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FMA-Marktstudie 2022 zu Fondsgebühren von österreichischen Publikumsfonds

05.07.2022, 3279 Zeichen
Wien (OTS) - Die Fondsgebühren, die für Anleger bei österreichischen Publikumsfonds anfallen, wurden 2021, verglichen mit dem Jahr davor, geringfügig angehoben: So betrugen die maximalen jährlichen Verwaltungsgebühren im volumengewichteten Mittelwert 1,26% (2020: 1,24%), die laufenden jährlichen Kosten 1,15% (2020: 1,13%) und die maximalen Ausgabeaufschläge bei Anteilsscheinerwerben 2,82% (2020: 2,80%). Dies geht aus der heute veröffentlichten, jährlichen „FMA-Marktstudie über Fondsgebühren von österreichischen Publikumsfonds“ hervor, die die Angaben im gesetzlich vorgeschriebenen Kundeninformationsdokument (KID) sowie in den Fondsbestimmungen von 1.009 Fonds mit einem Gesamtvolumen von mehr als € 123,7 Mrd. zum Stichtag 31.12.2021 analysiert hat. Das deckt 54% des gesamten österreichischen Fondsmarktes ab. Die Studie stellt tabellarisch und leicht verständlich die Kennzahlen detailliert und differenziert nach Fondstyp, Veranlagungsstrategie sowie Risikoklasse im Verlauf der vergangenen vier Jahre dar.
„Unsere jährliche Marktstudie gibt jedem Anleger die Möglichkeit, allein anhand der Angaben im gesetzlich vorgeschriebenen Kundeninformationsdokument KID zu einem bestimmten Produkt dessen Gebühren mit dem Durchschnitt dieser Veranlagungskategorie, aber auch mit den Kostenstrukturen anderer Anlagekategorien oder Risikoklassen zu vergleichen“, so der Vorstand der FMA, Helmut Ettl und Eduard Müller: „Wir schaffen so Markttransparenz und helfen dem Verbraucher, eine für sein Anlagebedürfnis maßgeschneiderte Entscheidung zu treffen.“
Je höher das Risiko, desto höher die Fondsgebühren
Signifikante Unterschiede gibt es zwischen den verschiedenen Veranlagungsstrategien und Risikoklassen. Die im Schnitt niedrigsten Fondsgebühren weisen kurzfristige Rentenfonds, gefolgt von Rentenfonds, Immobilienfonds, Mischfonds und Aktienfonds auf. So liegen zum Beispiel die maximalen Verwaltungsgebühren bei Rentenfonds im Schnitt bei 0,97%, bei Aktienfonds bei 1,62%, die laufenden Kosten bei 0,66% zu 1,63%, wobei sich die Werte gegenüber dem Vorjahr kaum verändert haben. Die maximalen Ausgabeaufschläge wurden im Mittelwert bei beiden Fondstypen leicht erhöht: bei Rentenfonds von 2,49% auf 2,65%, bei Aktienfonds von 3,13% auf 3,22%. Signifikant ist nach wie vor der Zusammenhang zwischen Risikoklasse und Höhe der Gebühren: Je höher das Risiko, desto höher tendenziell auch die Fondsgebühren, wobei hier auch der Konnex zur Anlagestrategie zu sehen ist. Der im Volumen am stärksten wachsende Fondstyp, nachhaltigkeitsorientierte Fonds[1], weisen im Vergleich zum Gesamtmarkt aggregiert leicht niedrigere Gebühren auf.
Die gesamte „FMA-Marktstudie über Fondsgebühren von österreichischen Publikumsfonds 2022“ finden Sie auf der Website der FMA unter dem Link: https://www.fma.gv.at/fma-aktuell/fma-fokus-fondsgeb... (https://www.fma.gv.at/fma-aktuell/fma-fokus-fondsgeb...
Eine leicht verständliche Darstellung der Fondsgebühren sowie Erklärungen zu deren Einordnung finden Sie in der FMA-Informationsreihe „Reden wir über Geld“: https://redenwiruebergeld.fma.gv.at/fondsgebuehren-vergleichen-sie... (https://redenwiruebergeld.fma.gv.at/fondsgebuehren-vergleichen-sie...
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[1] Insbesondere Nachhaltigkeitspublikumsfonds gemäß österreichischem Umweltzeichen 49 für nachhaltige Finanzprodukte.

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