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Freiheitliche Wirtschaft (FW): Mittelfristige Härtefallmaßnahmen kommen keinen Tag zu spät!

26.03.2020
Wien (OTS) - „Die Hilfspakete, Zahlungsaufschübe, Stundungen, Beitragssenkungen sowie die Kurzarbeit sind wichtig, aber ausschlaggebend für den Fortbestand der EPU und KMU werden ausschließlich die präsentierten Phasen der Zuschüsse, Kreditmöglichkeiten und Schadensabdeckungen sein. Es muss gewährleistet werden, dass die Regierung nicht nur leere Versprechungen abgegeben hat, sondern mit aller Entschlossenheit auf die Banken einwirkt, dass auch wirklich kein Unternehmer auf der Strecke bleibt“, so der Bundesobmann der Freiheitlichen Wirtschaft (FW) und WKÖ-Vizepräsident, Matthias Krenn.
Krenn weiter: „Alle präsentierten Maßnahmen sind durchaus probate Möglichkeiten, kurzfristig den durch die Beschränkungen entstandenen Schaden zu minimieren. Der Härtefallfonds wird vor allem den EPU das Überleben sichern. Kritischer ist die Mischung aus Kredit und Zuschuss basierend auf der Quartalssumme bis zum 31.3.2020. Die wichtigste Frage ist, ob Banken als eigenständige Institutionen ihre Kriterien, Einstufungen und Haftungsrichtlinien überhaupt aufweichen können bzw. dürfen. Die Regierung kann viel versprechen, jedoch zählen allein die bankinternen Richtlinien zur Feststellung und Einstufung der Kreditwürdigkeit. Aus genau diesen Gründen wird die Bundesregierung gefordert sein, die volle Haftung für zu gewährende Kredite zu übernehmen, denn ein Großteil der Unternehmer wird voraussichtlich mit negativen Kreditbewilligungen bescheidet werden. Zusätzlich gibt es genug Branchen mit einem umsatzschwachen 1. Quartal. Genau diese Unternehmen werden aller Voraussicht nach nichts von diesem Nothilfefonds haben. Ohne einer Nachbesserung der Berechnungsbasis auf den Jahresumsatz fallen diese unverschuldet durch den Rost!“
„Rasche Hilfe ist doppelte Hilfe und muss auch dort ankommen, wo sie am nötigsten gebraucht wird. Zweifelsohne hat die Regierung den Mehrwert einer funktionierenden und liquiden Wirtschaft erkannt, nun müssen weitere Schritte Zug um Zug erfolgen. Nach Bewältigung der nächsten Monate werden sämtliche Kassen und Töpfe des Staatshaushaltes, AMS und Sozialversicherung leer sein. Es gilt daher, rasch ein Konjunkturpaket mit dem Hauptziel eines Wirtschaftsaufschwungs statt des Verfalls in eine Rezession oder Depression in Angriff zu nehmen. Der Standort Österreich muss sich nach der Krise neu behaupten und nach innen und außen Stabilität, Kontinuität, Rechtssicherheit und Perspektiven signalisieren“, so Krenn abschließend.
 

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