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Kraus-Winkler schlägt Westbalkan-Kontingent für Tourismus-Saisoniers vor

22.02.2024, 3630 Zeichen
Wien (OTS/BMAW) - „Aktuell stehen alle europäischen Tourismusländer in hartem Wettbewerb um Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus Drittstaaten. Daher ist es erfolgsentscheidend, dass heimische Betriebe durch international attraktive Jobangebote überzeugen. Zu starre rechtliche Hürden dürfen entsprechende Anstrengungen nicht erschweren,“ so Tourismus-Staatssekretärin Susanne Kraus-Winkler: „Deshalb sieht auch der Österreichplan 2030 von Bundeskanzler Karl Nehammer weitere Erleichterungen bei der saisonalen Beschäftigung von Drittstaatsangehörigen im Tourismus vor, sofern nachweislich keine einheimischen Arbeitskräfte gefunden werden.“
Kraus-Winkler nahm den mittlerweile dritten Stakeholderaustausch zum touristischen Arbeitsmarkt daher auch zum Anlass, um mit den Tourismussozialpartnern, dem Sprecher der Tourismusschulen und weiteren Expertinnen und Experten des Bundesministeriums für Arbeit und Wirtschaft über die gegenwärtige Saisonier-Regelung zu diskutieren. Im Rahmen der Diskussion präsentierte die Staatssekretärin einen gemeinsam mit BM Martin Kocher entwickelten Lösungsansatz, der sich an ein vergleichbares Modell in Deutschland orientiert: „Die überwiegende Mehrheit unserer Saisoniers stammt schon seit Jahren aus Bosnien-Herzegowina, Serbien, Nordmazedonien und dem Kosovo. Durch ein zusätzliches ‚Westbalkankontingent‘ könnten das Recruiting in dieser Region unterstützt und der touristische Arbeitsmarkt zielgerichtet geöffnet werden.“ Die Staatssekretärin wird dem Koalitionspartner demnächst einen entsprechenden Vorschlag vorlegen.
Das Argument, dass Saisoniers aus Drittstaaten zu Lohndumping und zu einer Verschlechterung der Arbeitsbedingungen in der Branche beitragen würden, lässt Kraus-Winkler nicht gelten: „Eine repräsentative Studie des Market Institute hat ergeben, dass rund 93 Prozent der Beschäftigten mit den Arbeitsbedingungen im Tourismus zufrieden sind. Von 62 Prozent wird die Bezahlung als positiv bezeichnet, wobei dieser Wert deutlich höher als in anderen Branchen ist. Das spiegelt wider, dass wir uns gegenwärtig in einem Arbeitnehmermarkt befinden. Unzufriedene Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wechseln offensichtlich den Betrieb oder überhaupt die Branche. Wichtig ist, dass das auch unsere Unternehmerinnen und Unternehmern erkennen. Nachhaltig werden nämlich nur jene Tourismusbetriebe erfolgreich sein, die sich um die Zufriedenheit ihrer in- und ausländischen Beschäftigten bemühen.“
In Österreich dürfen insgesamt 4.295 Drittstaatsangehörige im Tourismus saisonal beschäftigt werden, wobei dieses Saisonier-Kontingent auf alle Bundesländer verteilt und dann regional zugewiesen wird. In den Sommer- und Wintermonaten ist eine Überschreitung um bis zu 50 Prozent zulässig, solange die Höchstgrenzen im Jahresdurchschnitt eingehalten werden. Seit dem Amtsantritt von Kraus-Winkler ist es bereits zur Aufstockung von vormals 1.989 Kontingentsplätzen sowie weiteren erheblichen Erleichterungen gekommen (z.B. Überführung der [Stammsaisonier-Regelung] (https://www.bmaw.gv.at/Themen/Tourismus/tourismuspoli... rbeitsmarkt-ausbildung/stammsaisoniers-neu.html) ins Dauerrecht, Schaffung einer [Stammmitarbeiter-Regelung] (https://www.migration.gv.at/de/formen-der-zuwanderung/daue... anderung/stammmitarbeiterinnen/) für langjährige Saisoniers). In Deutschland dürfte es künftig zwei separate Kontingente für Drittstaatsangehörige ohne Fachqualifikation geben: Mit Juni 2024 soll einerseits das seit 2016 bestehende Westbalkankontingent auf 50.000 verdoppelt und andererseits soll mit 1. März 2024 ein zusätzliches Kontingent von 25.000 für die saisonale Beschäftigung sonstiger Drittstaatsangehöriger geschaffen werden.

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