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Deloitte Umfrage: Gemischte Gefühle unter Österreichs Finanzchefs

22.10.2020
Wien (OTS) - Die COVID-19-Krise hat die Weltwirtschaft fest im Griff. Das sorgt vielerorts für tiefe Sorgenfalten – auch bei den österreichischen Finanzchefs. Laut aktueller Deloitte Studie rechnet die Mehrheit der heimischen CFOs trotz allem mit einer leicht positiven wirtschaftlichen Entwicklung am Standort. Mehr als die Hälfte der Befragten erwartet jedoch einen weiteren Rückgang der Mitarbeiterzahlen. In den nächsten Monaten setzen die heimischen Finanzvorstände daher vorrangig auf Kostensenkung, Digitalisierung und Nachhaltigkeit im eigenen Unternehmen. Die Politik ist jetzt vor allem gefordert, das Investitionsklima zu verbessern.
Im Rahmen des aktuellen CFO Survey ermittelte das Beratungsunternehmen Deloitte im September 2020 die Stimmung unter europäischen Finanzchefs. Rund 1.600 CFOs aus 18 Ländern nahmen an der internationalen Umfrage teil, darunter auch 85 österreichische Führungskräfte. Das Ergebnis: 45 % der heimischen Befragten glauben zwar, dass sich die wirtschaftliche Lage hierzulande leicht positiv entwickeln wird, aber der Blick auf die internationale Wirtschaft bremst den vorsichtigen Optimismus.
„Die Zuversicht variiert je nach Betroffenheit des eigenen Unternehmens. Bei der Befragung haben sich hier zwei Lager herauskristallisiert: Kaum von der Krise betroffene und stark betroffene Betriebe. Während erstere mit ihren Umsätzen jetzt schon Vorkrisenniveau erreichen, rechnen letztere erst 2022 oder später mit einer Erholung“, erklärt Gerhard Marterbauer, Partner bei Deloitte Österreich. Hinsichtlich der finanziellen Erfolgsaussichten fühlen sich immerhin 54 % der österreichischen Finanzvorstände hoffnungsvoller als noch vor drei Monaten. Das liegt sogar etwas über dem europäischen Durchschnitt von 49 %.
Zwtl.: Beschäftigtenzahl schrumpft weiter
Besonders ein Thema beschäftigt derzeit die Unternehmen: Die Mitarbeiterzahlen gehen tendenziell zurück und drohen in den nächsten Monaten noch weiter zu sinken. Bereits im Frühling rechneten aufgrund der Corona-Krise viele CFOs mit zurückgehenden Beschäftigtenzahlen im eigenen Unternehmen.
„In Österreich geht aktuell mehr als die Hälfte der Befragten von einem weiteren Rückgang der Mitarbeiterzahlen aus. Im Ländervergleich zeigt sich, dass europaweit Beschäftigungs- und Einstellungspläne auf Eis gelegt werden – mit weitreichenden Folgen für die Arbeitsmärkte und Volkswirtschaften. Im Vereinigten Königreich erwarten sogar mehr als drei Viertel der Befragten einen Rückgang der Mitarbeiterzahlen im eigenen Unternehmen“, ergänzt Gerhard Marterbauer.
Zwtl.: Investitionsklima braucht politischen Anstoß
Zusätzlich zum Mitarbeiterrückgang sind die Unternehmen durch COVID-19 mit Unsicherheitsfaktoren wie gesundheitlichen Risiken für die Belegschaft und verhaltenen Konjunkturaussichten konfrontiert. Dementsprechend setzen 92 % der befragten Finanzchefs in den nächsten zwölf Monaten vor allem auf Maßnahmen zur Senkung der Kosten sowie zum Ausbau der Digitalisierung. Akquisitionen oder Investitionserhöhungen spielen hingegen eine untergeordnete Rolle. 59 % der Befragten rechnen mit einer weiteren Verschlechterung des Investitionsklimas.
„Das Umfrageergebnis ist ein klares Signal für die Politik: Der wichtigste Stimulus für Unternehmen ist jetzt die Investitionsförderung. Hier gibt es zwar bereits gute Maßnahmen der Bundesregierung, für eine echte Trendwende muss man aber am Ball bleiben und in den nächsten Monaten starke Impulse setzen“, analysiert Marterbauer.
Zwtl.: Klimaziele und Nachhaltigkeit weiterhin hoch im Kurs
Die Befragung belegt erneut: Die Klimakrise hat bei allen aktuellen wirtschaftlichen Sorgen nach wie vor eine große Relevanz. Denn trotz der Corona-Krise nehmen Klimaziele in den heimischen Unternehmen weiterhin einen hohen Stellenwert ein. Rund 42 % der befragten CFOs wollen in den nächsten Monaten besonderes Augenmerk auf die Klimastrategie ihres Unternehmens legen.
„Aus Sicht der Finanzvorstände hat die Corona-Pandemie die globale Klimakrise nicht abgeschwächt. Sie unterstreicht viel mehr die Notwendigkeit, als Unternehmen gerade jetzt auf Nachhaltigkeit zu setzen und dieses Thema in der eigenen Geschäftsstrategie zu verankern“, so Gerhard Marterbauer abschließend.
Zum Download:
Deloitte CFO Survey Herbst 2020 – Ergebnisse Österreich: https://deloi.tt/3jiNEjl
Deloitte CFO Survey Herbst 2020 – Schwerpunkt Europa: https://deloi.tt/35nWkA1
Foto Gerhard Marterbauer Credits Deloitte/feelimage: https://deloi.tt/3c02V53
Deloitte Österreich ist der führende Anbieter von Professional Services. Mit rund 1.450 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern an 13 Standorten werden Unternehmen und Institutionen in den Bereichen Wirtschaftsprüfung, Steuerberatung, Consulting, Financial Advisory und Risk Advisory betreut. Kundinnen und Kunden profitieren von der umfassenden Expertise sowie tiefgehenden Branchen-Insights. Deloitte Legal und Deloitte Digital vervollständigen das umfangreiche Serviceangebot. Deloitte versteht sich als smarter Impulsgeber für den Wirtschaftsstandort Österreich. Der Deloitte Future Fund setzt Initiativen im gesellschaftlichen und sozialen Bereich. Als Arbeitgeber verfolgt Deloitte den Anspruch, "Best place to work" zu sein. Mehr unter [www.deloitte.at] (http://www.deloitte.at).
Deloitte bezieht sich auf Deloitte Touche Tohmatsu Limited („DTTL“), dessen globales Netzwerk von Mitgliedsunternehmen und deren verbundene Unternehmen innerhalb der „Deloitte Organisation“. DTTL („Deloitte Global“), jedes ihrer Mitgliedsunternehmen und die mit ihnen verbundenen Unternehmen sind rechtlich selbstständige, unabhängige Unternehmen, die sich gegenüber Dritten nicht gegenseitig verpflichten oder binden können. DTTL, jedes DTTL Mitgliedsunternehmen und die mit ihnen verbundenen Unternehmen haften nur für ihre eigenen Handlungen und Unterlassungen. DTTL erbringt keine Dienstleistungen für Kundinnen und Kunden. Weitere Informationen finden Sie unter www.deloitte.com/about.
Deloitte Legal bezieht sich auf die ständige Kooperation mit Jank Weiler Operenyi, der österreichischen Rechtsanwaltskanzlei im internationalen Deloitte Legal Netzwerk.
 

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