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Do&Co-Chef Dogudan spricht sich im ÖSTERREICH-Interview für Vermögenssteuer aus

09.04.2020
Wien (OTS) - Im Interview für das morgen, Freitag, erscheinende INSIDER-Magazin der Tageszeitung ÖSTERREICH spricht sich Do&Co-Eigentümer Attila Dogudan für eine Vermögenssteuer aus. Dogudan: "Es wird keine andere Möglichkeit geben. Wie soll es sich sonst ausgehen? Das ist eine Frage der Solidarität und das sollte für uns alle kein Problem sein. Du musst einen Teil deines Vermögens hergeben, na und? Es nützt keinem, Geld zu haben, wenn man es nicht ausgeben kann. Es kann uns nicht wurscht sein, wenn neben uns Menschen leben, die nicht wissen, wie sie ihre Kinder ernähren. Und es wird keinem Wohlhabenden wehtun, über, sagen wir, fünf Jahre etwas herzugeben. Das ist es wert, wenn die Gesellschaft funktioniert und wir uns nicht gegenseitig die Schädel einschlagen. Denn die soziale Frage kann ein großes Problem werden."
Viel Lob spendet Dogudan der Bundesregierung. Der Do&Co-Chef: "Ich finde, dass sie diese außerordentliche Situation besonders gut managen, klare Ansagen machen und rasch handeln. Wahrscheinlich die beste Regierung in Europa ... Was die Regierung mit der Kurzarbeit gemacht hat, ist top."
Allerdings: "Es wird nicht reichen. Sie muss Maßnahmen setzen, um die Liquidität der Unternehmen und der Menschen zu erhalten. Es ist ja nicht nur das Problem, einen Kredit zu bekommen, sondern es stellt sich die Frage: Kann ich den je wieder zurückzahlen? Die Regierung wird sich mit dem Gedanken anfreunden müssen, dass die Sache noch viel mehr kosten wird."
Trotz der schwierigen Ausgangssituation gibt sich Dogudan optimistisch: "Wir haben mit Restaurants, Cafés, Catering für Airlines, Großveranstaltungen, Fußballstadien und Formel eins, verteilt auf 20 Länder, gedacht, dass wir relativ risikoarm sind. Denn die Wahrscheinlichkeit, dass es in 20 Ländern gleichzeitig Richtung null geht, schien mir eher gering. Jetzt ist genau das eingetreten. Aber Do&Co ist ein gesundes Unternehmen mit einer Mannschaft, die noch mehr zusammengeschweißt ist. Wir werden gemeinsam Ideen entwickeln, wie es danach wieder weitergehen wird. Wir werden alle kleinere Brötchen backen. Aber solange die gut und gesund sind, ist das in Ordnung."
 

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