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Energie aus dem Sommer für den Winter – Holzbrennstoffe lösen das Speicherproblem

19.01.2021
Wien (OTS) - Brennholz, Hackschnitzel und Pellets sind ein bedeutender Energiespeicher. Alleine die Pellets in den heimischen Heizkellern speichern eine Energiemenge von etwa 4 Milliarden kWh. Das entspricht ziemlich genau der Kapazität sämtlicher österreichischer Pumpspeicher!
Ganz Europa – und damit auch Österreich – ist vor ein paar Tagen anscheinend knapp an einem Blackout vorbeigeschrammt. Die Gefahr konnte durch den abgestimmten Einsatz von Reservekapazitäten abgewendet werden. Die Aufmerksamkeit ist damit aber einmal mehr auf die Frage gelenkt: wie bringen wir den Überschuss an Energie, den wir im Sommer erzeugen, in den Winter, wo wir mehr an Strom und Wärme benötigen, als zeitgleich produziert wird?
Bei gespeicherter Energie denken die meisten an Pumpspeicher, hochalpine Wasserkraftwerke, mit denen Österreich als Land der Berge und am Strome gesegnet ist. Wie viel Energie durch Holzbrennstoffe gespeichert wird ist den meisten nicht bewusst. Denn noch mehr Energie als in Pellets wird in Brennholz und Hackgut gespeichert.
„Unser Bedarf an Wärme muss nicht die Stromnetze belasten,“ stellt Christian Rakos, Geschäftsführer von proPellets Austria, klar. „Wer mit Holzbrennstoffen heizt, kann seinen Jahresenergievorrat bei sich zu Hause speichern und leistet damit auch einen wichtigen Beitrag zur Versorgungssicherheit. Und er leistet einen wertvollen Beitrag dafür, uns von der Abhängigkeit von den fossilen Brennstoffen Kohle, Öl und Erdgas zu befreien.“
Bäume wachsen bei uns vorwiegend im Sommer. In der warmen Jahreszeit nehmen sie das CO2 aus der Luft auf und bilden daraus mit Hilfe der Sonnenenergie, sowie mit Wasser und Nährstoffen aus dem Waldboden das Holz. Bei passender Holzqualität kann man mit diesem Holz Häuser, Möbel, Fußböden und noch viel mehr erzeugen; was dabei an Holzabfällen übrigbleibt, kann zu Pellets weiterverarbeitet werden. Werden diese Holzpellets in der Heizung zur Energieerzeugung genutzt, gibt man der Atmosphäre das CO2 wieder zurück, das sich der Wald durch nachhaltige Waldbewirtschaftung von dort geholt hat und laufend holt: man schließt den Kreislauf. Und zugleich nutzt man die im Holz gespeicherte Sonnenenergie im Winter, wo wir die Wärme dringend benötigen.
Wie groß der Energiebedarf für Wärme ist, wird deutlich, wenn man sich vor Augen hält, dass für Raumwärme und Warmwasser rund 85 Milliarden kWh an Energie pro Jahr notwendig sind. Das ist mehr, als der gesamte Stromverbrauch Österreichs, der bei rund 68 Milliarden kWh liegt. Es wird viel über die Speicherung von Energie gesprochen. Oft wird dabei vergessen, dass Holzbrennstoffe der mit Abstand größte Speicher erneuerbarer Energie sind, den wir haben. In kalten Winternächten werden wir wieder daran erinnert.
 

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