Ich stimme der Verwendung von Cookies zu. Auch wenn ich diese Website weiter nutze, gilt dies als Zustimmung.

Bitte lesen und akzeptieren Sie die Datenschutzinformation und Cookie-Informationen, damit Sie unser Angebot weiter nutzen können. Natürlich können Sie diese Einwilligung jederzeit widerrufen.





Inflations- und Zinsentwicklung in Österreich

21.09.2021
Wien (OTS) - Österreichs Unternehmen haben die pandemische Verschnaufpause im Sommer gut genutzt und die Konjunktur ist im Aufwind. Dieser wirtschaftliche Aufschwung hat allerdings Auswirkungen auf die Inflations- und Zinsentwicklung. Finanzexperte Dr. Michael Grahammer, Partner bei BDO, erklärt die mögliche Entwicklung dieser wichtigen Faktoren.
„Obwohl viele Volkswirte eine rasche Erholung der Wirtschaft bei sinkenden Corona-Zahlen und den dadurch ermöglichten Lockerungen prognostiziert hatten, überraschte das erratische Anspringen der Nachfrage, die Knappheit vieler Güter und die dadurch bedingten Preissteigerungen. In vielen europäischen Staaten liegt die Inflation infolgedessen zu Herbstbeginn schon deutlich über dem angepeilten Ziel von 2%“, fasst Michael Grahammer die Situation zusammen.
„Einige Wirtschaftsforscher vertreten die These, dass sich die Preise wieder stabilisieren und sich die Inflationsrate in Österreich 2021 bei 2-2,2% (in der EU evtl. leicht darüber) einpendeln wird. Für 2022 wird ein Rückgang erwartet. Ich persönlich halte einen nachhaltigen Anstieg in Österreich für denkbar“, betont der Finanzexperte. Denn die Preissteigerungen bewegen sich in vielen Bereichen weit jenseits der 2%. Z.B. verteuerten sich Baukosten allein bis Juni 2021 gegenüber dem Vorjahr um 12%, Erzeugerpreise stiegen um 7%, die Großhandelspreise um fast 11%. Darüber hinaus verzeichnen viele Branchen eine historisch hohe Nachfrage und Auslastung, die noch über Monate hinweg anhalten dürfte. Auf die Verbraucherpreise dürften sich die gestiegenen Kosten erst im Zuge der jährlichen Preisgespräche (z.B. bei Lebensmittelpreisen) auswirken, sodass die Verteuerung hier verzögert eintritt. Ähnliches gilt für Neuvergaben im Baubereich und ihre Folgen für die Immobilienpreise. Im Übrigen ist auch bei der Nachfrage nach Wohnimmobilien keine Normalisierung zu erwarten, solange das Zinsumfeld unverändert bleibt und die Bankenaufsicht keine regulatorischen Verschärfungen bzw. der Fiskus keine Besteuerung auf Immobilienvermögen beschließt. „Aus meiner Sicht spricht vieles dafür, dass die Preise zumindest über die nächsten zwei Jahre deutlich stärker steigen werden als die aktuellen Prognosen dies erwarten lassen“, betont Michael Grahammer.
Was bedeutet das für die Zinsen? „Nun, am langen Ende hat sich das Zinsniveau bereits deutlich von den Tiefstständen nach oben bewegt“, so Michael Grahammer. Während der 10-Jahres-EUR-Swap vor sechs Monaten bei ca. -0,3% p.a. lag, notiert er heute bei -0,059% p.a. – somit um ca. 25 Basispunkte höher. Demgegenüber hat sich der 3-Monats-EURIBOR im selben Zeitraum kaum verändert und liegt aktuell bei ca. -0,54% p.a. Daran dürfte sich auch kurzfristig wenig ändern, zumal Preiseffekte in Österreich keinen Einfluss auf das europäische Zinsumfeld haben. Sollte hingegen die Überhitzung der Immobilienmärkte weiter ansteigen und die Inflation in Europa nachhaltig und deutlich über 2% liegen, wird sich zeigen, ob die EZB nicht gezwungen sein wird, ein Ende der Anleihenkäufe und eine Normalisierung der Zinsen zumindest in Aussicht zu stellen. „Ab diesem Zeitpunkt ist mit deutlich höheren Renditen und Zinsen zu rechnen. Daher empfehlen wir unseren Kundinnen und Kunden, die eigenen Zinskonditionen bereits heute kritisch zu hinterfragen und gegebenenfalls das noch günstige Zinsniveau für langfristige Absicherungen zu nützen“, schließt Michael Grahammer.
 

Aktien auf dem Radar:Strabag.


Random Partner

gutbetreut.at
Gutbetreut.at ist Qualitätspartner für 24-Stunden-Pflege und Betreuung in Niederösterreich und Wien. Das Team von gutbetreut.at gibt täglich sein Bestes, um die individuellen Wünsche und Bedürfnisse der zu betreuenden Menschen zu erfüllen – und das mit ganzem Herzen. Die Betreuung und Pflege von Menschen braucht viel Herz, Verstand und Liebe zur Arbeit.

>> Besuchen Sie 66 weitere Partner auf boerse-social.com/partner


Mehr aktuelle OTS-Meldungen HIER


Meistgelesen
>> mehr


PIR-Zeichnungsprodukte
AT0000A2QDK5
AT0000A28C15
AT0000A26J44

Börse Social Club Board
>> mehr
    #gabb #950