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Nachhaltigkeit: Österreich hat die Chance, zum Musterschüler zu werden

04.06.2020
Wien (OTS) - Heimische Top-ManagerInnen diskutierten im Rahmen der Serie „VBV im Diskurs“ das brennende Thema „Nachhaltige Wirtschaft nach Corona“. Sie sprachen sich klar für ein Umdenken in der heimischen Wirtschaftspolitik hin in Richtung grüne, nachhaltige Strukturen aus. Auf Einladung von Andreas Zakostelsky, CEO der VBV-Vorsorgekasse diskutierten unter der Leitung von Gabriele Faber-Wiener (Center for Responsible Management) u.a.: Wolfgang Anzengruber (Verbund AG), Roland Fink (Niceshops GmbH), Michaela Reitterer (Boutiquehotel Stadthalle, Österreichische Hoteliervereinigung), Hubert Rhomberg (Rhomberg Bau) und Josef Zotter (Zotter Schokolade GmbH). Der nächste Termin findet am Dienstag, 9. Juni 2020, 10:00 – 11:30 Uhr, mit JournalistInnen statt, darunter Eric Frey (Der Standard), Dejan Jovicevic (Brutkasten), Stefan Kaltenbrunner (PULS 24), Florian Klenk (Falter) und Anneliese Rohrer (Die Presse).
Die Bevölkerung spricht sich laut Zakostelsky in einer aktuellen Umfrage der VBV zu großer Mehrheit (88 Prozent) für einen grünen Wiederaufbau nach Corona aus. Aber wie sieht das die heimische Wirtschaft? Das war das Thema der zweiten Online-Diskussion „VBV im Diskurs“. Die teilnehmenden Unternehmen sind von Corona ganz unterschiedlich betroffen. Michaela Reitterer‘s Hotel-Branche hat es am härtesten getroffen. Josef Zotter konnte bisher primär Veränderungen im Vertriebskanal wahrnehmen: „Plötzlich ist der Onlinehandel explodiert.“ Wolfgang Anzengruber sah es als größte Herausforderung, einerseits die MitarbeiterInnen ins Home-Office zu schicken, gleichzeitig aber die Energie-Versorgung sicherzustellen. Roland Fink (Niceshops GmbH) konnte im Gegenteil zu vielen anderen Unternehmen wachsen: „Wir haben Leute eingestellt und sehen aktuell noch keine Abflachung des Wachstumsschubs“, so Fink. Hubert Rhomberg rechnet damit, dass „der Komet in 18 Monaten einschlage“, sieht darin aber auch neue Möglichkeiten: „Wir haben nun die Chance, Dinge ganz anders zu machen.“
Zwtl.: Die Dinge ganz anders zu machen…
„Es geht nicht um Klimaschutz oder Arbeitsplätze, sondern um beides. Das ist längst kein Widerspruch mehr. Der Wiederaufbau nach Corona muss ein nachhaltiger sein“, meint Andreas Zakostelsky. Noch weiter geht Hubert Rhomberg und fordert einen klaren Systemwechsel: „Es ist unbestritten, dass man jetzt sehr viel Geld einsetzen muss. Aber man darf das viele Geld nicht auf das alte System schmeißen. Wir müssen unser System erneuern, und das länderübergreifend“.
