise werden wesentliche Tatsachen geflissentlich verschwiegen, wie etwa, dass der Jobmotor Tourismus- und Freizeitwirtschaft mit einer sehr hohen Drehzahl auf Touren läuft und seit Jahren die Anzahl der Beschäftigten im Tourismus ständig steigt“, kontert Nocker-Schwarzenbacher mit aktuellen, belegbaren Zahlen des IFES-Instituts. Demnach gab es in den vergangenen 5 Jahren jedes Monat eine durchschnittliche Steigerung der Mitarbeiter von bis zu 2% im Vergleich zum Monat des Vorjahres. In den Sommermonaten Juli und August 2019 gab es wieder neue Beschäftigungsrekorde. Alleine im Juli 2019 waren rund 243.000 Personen (+2,1% bzw. +5079 Beschäftigte mehr als im Juli 2018) und im August 2019 (+1,8% bzw. +4214 Beschäftigte mehr als im August 2018) mehr als 238.000 Mitarbeiter im Bereich Beherbergung und Gastronomie beschäftigt.
Angesichts dieser Daten und der aktuellen Arbeitsmarktsituation sollte man der Branche – ihren Unternehmern und deren Mitarbeitern - Anerkennung zollen, so Tourismus-Sprecherin Nocker-Schwarzenbacher: „Wir sind uns der wichtigen Bedeutung unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bewusst, haben bereits viel weitergebracht - Stichwort Lehrlingsentschädigung, Mindestlohn, Mitarbeiterquartiere, Überarbeitung der Berufsbilder, Arbeitssicherheit etc. - und arbeiten konsequent an weiteren Verbesserungen,“ spricht Nocker-Schwarzenbacher etwa die Einführung eines Saisonverlängerungsmodells, das - durch eine Verlängerung der Beschäftigung von Saisonmitarbeitern - eine win win Situation für Arbeitgeber- und Arbeitnehmerseite brächte, an. Bei diesem Vorschlag, der die Bezahlung von mehr Arbeitsstunden als der tatsächlich zu leistenden Arbeit vorsieht, sollte die Arbeitnehmervertretung doch unterstützen. Auch das AMS stehe dem Vorschlag positiv gegenüber, so Nocker-Schwarzenbacher.
"Ich kann mit konstruktiver Kritik leben, aber das Verbreiten schlechter Stimmung hat bis jetzt noch niemanden weitergebracht. Wenn es Anliegen gibt, wären konstruktive Gespräche sicher erfolgsversprechender. Und dann bitte mit vollständigen Fakten, konkreten Zahlen und Fragestellungen, und nicht mit statistisch fragwürdigen Ansätzen“, so Nocker-Schwarzenbacher abschließend. (PWK463/ES)
 

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