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Der Modus: Die Medaillenjagd geht ins Finale

25.09.2021
Graz (OTS) - In 48 Berufen wird am Sonntag – im Rahmen der feierlichen – Schlusszeremonie Edelmetall vergeben. Noch bis Samstagnachmittag, 17 Uhr, wird gehobelt, gemalt, gemauert und – es werden auch Punkte vergeben: Denn die knapp über 100 Juroren aus 19 Nationen schauen den rund 400 Teilnehmern genau über die Schulter, auf die Finger – und sogar ins Gesicht. Wie im Fall der Rezeptionisten, wo selbst Mimik und Gestik der Teilnehmer Eingang in die strenge Bewertung findet. „Jedes Kriterium ist in den EuroSkills-Regulativen genau geregelt – für jeden einzelnen Beruf“, erklärt Stefan Praschl. Der Vizepräsident von WorldSkills Europe war viele Jahre als Juror bei unterschiedlichsten Bewerben mit von der Partie, kennt das durchaus komplexe Regelwerk detailliert.
Zwtl.: 1.000 Punkte als Maximum
Das Prozedere ist dabei umfänglich, aber klar definiert: In jedem einzelnen Beruf vergeben internationale Juroren Punkte. Die Jury besteht dabei aus Ländervertretern der Teilnehmernation am jeweiligen Wettbewerb. Heißt: „Gehen etwa – wie bei den Grafikdesignern – zehn Teilnehmer an den Start, gibt es zehn Juroren“, sagt Praschl. Wichtig: Das eigene Land darf nicht bewertet werden. Herrscht Uneinigkeit in der Jury, tritt ein – zuvor ernannter – Chefjuror auf den Plan, der vermittelt und potenziellen Interpretationsspielraum einschränkt. „In der Vergangenheit haben manche Diskussionen oft bis spät in die Nacht angedauert“, erklärt WorldSkills Europe-Vizepräsident Praschl mit einem Augenzwinkern. Insgesamt gibt es zu bis 1.000 Punkte zu erreichen. Erst ab 700 Punkte werden auch Medaillen vergeben. Leistungen über 700 Punkte, die nicht zu Edelmetall reichen, werden mit der sogenannten „Medaillon of Excellence“ ausgezeichnet. Der insgesamt beste Teilnehmer wird mit dem „Jos de Goey-Award – Best in Europe“-Award ausgezeichnet. Dieser ist nach dem kürzlich verstorbenen, langjährigen WorldSkills Europe-Präsidenten benannt.
Zwtl.: Planung für das Wochenende
Bis Medaillenträger und Gesamtsieger feststehen, ist noch ein dichtes Rahmenprogramm geplant: Am Samstag stehen noch Rundgänge mit Bundesminister Martin Kocher, dem steirischen Landeshauptmann Hermann Schützenhöfer, Ski Alpin-Weltmeisterin Nicole Schmidhofer und dem französischen Botschafter am Programm. Der Sonntag startet mit dem Österreich-Empfang (ab 13.30 Uhr) im Messe Congress Graz, im Anschluss folgt die „Closing Reception“ für geladene Gäste sowie der feierliche Abschluss: Um 16.00 Uhr startet die offizielle „Closing Ceremony“ mit Medaillenvergabe, Show-Acts und Siegerehrung. Im Anschluss wird die EuroSkills-Flagge an St. Petersburg, dem Ausrichter der nächsten Berufs-EM, übergeben.
 

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