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22.05.2019

Motiv und Wahrheit im Clinch. Nein, ich werde jetzt sicher nichts über Politik schreiben. Das wäre viel zu unsicher und daher auch viel zu gefährlich, weil sonst die Seriosität am Spiel steht. Ich werde aber Politik durchaus als Analogie verwenden, nämlich wie sehr man im täglichen Leben auf Wahrheit und Verlässlichkeit von Meinung zu vertrauen gewohnt ist und wie sehr man dabei vergessen hat, oder gar nicht in der Lage ist, die Tragfähigkeit dieses „Bodens“ festzustellen.

Inzwischen haben es nämlich Hedge Funds oder Short Seller immer leichter. Es vergeht kaum eine Woche, wo nicht etliche Meldungen im Internet oder auch via kritiklose Übernahme durch und in als seriös geltende Marktmedien als falsch oder bewusst irreführend enttarnt werden. Deren Einfluss auf den Kapitalmarkt ist fast immer heftig und akkurat, deren Aufdeckung bzw. Relativierung erzeugt dagegen sehr oft kaum eine Gegenkorrektur. Wer verkauft hat kauft danach nicht so schnell wieder. Defensive Emotion. Man denkt sich vielleicht sogar danach, „naja vielleicht stimmt ja doch etwas daran“.

Und das ist gar nicht mal einer Oberflächlichkeit oder gar Gleichgültigkeit von Investoren geschuldet. Die strengen Regularien zwingen nämlich „normale“ institutionelle Investoren in immer flexibilitätsfeindlichere Investitionsmuster. Dokumentationserfordernisse sind mittlerweile auf irren Niveaus angelangt. Geschwindigkeit und Flexibilität leidet darunter naturgemäß enorm. Gleichzeitig steigen die Kosten im Bereich der „unproduktiven“ Segmente des Business‘. Für Effizienz bei der Behandlung von Mobbingattacken bleibt oft wenig Raum bzw. auch weniger Bewusstsein, weil da müsste man zumindest personell fast überall aufstocken um im Falle der Fälle umgehend und glaubwürdig und auch rasch reagieren zu können.

Kein Wunder möge man meinen, dass sich Leerverkäufer und ähnlich orientierte Investoren immer mehr und zwar zunehmend schamlos der Medienkeule und ähnlicher nahe an der Verleumdung befindlichen Prozesse bedienen. Auf diese zumeist vage formulierten, aber in ihrer Konsequenz deutlich kommentierten Falschmeldungen kann man zumeist wochenlang nicht reagieren weil man als Unternehmen ja immer 100% objektiv bleiben muss, aber wer kann das schon, wenn man nicht einmal genau weiß, worauf sich die Vorwürfe in der Berichterstattung stützen. Ergänzt werden diese Vorgehensweisen inzwischen oft von Cyber-Attacken, von denen man sowieso kaum weiß woher sie stammen. Somit wird auch die Homepage des jeweils betroffenen Unternehmens in die Generalbehandlung integriert.

In Zeiten, in denen man immer öfter auch über notwendige Reformen an den Kapitalmärkten spricht, wäre es daher angebracht die Sicherstellung der Transparenz von Leerverkäufen und artverwandter Geschäfte auf die oberste Agenda zu nehmen. Es darf gar nicht mehr möglich sein, Short-Positionen oder diesen gleichartige Derivate oder Vereinbarungen zu verheimlichen. Auch zum Schutz der Hedge Funds, weil die wollen ja auch in ihrem Umfeld faire Bedingungen vorfinden. Einseitige Begünstigungen schaffen nur Arbitragefenster die gerade von diesen, zumeist sehr intelligenten Marktteilnehmern, auch bewusst und in hohem Masse genutzt werden.

Selten von mir artikuliert, aber hier ist ein wenig mehr an Regulativ nützlich.

(Der Input von Wolfgang Matejka für den http://www.boerse-social.com/gabb vom 22.05.)


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1. Zeit Medien Frühstück , (© diverse photaq)   >> Öffnen auf photaq.com



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