Michaela Reitterer und Roland Fink weisen darauf hin, dass man den angekündigten Green Deal nicht vergessen dürfe. Dieser bringe laut Fink nicht zuletzt viele Chancen durch die Digitalisierung. Insgesamt hätten laut Reitterer nachhaltig wirtschaftende Unternehmen einen klaren Wettbewerbsvorteil. Eine Aussage die Wolfgang Anzengruber teilt und noch verstärkt: „Wir brauchen Kostenwahrheit in unseren Produkten. Und dann müssen wir zukunftsorientiert investieren. Denn die Klimakrise ist ja immer noch da.“
Zwtl.: Die Politik ist am Zug
„Jetzt ist die Zeit, wo die Politik wirklich führen kann. Wir wollen einen Green Deal, die Bevölkerung ist dafür – nun hat es die Politik in der Hand“, so Josef Zotter. Hubert Rhomberg verlangt jedenfalls Transparenz dabei: „Wo geht wie viel Geld mit welcher Wirkung hin? Die Bürger haben ein Recht auf mehr Information“. Roland Fink schlägt in dieselbe Kerbe: „Man muss genau hinschauen, wie viel und in welcher Form gefördert wird. Wir brauchen faire Preise.“ Michaela Reitterer betont in diesem Zusammenhang ein notwendiges Grundverständnis in der Bevölkerung: „Wer regionale, nachhaltige Lebensmittel in der Gastronomie essen will, muss bereit sein, faire Preise zu bezahlen.“
Zwtl.: Forderung nach CO2-Bepreisung
Für Wolfgang Anzengruber ist klar: Um nachhaltig und zukunftsorientiert zu wirtschaften, ist eine CO2-Bepreisung unabdingbar. Nur mit den richtigen Rahmenbedingungen können nachhaltige Investitionen erfolgreich sein. Neben der CO2-Bepreisung nimmt Andreas Zakostelsky die Politik noch mehr in die Pflicht und fordert eine ökosoziale Steuerreform. Zudem muss es bei der Förderung konkrete ökologische Auflagen geben. Nur so könne Österreich die EU als „Musterschüler“ beim Green Deal unterstützen. „Die Bevölkerung ist bereit, die Wirtschaft zieht mit, also sollte die Politik entsprechend handeln und das auch verständlich artikulieren.“
Eine Zusammenfassung der Diskussion findet sich [hier] (https://youtu.be/i_VrKSYO4Dc).[] (https://youtu.be/i_VrKSYO4Dc)
Der VBV Diskurs geht weiter: „Nachhaltige Wirtschaft post Corona – wie sehen heimische JournalistInnen die Zukunft?“ am Dienstag, 9. Juni 2020, 10:00 – 11:30 Uhr, mit ausgewählten Top-JournalistInnen.
Teilnahme [hier] (https://us02web.zoom.us/webinar/register/WN_7KBV9yB6RECub0tjiNm-WQ)
Die VBV-Gruppe ist der Marktführer bei allen betrieblichen Vorsorgelösungen in Österreich - sowohl im Bereich der Firmenpensionen als auch bei der Abfertigung NEU. Neben der VBV-Pensionskasse und der VBV-Vorsorgekasse gehören auch die Dienstleistungsunternehmen VBV-Pensionsservice-Center, die VBV-Consult, die VBV Asset Service und die Betriebliche Altersvorsorge SoftWare Engineering zur VBV-Gruppe. Weitere Informationen unter: [www.vbv.at] (http://www.vbv.at/)
Nachhaltige Wirtschaft post Corona – wie sehen heimische JournalistInnen die Zukunft?
Die heimischen Medien sind von der Corona-Krise ebenfalls betroffen – gleichzeitig sind sie die zentralen Kommunikatoren der Krise. Ihre Rolle ist essenziell, auch wenn es um Nachhaltigkeit geht. Daher holen wir am 9. Juni von 10:00 bis 11:30 Uhr österreichische Journalistinnen und Journalisten auf unsere virtuelle Bühne und diskutieren über ihre Ideen, Erfahrungen und Einschätzungen. Wir diskutieren mit Eric Frey (Der Standard), Dejan Jovicevic (Brutkasten), Stefan Kaltenbrunner (PULS 24), Florian Klenk (Falter) und Anneliese Rohrer (Die Presse).
Datum: 9.6.2020, 10:00 - 11:30 Uhr Ort: Wien Url: https://us02web.zoom.us/webinar/register/WN_7KBV9yB6RECub0tjiNm-WQ
 

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