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Handelsverband-Forderungen nach Entschädigung "verlorener" Fixkosten und unverkäuflicher verderblicher & saisonaler Ware wird umgesetzt

03.04.2020
Wien (OTS) - Der Handelsverband begrüßt die heute von der Bundesregierung präsentierten Details zum 15 Milliarden Euro schweren Nothilfefonds, bei dem zahlreiche Empfehlungen des Handelsverbandes berücksichtigt wurden.
Zwtl.: Gestaffelte Zuschüsse bis 75% vorgesehen
So sollen etwa Fixkosten wie Miet- und Pachtzahlungen, Strom und Internet, die in der Krise weitergaloppieren, aber auch Kosten für verderbliche Ware oder Saisonwaren, die jetzt Corona-bedingt nicht verkauft werden können bzw. dürfen, ab einem Umsatzrückgang von 40% (im Vergleich zum Vorjahr) mit einem gestaffelten Zuschuss von 25% bis max. 75% abgegolten werden.
Ein Wermutstropfen ist allerdings, dass die Abrechnung und Auszahlung dieses gestaffelten Kostenersatzes erst am Ende des Wirtschaftsjahres erfolgen soll, obwohl es sich um ein Kriseninstrument handelt. Die Obergrenze der Hilfsgelder soll bei drei Monatsumsätzen oder max. 120 Millionen Euro liegen.
Zwtl.: Staatsgarantien für Kredite auf 90% erhöht
Positiv bewertet der Handelsverband die angekündigte Erhöhung des staatlichen Haftungsanteils am Kreditvolumen auf 90%, um die Banken zu mehr positiven Kreditentscheidungen zu bewegen.
Nun gilt es vom Elchtest in die Praxis zu wechseln und genau auf die tatsächliche Kreditvergabe und die Zeitachse bis zur Kapitalzuzählung zu achten. Betroffene Unternehmen müssen nun unbürokratisch beantragen können und durch eine „Fast Lane“ auf rasche Liquidität vertrauen können, damit sie ihren Zahlungsverpflichtungen nachkommen zu können.
Zwtl.: Besicherungspraxis der Banken mit Argusaugen beobachten
Auch die Besicherungspraxis der Banken gilt es mit Argusaugen zu beobachten. Persönlichen Haftungen sollten keinesfalls zum Einsatz kommen, damit das Risiko heute dort bleibt wo es hingehört und nicht morgen Existenzen gefährdet.
"Der Handelsverband dankt der Bundesregierung, dass zahlreiche Empfehlungen aufgegriffen wurden, um die mehr als 40.000 von Schließungen betroffenen Handelsbetriebe mit ihren 490.000 Beschäftigten vom KMU bis zum Konzern zu unterstützen. Die vorgesehenen Zuschüsse im Nothilfefonds von bis zu 75% sowie die Erhöhung der Staatsgarantien für Kredite auf 90% werden hierzulande viele Arbeitsplätze retten und den Wirtschaftsstandort Österreich sichern", sagt Handelsverband-Geschäftsführer Rainer Will in einer ersten Stellungnahme.
Zwtl.: Nächster Schritt: Fahrplan für langsames Hochfahren betroffener Branchen unter Beachtung gesundheitlicher Behördenvorgaben
Jetzt geht es darum, dass die entsprechenden Richtlinien und Verordnungen rasch ausformuliert und auch zeitnah umgesetzt werden. Ähnliches gilt für die in Aussicht gestellte Vorfinanzierung der Corona-Kurzarbeit, die der Handelsverband vor einigen Wochen empfohlen hatte.
Im Nationalrat soll heute zudem das vom Handelsverband unterstützte Moratorium für Bankkredite vorgestellt werden. Rund 3,5 Millionen Kreditverträge in Österreich wären davon betroffen.
"Wir setzen großes Vertrauen in die politischen Entscheidungsträger, uns durch diese schwerste Krise der zweiten Republik zu bringen. Jetzt geht es auch darum, einen konkreten Fahrplan für das strukturierte Hochfahren der vom Shutdown besonders betroffenen Branchen wie dem Handel und der Gastronomie auszuarbeiten. Zu vermeiden gilt es chaotische, sich widersprechende oder fehlende Klarstellungen – wann wer unter welchen Umständen offenhalten darf – damit nicht erneut unbedacht ein Streit innerhalb oder zwischen Wirtschaftsbranchen entfacht wird. Gemeinsam schaffen wir das", so Rainer Will abschließend.
In einem nächsten Schritt sollte analog zur Abholung vorbestellter Speisen in der Gastronomie – sofern diese nicht vor Ort konsumiert werden und sichergestellt ist, dass gegenüber anderen Personen ein Abstand von mindestens einem Meter eingehalten wird – auch die Abholung vorbestellter Waren im Handel, also Click&Collect, noch vor Ostern zugelassen werden.
 

Aktien auf dem Radar:Marinomed Biotech, Bawag, Erste Group, Amag, Zumtobel, Porr, Andritz, Addiko Bank, RBI, Athos Immobilien, AT&S, Telekom Austria, Verbund, Cleen Energy, FACC, Kapsch TrafficCom, Lenzing, OMV, Palfinger, Polytec, startup300, Stadlauer Malzfabrik AG, voestalpine, Wienerberger, BMW, Beiersdorf, SAP, Henkel, Fresenius, Covestro, Allianz.


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