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GAIA-X: Europäische Dateninfrastruktur als Wettbewerbsvorteil für heimische Produktion

12.05.2021
Wien (OTS) - 12. Mai 2021 – Die Plattform Industrie 4.0 Österreich und das EIT Manufacturing diskutierten gemeinsam mit dem Verband der Internetwirtschaft Deutschland, Siemens AG Austria, Atos IT Solutions and Services GmbH und Tributech Solutions GmbH im Rahmen der ViennaUP B2B Software Days über sichere und vertrauenswürdige europäische Dateninfrastruktur und die Bedeutung von europäischen Data-Sharing und Data Spaces für die industrielle Produktion.
GAIA-X ist ein europäisches Leitprojekt zum Aufbau einer leistungs- und wettbewerbsfähigen sowie sicheren und vertrauenswürdigen Dateninfrastruktur für Europa. Die Initiative wird von VertreterInnen aus Wirtschaft, Wissenschaft und Verwaltung auf europäischer Ebene getragen und ist auch für Österreich von hoher Bedeutung. Ziel ist es, eine Struktur für den Datenaustausch nach europäischen Standards (Sicherheit, Datensouveränität, Compliance-Richtlinien etc.) zu schaffen und damit Unternehmen in Europa zu ermöglichen, ihre Wettbewerbsfähigkeit im digitalen Bereich zu erhöhen.
„Daten sind bereits heute aus der Wirtschaft nicht mehr wegzudenken. Mit GAIA-X sollen in allen 27 EU-Mitgliedsstaaten faire Spielregeln zum Datenaustausch festgelegt werden, um ein starkes europäisches Datenökosystem aufzubauen – besonders für KMU ist es wichtig, hier klare Spielregeln zu haben“, betont Roland Sommer, Managing Director der Plattform Industrie 4.0 Österreich.
Zwtl.: Bedeutung für KMU
Gerade auch für kleinere Unternehmen bietet der Austausch von Daten im Unternehmen, einen großen Mehrwert. Ein erster Schritt dabei ist, das Bewusstsein für den Bedarf und das Potenzial für Datenaustausch zu steigern. Über konkrete Use Cases und Anwendungen kann gezeigt werden, dass der Datenaustausch auch wirtschaftlich immer wichtiger wird. Innovative Ansätze, wie beispielsweise bei Datenräumen im Bereich der Fertigungstechnik, standen im Rahmen des Workshops im Fokus. Prädiktive Qualitätsmessung, prädiktive Wartung und Logistikanwendungen sind nur einige der Beispiele, die im Rahmen des Workshops diskutiert wurden.
Zwtl.: Stärkung von Wertschöpfungsketten und Beziehungen
GAIA-X bietet die Möglichkeit über die Ebene des firmenübergreifenden Datenaustausches die Zusammenarbeit mit Zulieferern und Kunden zu verbessern. Für die exportorientierte österreichische Wirtschaft ist GAIA-X daher eine große Chance, bestehende Geschäftsbeziehungen zu erweitern und abzusichern sowie neue Kontakte aufzubauen. Mit Hilfe von Transparenz und einheitlichen Standards wird Vertrauen geschaffen und die Rolle der österreichischen Industrie in globalen Wertschöpfungsketten gestärkt.
Organisiert wurde der Workshop von EIT Manufacturing, das innerhalb des European Institute of Innovation & Technology (EIT) die führenden europäischen Akteure in der Produktion miteinander verbindet, mit Unterstützung der Plattform Industrie 4.0 Österreich, die österreichische Stakeholder aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft sowie Arbeitgeber- und Arbeitnehmerseite zusammenbringt, um die Digitalisierung voranzutreiben.
Aktuell werden zu bereits bestehenden „National Hubs“ im Rahmen von GAIA-X in Deutschland, Frankreich und Finnland noch weitere Hubs gegründet. Der Fokus der Hubs ist es, nationale Interessen zu bündeln und den Aufbau von Use Cases und Datenräumen zu erleichtern. Die Diskutanten waren sich einig, dass ein solcher Hub auch in Österreich aufgebaut werden soll.
Teilnehmer am Workshop: EIT Manufacturing - Data Sharing / GAIA-X - Vorteile für KMU?
Andreas Weiss, Head of Digital Business Models @eco Association of the Internet Industry Germany\nPeter Kuen, Manager Austria & Government Relations @ EIT Manufacturing East\nHarald Loos, Head of Corporate Technology @ Siemens AG Austria\nJordan Janeczko, CTO Global Client Innovation @ ATOS\nRoland Sommer, Managing Director @ Plattform I4.0 Österreich\nAlexander Sztatecsny, COO & Managing Partner @ tributech\nZwtl.: Über die Plattform Industrie 4.0 Österreich
Die Initiative hat sich seit ihrer Gründung 2015 durch das Bundesministerium für Klimawandel (BMK) gemeinsam mit den Arbeitgeber- und Arbeitnehmerverbänden zu einem etablierten Kompetenzträger zum Thema Industrie 4.0 entwickelt. Der Verein setzt Aktivitäten, um eine dynamische Entwicklung des österreichischen Produktionssektors zu sichern, Forschung, Innovation und Qualifikation zu forcieren und zu einer qualitätsvollen Arbeitswelt sowie zu einem hohen Beschäftigungsniveau beizutragen. Das Ziel ist, die neuen technologischen Entwicklungen und Innovationen der Digitalisierung bestmöglich für Unternehmen und Beschäftigte zu nutzen und den Wandel für die Gesellschaft sozialverträglich zu gestalten. Weitere Informationen unter [www.plattformindustrie40.at] (https://plattformindustrie40.at/)
 

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