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12.09.2019

 

Wir schreiben das Jahr 2017, der Bitcoin durchbricht alle Rekorde, das Bankensystem scheint ausgedient zu haben. 2018 folgte ein tiefer Fall, und 2019 zeigen sich Kryptowährungen so beliebt wie nie zuvor. Was ist dran an der Zukunft der Kryptowährungen? Bringen sie das Ende der bisherigen Finanzsysteme?

Um es gleich vorweg zu nehmen: Vermutlich nicht. Und wenn, dann wird es sehr, sehr lange dauern. Denn Experten raten schon seit einigen Jahren, dass auch Notenbanken ihre eigene Kryptowährung schaffen können. Venezuela hat mit dem Petro eine staatliche Kryptowährung geschaffen (die mit der nationalen Währung Venezuelas verbunden ist und die meisten Eigenschaften einer Kryptowährung nicht erfüllt) - warum sollten Notenbanken nicht auch ein eigenes System dieser Art schaffen? Es heißt also womöglich nicht "Kryptowährung vs. Notenbanken", sondern "Kryptowährung und Kryptowährungen der Notenbanken".

Gefahren? Kryptowährungen gelten als sicher

Kryptowährungen gelten als fälschungssicher. Das hat einige Gründe, die an dieser Stelle nur kurz erwähnt werden können: jede Transaktion muss von allen Nutzern und Nutzerinnen bestätigt werden. Dadurch lassen sich Besitzverhältnisse nicht fälschen, Transaktionen nicht fälschen, und Transaktionen können auch nicht rückgängig gemacht werden. Betrug ist schwer bis unmöglich und selbstverständlich en Aufwand nicht wert. Gleichzeitig erlauben Kryptowährungen relativ anonyme Transaktionen, weil als Sender und Empfänger Pseudonyme statt Klarnamen (oder Adressen, Bankdaten etc.) verwendet werden. Es gibt aber auch Unsicherheiten.

Der Handel mit Kryptowährungen, insbesondere dem Bitcoin als bekannteste Währung, ist im Mainstream angekommen. Jeder Erwachsene mit Internetanschluss und ein bisschen Geld kann sich auf einer der zahlreichen Handelsplattformen anmelden und fröhlich mitmischen. Die Anbieter sind nicht alle seriös, in den letzten Monaten und Jahren wurde immer wieder vor schwarzen Schafen gewarnt. Sogenannte Bitcoin Robots automatisieren den Handel mit der Kryptowährung und versprechen dabei teils sehr hohe (unrealistisch anmutende) Gewinne. Ist das immer gleich Betrug? So klar lässt sich das nicht beantworten News Spy Erfahrungen zeigen beispielsweise, dass der Weg zwischen einem sehr großmäuligen Werbeversprechen und einem tatsächlichen Betrug sehr weit sein kann. Wie im Beratungssektor der Finanzdienstleister werden auch biem Handel mit Kryptowährungen viele Versprechen formuliert, viele Gefahren verschwiegen, Transaktionsgelder und Provisionen im Verborgenen erhoben.

Blockchain ist mehr als Geld, das von Nationalstaaten unabhängig ist

Zuerst einmal muss man verstehen, was Kryptowährungen eigentlich sind: Es handelt sich dabei um Werte, die gegen etwas eingetauscht werden. Sie sind aber nicht, wie konventionelle Währungen, vom Bruttoinlandsprodukt eines Nationalstaats abhängig, sind nicht von Gold oder Öl gestützt. Sie haben ihren Wert, weil die Nutzer und Nutzerinnen des Netzwerks hinter der jeweiligen Währung glauben, dass dieser Wert vorhanden ist. Natürlich haben auch konventionelle Währungen ihren Wert nur, weil man an die Goldreserven, Ölreserven, politischen Territorien und so weiter glaubt, die dahinter stehen. Aber anders als konventionelle Währungen verlieren Kryptowährungen nicht ihren Wert, wenn es zu lokalen Unglücksfällen, Katastrophen und Kriegen, einem Putsch oder Unabhängigkeitsbestrebungen kommt. Auch die Wirtschaftsleistung eines einzelnen Landes hat keinen Einfluss auf den Wert einer Einheit einer Kryptowährung.

Was wäre nun also (wir spielen mit Eventualitäten und Möglichkeiten, mehr nicht), wenn sich eine Notenbank von nationalen Währungen lossagt und eine Kryptowährung schafft? Beim Netzwerk Ethereum sehen wir, dass es gar nicht nur um Geldwerte und Transaktionen geht. Es geht um Informationstechnologie und Sicherheit. Der Ether als Coin macht nur einen kleinen Teil des Netzwerks aus, das auch Informationen sicher transportieren und verifizieren kann und vieles mehr. Ripple ist ebenfalls als System konzipiert, das Finanzdienstleistern den sicheren und kostengünstigen sowie schnellen Transfer von Werten in aller Welt ermöglichen soll. Was wäre also, wenn Notenbanken (wie die spanische Großbank Santander) nicht einfach Ripple nutzen, sondern ihr eigenes Netzwerk basierend auf der Blockchain-Technologie schaffen würden?


 

Bildnachweis

1. Bitcoin, Bitcoins, Kryptowährung, Münzen - https://de.depositphotos.com/197581672/stock-photo-selectiv... -   >> Öffnen auf photaq.com



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